Fresko e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

9. April 2018
von Ingrid Weinreich
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Neuer Berufsvorbereitungskurs für Hauswirtschaft startet Mitte April – Bildungscoaches beraten zur Förderung durch ProAbschluss

Die Bildungscoaches der Landeshauptstadt Wiesbaden, Michaela Kraul und Ingrid Weinreich, haben am Informationsabend zum Vorbereitungskurs für den Berufsabschluss Hauswirtschaft beim Hausfrauenbund e.V. zu Fördermöglichkeiten informiert und beraten. In der gemeinsamen Veranstaltung erhielten rund 20 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen zum Grundbildungslehrgang Hauswirtschaft und zu dessen Finanzierungsmöglichkeiten durch ProAbschluss. Der in fünf Blöcke unterteilte Lehrgang findet einmal wöchentlich berufsbegleitend abends statt. Der Grundlehrgang umfasst neben Hygiene, Textilpflege und Hauspflege auch die Themen Ernährung bzw. Speisenzubereitung sowie die Betreuung von Haushaltsmitgliedern. Neben der Theorie werden die Teilnehmer auch in der Praxis auf die Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer zur Hauswirtschaft vorbereitet.  

 

 

Förderung durch ProAbschluss

ProAbschluss ermöglicht die berufliche Qualifizierung in den unterschiedlichsten Berufen, indem 50 % der Kosten für Weiterbildungslehrgänge durch einen QualiScheck finanziert werden. Durch diese Initiative fördert das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond das Erlangen eines qualifizierten Berufsabschlusses für Beschäftigte.

Möchten auch Sie eine qualifizierte Fachkraft in ihrem aktuellen Tätigkeitsfeld werden? Dann vereinbaren Sie noch heute einen Termin. Wir beraten Sie gerne zu Möglichkeiten der beruflichen Qualifizierung und deren Förderung durch den QualiScheck.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Bildungscoaches gerne jederzeit zur Verfügung.
 
Ingrid Weinreich PROAbschluss Bildungscoachinnen Nachqualifizierung FRESKO e.V
Ingrid Weinreich
Dipl.-Kauffrau
0611 969 70 46-7
i.weinreich[a]fresko.org
Michaela Kraul

0611 969 70 46-6
m.kraul[a]fresko.org

22. März 2018
von Maia Oschmann
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Neuer Berufssprachkurs „Spezialmodul A2“ startet im April

Wer Deutsch spricht, findet sich in Deutschland schneller zurecht und hat es in vielen Dingen leichter. Im täglichen Leben wie im Beruf verbessern Sprachkenntnisse das Miteinander. Gute Deutschkenntnisse sind zudem die Grundvoraussetzung dafür, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und sich im Berufsleben behaupten zu können.

Seit November 2016 bietet FRESKO berufsbezogene Sprachkurse, sogenannte DeuFöV-Kurse auf B1- und B2-Niveau an.

Übergreifendes Ziel der berufsbezogenen Deutschsprachförderung ist die schnelle und nachhaltige Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt bzw. in weiterführende Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen durch Schaffung bzw. Erhaltung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeiten.

Eine weitere Besonderheit ist das Spezialmodul A2.

Ziel dieses Kurses ist, dass die Teilnehmenden innerhalb von 400 Unterrichtseinheiten (= UE) Kenntnisse und Kompetenzen in der deutschen Sprache erwerben, die im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) mit dem Sprachniveau A2 definiert sind. Das Spezialmodul A2 endet mit einer Abschlussprüfung, die nach dem GER das Können und die Zuordnung zu der Niveaustufe A2 bestätigt. Es kommen hierbei ausschließlich Prüfungen zum Einsatz, die alle vier sprachlichen Fertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Sprechen und Schreiben) abbilden.

Im Rahmen des Spezialmoduls A2 wird neben der Lehrkraft in jedem Kurs eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung stehen.

Die sozialpädagogische Fachkraft ist für eine Vielzahl an Beratungsaktionen zuständig und entlastet die Lehrkraft bei Themen außerhalb des Unterrichtsgeschehens. Sie kommt deshalb zum Einsatz, weil insbesondere Neuzugewanderte, die in Deutschland noch nicht vollständig angekommen sind, neben der Sprachförderung auch sozialpädagogische Unterstützung benötigen. Die Unterstützung umfasst ein großes Spektrum und reicht von eher alltäglichen Problemen wie der Wohnungssuche bis hin zur Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Gerade dieser letzte Gesichtspunkt ist bei der Vielzahl von geflüchteten Kursteilnehmenden von hoher Bedeutung.

