FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

30. August 2019
von Wencke Strauss
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Gelungener Start der Fortbildung „Es lohnt sich! Geflüchtete erfolgreich ausbilden.“

Viele haben mitgeholfen und so konnte sie schließlich starten: die vom Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB beauftragte Fortbildung für Ausbilder*innen in Betrieben, die Geflüchtete ausbilden oder dies planen. Von vier Modulen sind nun zwei durchgeführt und wir können eine erste Bilanz ziehen.

Zu Modul 1 fanden sich 10 engagierte Ausbilder*innen am 6. Juli in dem perfekt ausgestatteten, schön vorbereiteten (und glücklicherweise klimatisierten) Raum im Berufsbildungs- und Technologiezentrum  der Handwerkskammer Wiesbaden ein, um sich über das Thema „Rahmenbedingungen bei der Ausbildung von Geflüchteten“ zu informieren, sich in einer Gruppenarbeit auszutauschen und authentische Fälle kennen zu lernen. Alle Teilnehmenden beteiligten sich rege und die Rückmeldungen waren aufschlussreich und sehr positiv. Als Gastdozentin war die Willkommenslotsin der Handwerkskammer Wiesbaden, Anja Kloos, eingeladen. Sie vermittelte den Teilnehmenden in einem Input wichtige und aufschlussreiche Informationen zu rechtlichen Voraussetzungen und zu den entsprechenden Vorgehensweisen.

Das Modul 2 startete am 17.8. erfreulicherweise mit weiteren Teilnehmenden, zumal das Thema des Moduls „Sprache und  Kommunikation“ von allen als größter Bedarf genannt worden war. Entsprechend intensiv, engagiert und für alle Seiten erhellend wurde gearbeitet und die Rückmeldungen waren wieder sehr positiv. Durch den hohen Praxisbezug ließ sich Vieles direkt auf den Arbeitsalltag übertragen.

Diese ersten beiden Module waren auch die Feuerprobe für das neue Team: Claudia Ohlendorf, Silvia Krauß und Dr. Karin Wullenweber. Die drei Dozentinnen kommen aus ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen und bringen entsprechend vielseitige Kompetenzen und Perspektiven mit ein.

Etwas ungewohnt war die teilnehmende Beobachtung durch Herrn Dr. Wittig vom Forschungsinstitut berufliche Bildung (f-bb). Denn als Pilotprojekt wird die Fortbildung auf Herz und Nieren durchleuchtet und evaluiert, um für eine mögliche bundesweite Umsetzung die besten Anteile herauszufiltern. Hierzu wird die Fortbildung zudem parallel von einem Träger in Hamburg durchgeführt und die Ergebnisse werden kontinuierlich verglichen.

In einem Workshop im BIBB in Bonn am 26.8., an dem Karin Wullenweber und Claudia Ohlendorf teilnahmen, stellte f-bb den Auftraggebern und den durchführenden Trägern die Ergebnisse dar und man tauschte sich lebhaft über viele Elemente der ersten beiden Module aus. FRESKO e.V. wurden exzellente Ergebnisse bescheinigt: In allen Rubriken der Evaluation erreichten wir fast durchgehend 100% volle Zustimmung, sprich die Note „sehr gut“, was uns sehr freut.

Die Fortbildung ist als Blended-Learning-Format konzipiert, das Online-Angebot war bisher aber deutlich weniger nachgefragt als die Präsenzveranstaltungen. Dies bestätigt die auf langer Erfahrung fußende und im Vorfeld geäußerte Einschätzung von FRESKO e.V., dass zusätzliches Online-Lernen für die unter großem Zeitdruck stehenden Ausbilder*innen (noch) nicht das geeignete Instrument sein würde.

Uns hat es großen Spaß gemacht, mit der sehr netten Gruppe zu arbeiten, und wir hoffen, dass wir mit Modul 3 und 4 an die tollen Ergebnisse der ersten beiden Module anknüpfen können.

