Fresko e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

17. Oktober 2018
von Ruth Weber-Jung
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Zwei Abkürzungen – Ein Angebot: Hilfe für Azubis!

Was steckt hinter den Abkürzungen QuABB und VERA?

QuABB steht für „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule“. Was kompliziert klingt, bedeutet, dass die Beraterinnen von FRESKO unterstützen, wenn es in der Ausbildung Schwierigkeiten gibt.

https://www.quabb-hessen.de/regionen/stadt-wiesbaden.html

VerA steht für Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Die Begleiterinnen und Begleiter von VerA gehören zum Senior Experten Service (SES). Die Profis im Ruhestand erleichtern jungen Menschen den Start ins Berufsleben.

https://vera.ses-bonn.de/

Das Angebot ist unterschiedlich.

Das Ziel gleich: Menschen dabei unterstützen eine erfolgreiche Ausbildung zu absolvieren. Ein gemeinsames Ziel verbindet. Daher kooperieren beide Angebote seit Jahren erfolgreich. Beim 12. Erfahrungsaustausch der Initiative VerA in der Handwerkskammer Wiesbaden am 11.10.2018 wurde wieder sehr deutlich, wie gut sich die Angebote ergänzen.

In Wiesbaden wurden seit 2016 von QuABB ca. 100 Anträge auf Begleitung durch VerA gestellt.

QuABB-Ausbildungsbegleiterin Sabine Flügel: „Besonders, wenn eine Auszubildende/ eine Auszubildender keine Vorbilder oder Ansprechpersonen in seinem näheren Umfeld hat, kann ein VerA-Begleitung ein Segen sein. Der Erfahrungsaustausch mit den VerA-Begleitpersonen ist für uns sehr wichtig. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 

Quelle: Senior Experten Service (SES) 

31. Juli 2018
von Wencke Strauss
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FRESKO-Projekt Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB) bei „Handwerk live“ am Tag des Handwerks 15. September bei der Handwerkskammer Wiesbaden

Vom Augenoptiker bis zur Zweiradmechatronikerin: Jungen Menschen bietet sich nach ihrem Schulabschluss im Handwerk ein breites Spektrum unterschiedlichster Ausbildungsberufe. Viele entscheiden sich bei der Ausbildungssuche bewusst für einen Handwerksberuf. Was aber, wenn man nach einer kürzeren oder längeren Ausbildungszeit feststellt: Das ist vielleicht doch nicht der richtige Beruf. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Oder: Es fehlt mir etwas – an eigener Motivation, an Unterstützung, an zusätzlicher Lernbetreuung – um meinen Wunsch nach einem Abschluss in diesem Beruf verwirklichen zu können.

Für Jugendliche und junge Erwachsene ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung ein wichtiger Grundstein für das weitere Berufsleben. Aber auch Betriebe haben aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels ein großes Interesse daran, den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Daher unterstützen die Ausbildungsbegleiterinnen von FRESKO e.V. bei Konflikten in der Ausbildung und bieten in Zusammenarbeit mit Betrieben, Berufsschulen, Kammern und ggf. weiteren Unterstützungsangeboten eine Begleitung für Auszubildende an.

Damit sie diese Begleitung wirksam leisten können, brauchen die QuABB-Ausbildungsbegleiterinnen möglichst autentische Einblicke in das Spektrum der Handwerksberufe. Sie müssen sich auf dem Laufenden halten: Was steckt hinter den Berufen? Vor welchem Hintergrund spielt sich das, was die Ratsuchenden berichten, ab? Wo kann es Ansatzpunkte für Unterstützung geben?

Am 15. September 2018 wird daher die QuABB-Ausbildungsbegleiterin Petra Gandor die Veranstaltung „Handwerk live“ der Handwerkskammer Wiesbaden besuchen.

