Fresko e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

22. März 2018
von Maia Oschmann
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Neuer Berufssprachkurs „Spezialmodul A2“ startet im April

Wer Deutsch spricht, findet sich in Deutschland schneller zurecht und hat es in vielen Dingen leichter. Im täglichen Leben wie im Beruf verbessern Sprachkenntnisse das Miteinander. Gute Deutschkenntnisse sind zudem die Grundvoraussetzung dafür, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und sich im Berufsleben behaupten zu können.

Seit November 2016 bietet FRESKO berufsbezogene Sprachkurse, sogenannte DeuFöV-Kurse auf B1- und B2-Niveau an.

Übergreifendes Ziel der berufsbezogenen Deutschsprachförderung ist die schnelle und nachhaltige Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt bzw. in weiterführende Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen durch Schaffung bzw. Erhaltung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeiten.

Eine weitere Besonderheit ist das Spezialmodul A2.

Ziel dieses Kurses ist, dass die Teilnehmenden innerhalb von 400 Unterrichtseinheiten (= UE) Kenntnisse und Kompetenzen in der deutschen Sprache erwerben, die im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) mit dem Sprachniveau A2 definiert sind. Das Spezialmodul A2 endet mit einer Abschlussprüfung, die nach dem GER das Können und die Zuordnung zu der Niveaustufe A2 bestätigt. Es kommen hierbei ausschließlich Prüfungen zum Einsatz, die alle vier sprachlichen Fertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Sprechen und Schreiben) abbilden.

Im Rahmen des Spezialmoduls A2 wird neben der Lehrkraft in jedem Kurs eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung stehen.

Die sozialpädagogische Fachkraft ist für eine Vielzahl an Beratungsaktionen zuständig und entlastet die Lehrkraft bei Themen außerhalb des Unterrichtsgeschehens. Sie kommt deshalb zum Einsatz, weil insbesondere Neuzugewanderte, die in Deutschland noch nicht vollständig angekommen sind, neben der Sprachförderung auch sozialpädagogische Unterstützung benötigen. Die Unterstützung umfasst ein großes Spektrum und reicht von eher alltäglichen Problemen wie der Wohnungssuche bis hin zur Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Gerade dieser letzte Gesichtspunkt ist bei der Vielzahl von geflüchteten Kursteilnehmenden von hoher Bedeutung.

Zu der Zielgruppe gehören Zugewanderte einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben. (Letzteres gilt nur für die fünf Herkunftsländer Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia).

Ausgeschlossen sind Geflüchtete aus sicheren Herkunftsländern.

Wenn sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, können sie an Spezialmodulen der nationalen berufsbezogenen Sprachförderung teilnehmen, sofern sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den Arbeitsalltag zu meistern. Es besteht für sie ein Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit. Die Zahlung des Beitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen.

Für die Teilnahme am A2-Spezialmodul benötigt man einen Berechtigungsschein. Die Berechtigungen werden vom Jobcenter bzw. von der Agentur für Arbeit ausgestellt.

In dem Kurs vertiefen die Teilnehmer Ihren Wortschatz in bestimmten Tätigkeitsfeldern und lernen fachbezogenes Deutsch für Ihren Beruf. Durch ein spezielles Prüfungstraining (zusätzlich 100 Unterrichtsstunden) werden die Teilnehmer auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

Der Unterricht wird von Montag bis Freitag und voraussichtlich am Vormittag von 08:45 bis 12:45 Uhr stattfinden.

Weitere Information finden Sie auf unserer Projektseite „Berufssprachkurse (DeuFöV)“.

4. September 2017
von Wencke Strauss
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FRESKO e.V. stattet Schulungsräume im „Haus des Handwerks“ in der Rheinstraße neu aus – möglich gemacht durch eine Privatspende

Die FRESKO-Schulungsräume im „Haus des Handwerks“ empfangen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Qualifizierungs- und Sprachförderprojekten seit August 2017 mit modernem und funktionellem Mobiliar.

FRESKO-Geschäftführerin Ruth Weber-Jung und Spenderin Monika Strauß mit neuem Mobiliar

Mithilfe einer Privatspende von Monika Strauß aus Bad Soden am Taunus wurde es möglich, für die beiden Räume im Vorderhaus der Rheinstraße 36 in der Wiesbadener Innenstadt, in denen kleinere Gruppen unterrichtet werden sowie individuelle Coachings für Arbeit und Beruf stattfinden und die aufgrund der Platzknappheit nicht mit an den Wänden fixierten Tafeln oder regulären Schultischen ausgerüstet werden konnten, zwölf ergonomische Seminar-Stühle aus Holz mit stabilen Klapp-Tischchen sowie ein mobiles Whiteboard und einen Flippchart-Ständer anzuschaffen.