2. August 2019
von Wencke Strauss
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Expertinnen helfen Wiesbadener Azubis! QuABB-Ausbildungsbegleiterinnen von FRESKO e.V. in der Rhein-Main-Presse vorgestellt

Von Augenoptiker, Bankkauffrau und Chemielaborant bis Zweiradmechatronikerin: Jungen Menschen bietet sich nach ihrem Schulabschluss ein breites Spektrum unterschiedlichster dualer Ausbildungsberufe. Viele entscheiden sich bei der Ausbildungssuche bewusst für einen Handwerks- oder IHK-Beruf. Was aber, wenn man nach einer kürzeren oder längeren Ausbildungszeit feststellt: Das ist vielleicht doch nicht der richtige Beruf. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Oder: Es fehlt mir etwas – an eigener Motivation, an Unterstützung, an zusätzlicher Lernbetreuung – um meinen Wunsch nach einem Abschluss in diesem Beruf verwirklichen zu können.

Für Jugendliche und junge Erwachsene ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung ein wichtiger Grundstein für das weitere Berufsleben. Aber auch Betriebe haben aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels ein großes Interesse daran, den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Daher unterstützen die Ausbildungsbegleiterinnen des FRESKO e.V.-Projekts „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)“ bei Konflikten in der Ausbildung und bieten in Zusammenarbeit mit Betrieben, Berufsschulen, Kammern und ggf. weiteren Akteuren Unterstützungsangebote für Auszubildende an.

In Wiesbaden sind die Beraterinnen Barbara Emmelheinz und Petra Gandor QuABB-Ansprechpartnerinnen für Auszubildende, Betriebe, Berufsschulen und auch Eltern. Sie helfen, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen, und unterstützen durch professionelle Beratung und Begleitung, drohende Abbrüche abzuwenden oder Anschlussperspektiven zu erarbeiten.

In einem Interview mit der Rhein-Main-Presse haben Barbara Emmelheinz und Petra Gandor von dem besonderen Angebot der QuABB-Ausbildungsbegleitung in Wiesbaden erzählt und dabei Einblicke auch in die eigene Ausbildungserfahrung gewährt. Mit einem Klick auf die Bilder können Sie eine hochauflösende Ansicht für bessere Lesbarkeit des Artikels aus der Ausgabe des Wiesbadener Kurier vom 31. Juli 2019 öffnen.

Der Artikel ist auch im kostenpflichtigen Archiv-Portal des Wiesbadener Kurier abrufbar.

 

19. Juli 2019
von Wencke Strauss
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„Deutsch in der Ausbildung“: Kurs für Azubis mit Migrationshintergrund in Kooperation zwischen FRESKO e.V. und der Handwerkskammer Wiesbaden erfolgreich abgeschlossen

Geschafft! Nach einem halben Jahr Intensivkurs „Deutsch in der Ausbildung“ nahmen zehn Azubis stolz ihre Teilnahmebescheinigungen aus der Hand des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer (HWK) Wiesbaden, Dr. Martin Pott, entgegen. Zweimal pro Woche waren sie nach einem anstrengenden Arbeitstag ins Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Wiesbaden II gekommen, um von 18:00 bis 20:00 Uhr Elemente der deutschen Sprache zu lernen, die sie für die Ausbildung und insbesondere in der Berufsschule und für die Prüfungen benötigen.

Die Fortschritte machten sich direkt bemerkbar: Ein Azubi legte erfolgreich während des Kurses seine Zwischenprüfung ab, ein anderer bestand kurz danach seine Abschlussprüfung.

Viele Personen hatten sich engagiert, um den Kurs zu ermöglichen: Vonseiten der HWK haben Hauptabteilungsleiter Christoph C. Gluche, die Bildungsberaterinnen Claudia Lange und Annette Giersch-Kunz sowie die Willkommenslotsin Anja Sabrina Kloos den Kurs auf den Weg gebracht und begleitet. FRESKO e.V. hat die inhaltliche Seite übernommen: Dr. Karin Wullenweber hat die Profilings und den Lehrplan entwickelt und den Unterricht übernommen, sie wurde von Thomas Eisenlohr unterstützt, der den Mathematikteil unterrichtet hat.

„Der Kurs ist ein schönes Beispiel für eine flexible, offene, konstruktive und entsprechend effektive Kooperation zwischen Akteuren der dualen Ausbildung!“, lobte Frau Dr. Wullenweber das gemeinsame Konzept von HWK und FRESKO e.V.

In der Deutschen Handwerks Zeitung erschien zum Kursabschluss in Ausgabe 12 2019 ein Bericht in der Sektion „Regional – Handwerkskammer Wiesbaden“. Mit einem Klick auf das Bild können Sie eine hochauflösende Ansicht für bessere Lesbarkeit des Artikels öffnen.