„Der Besuch dieser Veranstaltung hat für unser Projekt der Ausbildungsbegleitung eine große Bedeutung“, so Gandor. „Die QuABB-Ausbildungsbegleitung unterstützt die Ratsuchenden nicht nur bei Konflikten während ihrer Ausbildung. Auch im Falle eines Ausbildungsabbruchs begleiten wir bei der beruflichen Neuorientierung und unterstützen bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz.“

Und sie empfiehlt den Besuch der Veranstaltung auch den QuABB-Ratsuchenden: „Handwerk live kann ein wichtiger Baustein auch bei der beruflichen Neuorientierung sein, wenn sie feststellen, dass die bisherige Ausbildung wirklich nicht mehr weitergeführt werden kann.“

Und natürlich geht es auch um die Pflege und Erweiterung des Netzwerks, auf das die Ausbildungsbegleiterinnen bei ihrer Arbeit angewiesen sind. Petra Gandor: „Wir freuen uns darauf, am 15.09.2018 unsere Netzwerkpartner der Handwerkskammer Wiesbaden und andere Netzwerkpartner aus der Region zu treffen! Außerdem ist es für uns eine Gelegenheit, noch mehr Betriebe auf die Ausbildungsbegleitung durch QuABB aufmerksam zu machen.“

3. Juli 2018
von Ingrid Weinreich
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Schätze entdecken: „Vom Rohdiamanten zur Fachkraft“

Wie finden Sie Ihre Rohdiamanten im Unternehmen?

Heben Sie Ihre Schätze – Ihre langjährigen Mitarbeitenden ohne Berufsabschluss, aber mit sehr viel Berufserfahrung in ihrem derzeitigen Tätigkeitsfeld!

Der Blick ins eigene Unternehmen lohnt sich! Denn durch die Förderung mit ProAbschluss werden Ihre Rohdiamanten zur Fachkraft und können in kurzer Zeit sich berufsbegleitend für den Berufsabschluss qualifizieren.

Diese Fragen und viele weitere haben die Bildungscoaches der Stadt Wiesbaden bei der Informationsveranstaltung am 19. Juni 2018 zum Thema Schätze entdecken. Vom „Rohdiamant“ zur Fachkraft im FRESKO-Café der Kerschensteinerschule beantwortet.

Der Fachkräftemangel erfordert neue Personalentscheidungen. In die Überlegungen wird verstärkt auch die Anstellung von „Neuzugewanderten“ einbezogen. Die Herausforderungen und erfolgreiche Integration von „Neuzugewanderten“ in bestehende Teams hat die Expertin, Katrin Giebler, für Integration durch Qualifizierung anhand von anschaulichen Beispielen präsentiert.

Außergewöhnlich war der Abend durch das Aufgreifen der präsentierten Themen durch das Improtheater „Musenkuss nach Ladenschluss“. Viele gespielte Szenen luden zum Schmunzeln und Nachdenken an. Der direkte Austausch mit den Teilnehmenden und den Fachexperten fand im Anschluss an einem leckeren Fingerfood-Buffet statt.

Haben Sie die Veranstaltung verpasst? Wollen auch Sie Ihre Schätze entdecken? Dann sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne persönlich in Ihrem Unternehmen.

Wir freuen uns auf Sie!

Bildungscoaches Michaela Kraul und Ingrid Weinreich
FRESKO e.V. – Verein für Bildungs- und Kulturarbeit
Rheinstraße 36
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611-96970465
proabschluss[a]fresko.org

11. Juni 2018
von Wencke Strauss
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FRESKO e.V. ist vielfältig! Wir feiern den Deutschen Diversity-Tag 2018

Mit Spiel und viel Spaß, mit lebensechten kniffligen Beispielen, mit Selbstironie und kreativen Ideen beleuchtete das Team bei FRESKO e.V. den Arbeitsalltag und nutze den Diversity-Tag 2018 für neue Impulse: ein gelungener Auftakt!

Im Rahmen des 6. Deutschen Diversity-Tags lud die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt im IQ Landesnetzwerk Hessen „Sprach- und kultursensible Beratung“ alle FRESKO e.V.-Mitarbeitenden ein, Vielfalt und Interkulturelles Arbeiten in einem Workshop zu stärken. Der Tag bildete den Auftakt zur internen Weiterbildungsreihe „Interkulturelles Arbeiten“, die auf eine Bedarfserhebung unter den Mitarbeitenden hin konzipiert wurde.