Zu der Zielgruppe gehören Zugewanderte einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben. (Letzteres gilt nur für die fünf Herkunftsländer Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia).

Ausgeschlossen sind Geflüchtete aus sicheren Herkunftsländern.

Wenn sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, können sie an Spezialmodulen der nationalen berufsbezogenen Sprachförderung teilnehmen, sofern sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den Arbeitsalltag zu meistern. Es besteht für sie ein Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit. Die Zahlung des Beitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen.

Für die Teilnahme am A2-Spezialmodul benötigt man einen Berechtigungsschein. Die Berechtigungen werden vom Jobcenter bzw. von der Agentur für Arbeit ausgestellt.

In dem Kurs vertiefen die Teilnehmer Ihren Wortschatz in bestimmten Tätigkeitsfeldern und lernen fachbezogenes Deutsch für Ihren Beruf. Durch ein spezielles Prüfungstraining (zusätzlich 100 Unterrichtsstunden) werden die Teilnehmer auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

Der Unterricht wird von Montag bis Freitag und voraussichtlich am Vormittag von 08:45 bis 12:45 Uhr stattfinden.

Weitere Information finden Sie auf unserer Projektseite „Berufssprachkurse (DeuFöV)“.

22. März 2018
von Ingrid Weinreich
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QuABB – die Ausbildungsbegleiterinnen bieten Beratungen auch in der Innenstadt an

QuABB – die Ausbildungsbegleitung ist jetzt auch in der Rheinstraße 36 in der Innenstadt von Wiesbaden für Sie erreichbar! In den Räumen von FRESKO e.V. unterstützt die FRESKO-Mitarbeiterin Petra Gandor Auszubildende, Betriebe oder Berufsschullehrer, wenn es einmal nicht so gut läuft in der Ausbildung. Gemeinsam suchen wir nach einer Lösung, z.B. bei Stress im Betrieb, bei Schwierigkeiten in der Berufsschule oder bei persönlichen Problemen der Auszubildenden.

Das Besondere in der QuABB-Bildungsbegleitung ist, dass die Mitarbeiterinnen Sabine Flügel, Barbara Emmelheinz (QuABB-Büro/Kerschensteinerschule) und Petra Gandor die Auszubildenden, Ausbilder oder Berufsschullehrer als Auftraggeber betrachten, die vorgeben welche Unterstützung Sie brauchen und die das gewünschte Ziel vorgeben. Auf professionelle Weise werden so die Ratsuchenden vertraulich und kostenlos und solange Sie möchten auf Ihrem Weg zu einer Lösung begleitet.

Kommen Sie einfach bei uns in Wiesbaden vorbei, in die Kerschensteinerschule (Raum A 119) oder zu FRESKO e.V. in die Rheinstraße 36.

Unsere Sprechstunden sind:

Montag / Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
9:00 – 12:30 Uhr 9.00 – 15.00 Uhr 7.45 – 12.30 Uhr 9.00 – 13:30 Uhr
Terminvereinbarungen sind zu den Sprechzeiten, telefonisch oder per E-Mail jederzeit möglich.
Sabine Flügel Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule FRESKO e.VBarbara Emmelheinz QuABB  Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule
Sabine Flügel
0611 45087793
Mobil: 0176 43403900
s.fluegel[a]fresko.org
Barbara Emmelheinz
0611 45087793
Mobil: 0176 43403899
b.emmelheinz[a]fresko.org
Petra Gandor Junge Sprachanfänger Integration und Abschluss FRESKO e.V
Petra Gandor
0611 312951
Mobil: 0163 2177934
p.gandor[a]fresko.org

1. März 2018
von Wencke Strauss
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Initiative VerA: Fachleute im Ruhestand helfen Auszubildenden – Erfahrungsaustausch in der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach

Im Folgenden veröffentlichen wir eine Pressemittelung der Initiative VerA

v.l.n.r.: VerA Koordinatorin Stefanie Köpping, Dr. Karin Wullenweber von FRESKO e.V. und Regionalkoordinator Michael Lenzen

Bad Kreuznach/Bonn, 01.03.2018 – Die Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen stand im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustauschs in der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. Zu dem Treffen am 1. März kamen rund 20 der im Raum Bad Kreuznach aktiven VerA-Coaches zusammen. Zu Gast war zudem Dr. Karin Wullenweber, Leiterin des Bereichs „Deutsch und Integration“ beim Wiesbadener FRESKO e.V. Verein für Bildungs- und Kulturarbeit.