Monika Strauß mit dem Pojekt-Team: (vlnr) Kathrin Giebeler, Wencke Strauß, Dr. Lara Sigwart

Bereits seit Anfang August findet in einem der beiden Schulingsräume ein Lehrgang zur Qualifizierung von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpflegern statt, die über eine im europäischen oder außer-europäischen Ausland abgeschlossene Ausbildung verfügen und die die volle Gleichwertigkeit ihrer Berufsabschlüsse auch in Deutschland anstreben, um im Rhein-Main-Gebiet eine Tätigkeit als Fachkräfte für Gesundheits- und Krankenpflege aufnehmen zu können. Der Lehrgang findet zwei- bis dreimal wöchentlich ganztägig von halb neun Uhr morgens bis kurz vor drei Uhr nachmittags statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbringen also den Großteil ihrer Unterrrichtsage im Schulungsraum und profitieren insofern ungemein von den neuen Möbeln und davon, dass trotz Stühlen und Tafel noch genug Platz ist für aktivierende Übungen, für Partner- und Gruppenarbeit oder einfach für den informellen Austausch in der Pause.

FRESKO-Geschäftsführerin Ruth Weber-Jung dankte am 29. August 2017 der Spenderin bei Anwesenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des laufenden Lehrgangs und des Projekt-Teams, das den Lehrgang begleitet, mit einem Blumenstrauß und einer kleinen Aufmerksamkeit.

Nach dem Hintergrund ihrer Spende befragt, formulierte Frau Strauß ihre Motivation so:

„Ich habe auch bisher schon oft hier und da gespendet, war aber zunehmend nicht mehr zufrieden damit, dass meine Spenden, die kleinen und die größeren, irgendwo in den Organisationen versickern. Ich wollte sehen, wofür mein Geld verwendet wird, wollte das auch mitbestimmen dürfen und wollte unmittelbar etwas für Projekte tun, die anderweitig vielleicht Schwierigkeiten gehabt hätten, gerade das, was meine Spende abdecken würde, anzuschaffen oder zu realisieren. FRESKO e.V. war mir aus persönlichen Kontakten bekannt und ich weiß, dass es für kleine Bildungsträger oft schwierig ist, spezifisch Mobiliar, neue Computer o.ä. zu finanzieren. Ich freue mich, heute an diesem Tag auch die Menschen zu treffen, die meine Spende direkt im Rahmen ihres Lehrgangs nutzen, ja wortwörtlich: benutzen. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie ihre Qualifizierung erfolgreich abschließen können! Sie sind als angehende Pflege-Fachkräfte sehr wichtig für unsere Gesellschaft.“

Möchten auch Sie unsere Arbeit ein Stück voranbringen? FRESKO begleitet. Unterstützen Sie uns dabei! Zum Spendenformular geht es hier.

25. Februar 2016
von Wencke Strauss
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PflegePRO erweitert Sprachkursangebot zur Vorbereitung auf die Prüfung telc Deutsch B1-B2 Pflege

Arbeiten in der Pflege PflegePRO Wiesbaden Anerkennung Gesundheits- und Krankenpflege

+++  Im April startet ein neuer Kurs PflegePRO basic. Ab sofort bietet FRESKO e.V. diese kostenfreien Kurse vierteljährlich an. Anmeldung bitte direkt bei pflegepro@fresko.org +++

+++ Am 26. September 2016 startet der nächste Vorbereitungslehrgang auf die Kenntnisprüfung am ASKLEPIOS Bildungszentrum Wiesbaden. Anmeldung bitte direkt beim Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden.  +++

Jetzt informieren: Deutsch für Pflegeberufe bei FRESKO e.V. und Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden.

Logo Adobe pdf reader Flyer PflegePRO basic Wiesbaden telc-Vorbereitung aktuell (pdf, 345 KB)
Logo Adobe pdf readerFlyer PflegePRO Wiesbaden Gesamtangebot (pdf, 324 KB)
Logo Adobe pdf readerPflegePRO in Kooperation mit dem Asklepios Bildungszentrum Infos nächster Kursstart (pdf, 297 KB)

16. Juni 2015
von Wencke Strauss
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Berufsbezogene Deutschkurse, Bildungscoaches, interkulturelle Kommunikation und berufliche Orientierung für Jugendliche: Beitrag zu aktuellen FRESKO-Projekten im Wiesbadener Kurier

Bei FRESKO e.V. sind im vergangenen halben Jahr wieder spannende neue Projekte gestartet, die die Förderlandschaft im Wiesbadener Bildungssektor bereichern und unser Portfolio als Träger für berufsbezogene Sprachkurse, in der interkulturellen Kommunikation, in der Weiterbildungsberatung und mit Berufsorientierungsmaßnahmen für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund erweitern.