Das Team machte sich über ein Diversity-Bingo spielerisch und mit viel Freude die Vielfalt im Kollegium bewusst – und erlebte, dass sich ein vielfältiges Team nicht nur durch Herkunft oder Sprache, sondern auch durch physische Eigenschaften, Wertehaltungen und sozialen Hintergrund bildet. Mit dem Blick auf die Vielfalt ausgestattet, wurden Beispielsituationen, die typische Hürden im Arbeitsalltag darstellen, untersucht und Perspektivvielfalt angewendet.

Wie eine Situation erlebt wird, liegt nicht nur in der Kultur, sondern auch in der Person sowie in der Situation, in der sich die beteiligten Personen befinden.

So wurde das Team in Kleingruppen aufgeteilt und aufgefordert, Hintergründe für das jeweilige Verhalten der Beteiligten in den Beispielsituationen zu erarbeiten: Die Mitarbeiterin M., die immer wieder im Arbeitsablauf gestört wird, obwohl keine Sprechzeit ist. Die Kursleiterin K., deren Teilnehmende politische Konflikte im Kurs austragen. Der Vater V., der dem Sohn die Ausbildung ausreden möchte, oder der Teilnehmende T., der plötzlich nicht mehr in den Kurs kommt.

Im Anschluss diskutierte das Team passgenaue Strategien im Plenum und erhob dabei neben personenbezogenen Handlungskompetenzen auch strukturelle Bedarfe zur Stärkung von Vielfalt bei FRESKO e.V. – so unter anderem die Einhaltung von Grenzen zum Selbstschutz, transparente Kommunikationsabläufe sowie Strategien der Familienberatung bis hin zur Vereinbarkeit von Zielgruppenorientierung und Wirtschaftlichkeit. Die FRESKO e.V.-Kolleginnen und -Kollegen äußerten sich zum Abschluss positiv zu den neuen Anstößen für die Arbeit und zur Schulungsreihe insgesamt.

Weitere interkulturelle Schulungen geplant

Die Schulungsreihe wird 2018 mit zwei thematischen Weiterbildungen zu den Themen Interkulturelle Kommunikation sowie Achtsamkeit und Selbstschutz in der eigenen Arbeit weitergeführt. Abgerundet wird die Reihe durch zwei weitere Treffen zum kollegialen Austausch mit Fallbesprechungen zur Interkulturellen Konfliktlösung.

2. Mai 2018
von Maia Oschmann
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Der neue Berufsorientierungskurs für Frauen zur Wiedereingliederung ist gestartet!

Am 16.04.2018 um 8.30 Uhr begann der neue Lehrgang mit 14 sehr motivierten Teilnehmerinnen. Es handelt sich hierbei um eine 3-monatige Teilzeitmaßnahme, die in 3 Phasen untergliedert ist.

 

  1. Unterrichtsphase – In dieser Zeit findet täglich ein 5-stündiger Unterricht in den Räumen von FRESKO e.V. statt. In der beruflichen Orientierung werden verschiedenen Verfahren bearbeitet. Neben Berufsfindungstests ebenso das Rice-Profile nach Steven Reiss sowie das Züricher Ressourcenmodel nach Dr. Frank Krause und Dr. Maia Storch.

 

Anschließend erlernen die Teilnehmerinnen, ihre Bewerbungsunterlangen selbständig nach den heutigen Standards, für sich ganz individuell zu gestalten. Anschreiben, Deckblatt sowie neue Bewerbungsfotos komplettieren die Unterlagen. Dem Besuch beim Fotografen sind Einzelberatungen von einer professionellen Farb- und Stilberaterin vorgeschaltet.

Haben die Teilnehmerinnen den für sich passenden Beruf gefunden, der auf ihren Stärken und Fähigkeiten aufbaut, dann suchen die Projektmitarbeiterinnen mit den Teilnehmerinnen gemeinsam interessante Praktikumsbetriebe, bei denen eine Praktikumszeit für die Teilnehmerinnen angefragt wird. Das Führen von Bewerbungsgesprächen wird mit den Teilnehmerinnen geübt und Unterrichtseinheiten zum Thema Kommunikation und Körpersprache ergänzen dieses.

Damit die Teilnehmerinnen wieder einen besseren Zugang zu sich selbst und ihrer eigenen Wertigkeit finden, arbeiten die Projektmitarbeiterinnen in weiteren Unterrichtseinheiten an ihrem Selbstbewusstsein und an ihrer Motivation.