VerA ist ein bundesweites Mentorenprogramm des Senior Experten Service (SES) für junge Menschen in der Berufsausbildung und -vorbereitung.

In Bad Kreuznach und Umgebung engagieren sich rund 30 ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand für die Initiative. Weitere Unterstützung wird dringend gesucht.

„Wir können uns vor Anfragen kaum retten“, sagt VerA-Koordinatorin Stefanie Köpping. „Die Nachfrage ist so hoch, dass wir händeringend neue Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter suchen.“ Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte Berufs- und Lebenserfahrung mitbringen und im Ruhestand oder mindestens 45 Jahre alt sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Registrierung als Senior Expertin oder Experte beim SES und die Teilnahme an einer zweitägigen Schulung. Beides ist selbstverständlich kostenlos.

Treffen wie das in Bad Kreuznach finden mehrmals im Jahr in allen Regionen Deutschlands statt. Diskutiert werden Themen wie der richtige Umgang mit Lernschwierigkeiten, Konflikten in Berufsschule, Ausbildungsbetrieb oder im privaten Umfeld der Auszubildenden. Im Rahmen der Veranstaltung nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch an einem Workshop zum Thema „Sprachförderung für Flüchtlinge in der Ausbildung“ teil, der von Dr. Karin Wullenweber vom Verein FRESKO e.V. organisiert worden war.

Die Initiative VerA ist ein überaus erfolgreiches Angebot für Auszubildende, die sich Unterstützung durch einen persönlichen Coach wünschen.

Es ist für alle kostenfrei. Seit Ende 2008 haben bundesweit mehr als 10.000 junge Menschen eine Ausbildungsbegleitung in Anspruch genommen – über 80 Prozent von ihnen mit Erfolg.

Der Senior Experten Service (SES) – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – ist die größte deutsche Ehrenamtsorganisation für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand oder in einer beruflichen Auszeit (Weltdienst 30+). Seit 1983 gibt die Bonner Organisation weltweit Hilfe zur Selbsthilfe. In Deutschland unterstützt der SES insbesondere junge Menschen in Schule und Ausbildung.

Partner des SES bei VerA sind der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Freien Berufe (BFB). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert VerA im Rahmen der Initiative Bildungsketten. Das bundesweite Angebot ist für Auszubildende, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe kostenfrei.

Für weitere Informationen und Kontakt klicken Sie auf diesen Link Initiative VerA , rufen Sie an unter 0228 26090-40 oder schreiben Sie eine E-Mail direkt an vera[a]ses-bonn.de

16. Februar 2018
von Wencke Strauss
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FRESKO engagiert sich im IQ Landesnetzwerk Hessen für Antidiskriminierung

Antidiskriminierung als Querschnittsthema in Beratung, Schulung und Qualifizierung beim Gesamtnetzwerktreffen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ in Hessen

Anfang Februar fand das IQ Gesamtnetzwerktreffen Hessen aller 22 Teilprojekte und der Koordination in Frankfurt am Main statt. Neben dem aktuellen Stand in den Schwerpunkten Beratung, Qualifizierung und Schulung wurde am Nachmittag das Thema Antidiskriminierung als Querschnittsaufgabe des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ bearbeitet. Kathrin Giebeler von FRESKO e.V. führte gemeinsam mit Dr. Lara Sigwart einen der Workshops zum Auftakt des Themas „Antidiskriminierung“ durch.