FRESKO e.V. Neujahrsfrühstück und Begrüßung unserer neuen Mitarbeiterinnen Ursula Jobelius, Kirsten Wolff und Dr. Lara Sigwart Ruth Weber-Jung

Geschäftsführerin Ruth Weber-Jung begrüßt die drei neuen Mitarbeiterinnen der Projekte Beraterschulung, PiK und PflegePRO bei einem gemeinsamen Frühstück

Eine Redakteurin und ein Fotograf des Wiesbadener Kuriers waren im Schulungshaus in der Rheinstraße 36 zu Besuch und informierten sich bei der Geschäftsführerin Ruth Weber-Jung und dem Vorsitzenden des Vereins, Klaus-Wilhelm Ring, über die Vorhaben. Die Kurier-Mitarbeiter besuchten zudem einige der betreffenden Projekte, um die Lern- und Arbeitsatmosphäre hautnah zu erleben. Dabei entstand auch ein Foto mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Projekt PflegePRO, das FRESKO e.V. im Rahmen des Förderprogramms Integration durch Qualifizierung im Landesnetzwerk Hessen durchführt. Der Beitrag im Wiesbadener Kurier erschien am 29. Mai und ist hier im Internet nachzulesen. Weiterlesen →

28. Mai 2015
von Wencke Strauss
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Besuch von RTL Hessen beim FRESKO-Projekt EIBE an der Kerschensteinerschule

Das Fernsehteam von RTL Hessen hat das von FRESKO-Mitarbeiterinnen betreute Projekt EIBE (Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt) an der Kerschensteinerschule im Wiesbadener Berufsschulzentrum besucht. Der am 21. Mai gesendete Beitrag zeigt auch ein Interview mit Mahdi Wasiqi, einem ehemaligen EIBE-Schüler, der an der Schule seinen Realschulabschluss erreicht hat und im Moment begleitend zur Fachhochschulreife bei FRESKO e.V. ein Praktikum absolviert.

„Das Fernsehteam war sehr freundlich und hat mich gut auf das Interview vorbereitet, sodass meine Aufregung nicht allzu groß war. Aber natürlich ist es schon etwas Besonderes, im Fernsehen gezeigt zu werden“, erzählt Mahdi. „Das EIBE-Programm, an dem ich teilnehmen konnte und zu dem ich interviewt wurde, ist sehr sinnvoll. Und ich hatte den Eindruck, dass in dem fertigen Fernsehbeitrag an meinem eigenen Beispiel sehr gut nachvollziehbar ist, welche positiven persönlichen Entwicklungen mit solchen Programmen verknüpft sein können. Jemand, der in ein anderes Land übersiedelt, möchte und muss ja auch dessen Kultur kennen lernen und lernen zu kommunizieren. Dafür sind Sprachkenntnisse unabdingbar.“

Hintergrund des RTL-Beitrags war die Vorstellung des Konzepts der Landesregierung zur Sprachförderung und allgemeinen und beruflichen Bildung für junge Flüchtlinge, Spätaussiedler und Zuwanderer (Seiteneinsteiger) an beruflichen Schulen am 19. Mai 2015. Die Erweiterung des hessischen Sprachförderkonzepts auf den Bereich der beruflichen Schulen trägt den Titel „Integration und Abschluss (InteA)“.

 

27. Mai 2015
von Ruth Weber-Jung
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Ausstellungsbesuch Integration ist ein Genuss

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sprachkurses SAM (Sprache und Arbeit für Migrantinnen und Migranten) besuchten die Ausstellung Integration ist ein Genuss im „Schaufenster Stadtmuseum“.

Ausstellung Integration ist ein Genuss

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FRESKO-Projektes vor dem Eingang zum Schaufenster Stadtmuseum

Integration ist ein Genuss SAM TN

Beim Probieren von Wiesbadener Schokoladenspezialitäten

Während einer Führung, die von einer der ehrenamtlichen Kuratorinnen und Kuratoren durchgeführt wurde, konnten sie nicht nur Interessantes zu vielen Gerichten aus aller Welt und zu den Einwanderern, die diese nach Wiesbaden mitbrachten, erfahren, sondern auch die in den Ausstellungsräumen angebotenen kulinarische Spezialitäten verkosten.

19. Februar 2015
von Ruth Weber-Jung
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Erfolgreicher Start eines weiteren ESF-BAMF-Sprachkurses

Am 16.2.2015 haben wir unseren 23. ESF-BAMF-Sprachkurs mit 20 hochmotivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestartet.

Wir wünschen den Teilnehmenden sowie den Projektmitarbeiterinnen Nicole Hoefs-Brinker und Petra Gandor eine gute und erfolgreiche Kurslaufzeit.

Petra Gandor bei der Arbeit im Projektbüro

Petra Gandor

Nicole Hoefs-Brinker bei der Arbeit im Projektbüro

Nicole Hoefs-Brinker