  1. Praktikumsphase – Hier findet ein 4-wöchiges Praktikum in einem Betrieb statt, der für jede Teilnehmerin immer wieder neu und ganz individuell gesucht wird. Das Praktikum findet ebenso in Teilzeit statt.

 

  1. Abschlussphase – Die Daten des Projektverlaufs werden ausgewertet und alle Teilnehmerinnen erhalten einen Handlungsplan, in dem die für sie passgenauen Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt dokumentiert sind.

 

Die Frauen werden auch in diesem Lehrgang wieder von unserem bewährten Team, Florentine Persin, Constanze Börner und Cornelia Ronacher betreut. Alle 3 Projektmitarbeiterinnen freuen sich auch diesmal wieder ganz besonders darauf, jede Teilnehmerin in dem für sie nächsten und wichtigen Schritt ihres Lebensweges zu begleiten.

14. November 2017
von Ruth Weber-Jung
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Neu in Wiesbaden – Servicestelle DEUTSCH

Am 01.12. startet die Servicestelle Deutsch

Die Servicestelle Deutsch ist ein vom Amt für Zuwanderung und Integration gefördertes Serviceangebot im Bereich Deutsch/Sprachförderung für Geflüchtete. Sie richtet sich einerseits an Arbeitsmarktakteure (Jobcenter, Sozialdienst Asyl) und Koordinatoren, die Informationen und Angebote im Bereich Deutsch/Sprachförderung für Geflüchtete benötigen. Andererseits richtet sie sich an Geflüchtete, die eine aktuelle und aussagekräftige Feststellung ihrer Sprachkenntnisse (Sprachprofiling) benötigen.

Die Servicestelle teilt sich in zwei Handlungsfelder auf:

  1. Sprachprofiling im Auftrag der kommunalen Arbeitsvermittlung und des Sozialdienst Asyl, wenn aktuelle und detaillierte Informationen zum Sprachstand einer Person benötigt werden.

Interessenten können mit einer Zuweisung der kommunalen Arbeitsvermittlung oder dem Sozialdienst Asyl in einer offenen Sprechstunde einen Termin zum Profiling vereinbaren.

  1. Info-Telefon zu Deutschfördermaßnahmen: Hierzu gehören Infos und Beratung zu allen in Wiesbaden stattfindenden Angeboten mit Sprachförderung sowie Infos zu deren genauer Struktur, Teilnahmevoraussetzungen etc. Das Angebot ist trägerübergreifend und trägerneutral.

Auftraggeber ist die Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Zuwanderung und Integration.
Finanziert wird das Projekt  über den Integrationsfond der Stadt Wiesbaden.

4. September 2017
von Wencke Strauss
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PflegePRO Wiesbaden: Neuer Lehrgang zur Qualifizierung von ausländischen Fachkräften in der Gesundheits- und Krankenpflege und in der Altenpflege

Das Team von PflegePRO Wiesbaden – vier Mitarbeiterinnen von FRESKO e.V., tatkräftig unterstützt durch zwei Honorarlehrkräfte – wird zwischen Sommer 2017 und Frühjahr 2018 wieder insgesamt 18 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem EU-Ausland und aus sogenannten Drittstaaten, also Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer leben im Rhein-Main-Gebiet und sind bereits bei stationären Altenpflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten oder in der häuslichen Intensivpflege bei schwerst-pflegebedürftigen Klienten tätig. Sie alle müssen noch die volle Gleichwertigkeit ihrer Berufsabschlüsse mit der deutschen Ausbildung zur Fachkraft für Gesundheits- und Krankenpflege erreichen, bevor sie – mit einem großen Aufgaben- und Verantwortungsspektrum ausgestattet – in der Pflege in Deutschland durchstarten können.

Ein Drittel, nämlich die EU-Bürgerinnen und -bürger aus Bulgarien und Rumänien, deren Ausbildungsabschlüsse mit den deutschen äquivalent sind, benötigt für die volle Gleichwertigkeit nur ein Sprachzertifikat.

Zwei Drittel müssen auch noch eine Fachprüfung ablegen und haben sich für die sogenannte Kenntnisprüfung entschieden: Diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer – sie kommen aus Albanien, aus Bosnien und Herzegowina, aus Kasachstan und aus Serbien – werden im Herbst und Winter 2017 bei dem FRESKO-Kooperationspartner Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden einen Vorbereitungslehrgang auf die Fachprüfung besuchen sowie im ersten Quartal 2018 ein dreiwöchiges Praktikum absolvieren. Eine mündliche und eine praktische Prüfung schließen sich jeweils an das theoretische und an das praktische Qualifizierungsmodul an. FRESKO e.V. begleitet den Lehrgang mit einem Integrierten Fach- und Sprachlernen (IFSL).

Offenheit und Respekt

Am 1. August 2017 bereits hat der Vorbereitungskurs auf die Sprachprüfung „telc Deutsch B1-B2 Pflege“ begonnen. Die neun Teilnehmerinnen und zwei Teilnehmer sind mit großer Motivation dabei und bereiten sich mit diesem Qualifizierungsmodul auf den Prüfungstermin am 3. November vor. Leicht fällt es jedoch nicht, oft lange nach Ende des Berufsschulbesuches und Abschlusses der Ausbildung, mit zum Teil Jahrzehnten an Berufsjahren im Gepäck und der in dieser Zeit bereits erreichten Anerkennung als gute Fachkräfte, vielleicht sogar Spezialisten für ein spezifisches Pflegegebiet, noch einmal die Schulbank zu drücken. Und sich auf eine Prüfung vorzubereiten, mit der die persönliche Kompetenz gemessen und bewertet wird, im Beruf bestehen zu können – sprachlich und natürlich bei einer pflege-berufsbezogenen Sprachprüfung auch fachlich. Die beiden Lehrkräfte und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen daher, Offenheit und gleichzeitig Respekt für das Pflege-Sprach-Thema wie auch füreinander zu kultivieren.

Teilnehmerinnen von PflegePRO Wiesbaden: Oft muss man genauer hinschauen, diskutieren, wiederholen, weil viele Sprachhandlungen noch ungewohnt sind – auch wenn es der erlernte Beruf ist

Offenheit und Respekt gegenüber dem neuen Pflegesystem, in dem die angehenden Fachkräfte auch mit neuen sprachlichen Handlungszusammenhängen konfrontiert sind. Die Lehrkräfte kommen selbst trotz muttersprachlichen Beherrschens des Deutschen nicht selten an die eigenen Grenzen, die Unterrichtsvorbereitung ist ungemein zeitintensiv und beide Lehrerinnen haben den Eindruck, mittlerweile schon eine halbe Ausbildung absolviert zu haben – so viel haben sie sich bereits über das Thema Pflege in Deutschland anlesen und anlernen müssen. Sie wissen daher: Das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgehend von einem mittleren Sprachniveau leisten, würde auch Muttersprachlern schwerfallen und die angehenden Pflegefachkräfte müssen in der Zielsprache Deutsch absolut pflege-handlungskompetent sein, denn sie tragen Verantwortung für das Leben und die Gesundheit anderer Menschen. Ebenso wichtig sind Offenheit und Respekt gegenüber der erreichten Lebensleistung jeder und jedes einzelnen und gegenüber dem individuellen Wunsch, in Deutschland im Beruf Erfüllung und Akzeptanz zu finden und sich mit oder ohne Familie noch einmal ein ganz neues Leben aufbauen zu können.

„Erst einmal die Anerkennung schaffen, dann sehen wir weiter!“

Es gibt also immer spannende und machmal auch angespannte Unterrichtssituationen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie für Lehrkräfte, nach mittlerweile einem im Lehrgang vergangenen Monat sehen dennoch alle die Fortschritte – die Tag für Tag und mit kleinen Fußstapfen erreicht werden. Und wie sehen die Wünsche für die Zukunft aus? „Erst einmal die Anerkennung schaffen, dann sehen wir weiter!“ oder „Ich möchte auf der Arbeit gut funktionieren, möchte in der Berufssprache professioneller auftreten“, sagen eigentlich alle. Viele aber werfen auch schon den Blick weiter voraus: „In meinem früheren Spezialgebiet Intensiv- und Notfallmedizin im Krankenhaus arbeiten!“ – „Eine Weiterbildung zur Wundmanagerin machen.“  – „Mein im Herkunftsland begonnenes pharmazeutisches Studium in Deutschland fortsetzen und erfolgreich abschließen!“ – „PDL (= Pflegedienstleiter/-in) werden!“ PflegePRO Wiesbaden begleitet Menschen mit diesen Zukunftswünschen ein Stück auf ihrem Weg.

Möchten auch Sie unsere Arbeit ein Stück voranbringen? FRESKO begleitet. Unterstützen Sie uns dabei! Zum Spendenformular geht es hier.

FRESKO e.V. bietet das Projekt PflegePRO Wiesbaden im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ an. Das Förderprogramm IQ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

21. Juni 2017
von Ruth Weber-Jung
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Wiesbaden engagiert: „Unser Hof ist schöner geworden“

Gestern haben wir im Rahmen von Wiesbaden engagiert unseren Vorgarten zu einem Sitzgarten umgestaltet. Dank der tollen und tatkräftigen Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauptamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden konnten wir schon nach wenigen Stunden harter Arbeit ein tolles Ergebnis präsentieren. Seht selbst!!
10000 DANK an Maggie Reeves und ihr Team. Ihr wart toll. Die Arbeit mit Euch allen hat uns einen riesen Spaß gemacht. Gerne unterstützen wir nächstes Jahr ein Projekt von Euch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

12. Juni 2017
von Ingrid Weinreich
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Gewinnen Sie mit ProAbschluss auf dem Hessentag eine Powerbank – Kommen Sie vom 09. – 18. Juni 2017 vorbei und besuchen Sie unsere Bildungscoaches von ProAbschluss am Infomobil!

Wir sind dabei und beraten Sie gerne über das Projekt ProAbschluss – Ihre Möglichkeit zur beruflichen Qualifizierung.

ProAbschluss ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die keinen Berufsabschluss in dem aktuellen Tätigkeitsfeld aufweisen, eine berufliche Qualifizierung mit Hilfe der Förderung von ProAbschluss. Gefördert wird das Projekt ProAbschluss durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, sowie mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. 50 % der Weiterbildungs- und Prüfungskosten werden durch den Qualifizierungsscheck übernommen. Zusätzlich begleiten die Bildungscoaches das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter bis zum erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung.

Beratungen zur beruflichen Qualifizierung

ProAbschluss auf dem Hessentag in Rüsselsheim

Wie funktioniert ProAbschluss? Die Bildungscoaches beraten Sie gerne direkt am Infomobil.

Wenn Sie es nicht nach Rüsselsheim schaffen, beraten wir Bildungscoaches Sie gerne unverbindlich zu Möglichkeiten der beruflichen Qualifizierung in der Landeshauptstadt Wiesbaden bei FRESKO e.V.

Eine berufliche Qualifizierung ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer ein Gewinn!

Vereinbaren Sie schon heute Ihren Termin unter der Tel.: 0611-408074-66 oder 67 oder unter der E-Mail: i.weinreich@fresko.org bzw. m.kraul@fresko.org

Wir freuen uns auf Sie!

2. Juni 2017
von Ruth Weber-Jung
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Leonardo Award…. wir sind nominiert

Was für ein Erfolg!
Mit dem Musikprojekt  „Was ist für Euch wichtig?“ sind Schülerinnen und Schülerin aus den InteA Klassen an der Kerschensteinerschule zum diesjährigen Leonardo Award nominiert worden. Wir haben es unter die 5 BESTEN geschafft. Das ist unglaublich und ein Grund stolz zu sein! Unsere Sozialpädagogin Ewa Hartmann, die mit den Schülerinnen und Schülern über Wochen dieses Stück einstudiert hat ist überwältigt und sehr glücklich. Unterstützt wurden wir bei der Arbeit von Axel Schweppe, ein Wiesbadener Musiker und Künstler. Wir sind nun zur Preisverleihung und Gala am 20.6.2017 eingeladen und sind gespannt.

Weitere Infos zum Leonardo Award erhalten Sie hier: 
http://www.leonardo-award.de/news/detail/17/tatarataaaa-die-jurys-haben-nominiert-/