Kathrin Giebeler und Dr. Lara Sigwart auf dem IQ Landesnetzwerktreffen

Austausch aller Teilprojekte

In angenehmer Atmosphäre im Ökohaus Ka Eins regte der Tag dazu an, die anderen IQ Teilprojekte in Hessen kennen zu lernen. Aus allen Handlungsschwerpunkten (HSP) waren IQ-Kolleginnen und -Kollegen vertreten und gaben an „Themeninseln“ Einblicke in ihre Arbeit. Die als Wandel-Essen gestaltete Mittagspause bot Gelegenheit, die verschiedenen Themeninseln zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Antidiskriminierung

Am Nachmittag waren alle Anwesenden gefordert, ihr Teilprojekt und ihre Arbeit im Rahmen der querschnittsmäßigen Umsetzung von Antidiskriminierung kritisch zu reflektieren. Anlässlich der Einführung des IQ Selbstverständnisses „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“ sollten erste Impulse zur praktischen Umsetzung erarbeitet werden. Das Thema Antidiskriminierung wurde in drei Workshops hinsichtlich der Bedarfe für die Angebote, für die Teilprojektträger und für die Zielgruppen diskutiert. Organisiert und moderiert wurden die Workshops neben den FRESKO-Mitarbeiterin Kathrin Giebeler und Dr. Lara Sigwart durch Steffen Rink (Arbeit und Bildung e.V.) sowie Ghodsi Hejazi und Anja Kallabis von Salzen (KUBI – Verein für Kultur und Bildung e.V.).

So beschäftigte sich ein Workshop mit dem Thema „Teilhabe, Selbstbestimmung und Empowerment der Zielgruppe intensivieren“, um Teilnehmerinnen und Teilnehmer in IQ Maßnahmen vor Diskriminierung zu schützen und sie zu stärken. Ein weiterer Aspekt des neuen Selbstverständnisses wurde im Workshop „Was brauche ich als Mitarbeitende/r im IQ Landesnetzwerk Hessen?“ beleuchtet. Dabei ging es um die Umsetzung innerhalb der Teilprojekte aus Perspektive der Mitarbeitenden.

Präsentation (jpg, 888 KB): FRESKO e.V. und Arbeit und Bildung e.V. unterstützen bei Interkultureller Öffnung.

Diskriminierungsfreie Angebote

Die Arbeitsgruppe „Diskriminierungsfreie Angebote gewährleisten“ fragte kritisch nach, ob die Angebote aus der Perspektive der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon diskriminierungsfrei sind oder an welchen Stellen noch Verbesserungen notwendig sind.

Die Anwesenden formulierten u.a. die Notwendigkeit von Schulungen in Sprachsensibler Beratung und Interkultureller Fallbesprechung für die IQ-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Außerdem die Überarbeitung der Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich verständlicher Sprache, die Etablierung flexibler Unterrichtszeiten oder Unterrichtsmodelle, die Ausweitung der Angebote in die Fläche oder die Entwicklung einer praktischen Checkliste ebenso wie Haltungsarbeit. Mittelfristig wird die Einrichtung einer AG Antidiskriminierung im Landesnetzwerk Hessen das Thema weiter voranbringen.

Viele Themen und Ideen weisen über das Ende der aktuellen Förderperiode 2018 hinaus und so schloss auch Constanze Brucker, die Projektleitung der Landeskoordination bei der INBAS GmbH, den abwechslungsreichen Tag voller Eindrücke und Anregungen mit einem Blick auf die nächste IQ Förderperiode 2019-2022.

Die Arbeit zu Antidiskriminierung, zielgruppenorientierten Qualifizierungen, Interkultureller Öffnung, dem Thema Spracherwerb und Anerkennungsberatung soll weitergeführt werden.

Weitere Informationen zum FRESKO-Projekt Sprach- und kultursensible Beratung finden Sie auf unserer Internetseite.

12. Oktober 2017
von Wencke Strauss
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Stress in der Ausbildung? FRESKO-Beraterinnen leisten mit der Qualifizierten Ausbildungsbegleitung QuABB „Erste Hilfe“ für Azubis

Es gibt Tage, an denen sie ihre Ausbildung am liebsten abbrechen würde. Das sind Tage, an denen sie ihrer Chefin nichts recht machen kann. „Sie ist nie mit meiner Arbeit zufrieden“, klagt die 18-Jährige. Ihren Namen möchte sie nicht nennen. Seit 2016 macht sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Oft macht ihr die Arbeit Spaß. Doch fühlt sie sich auch oft gekränkt und missverstanden.

Jeder 5. Azubi erlebt solche oder andere Stress-Situationen und schmeißt deshalb seine Ausbildung hin. Das muss nicht sein!

Der Chef brüllt, die Eltern nerven oder die Berufsschullehrerin erzählt unverständliches Zeug? Solche Schilderungen hinterfragen die QuABB-Ausbildungsbegleiterinnen im Gespräch mit den Ratsuchenden. Allerdings gibt es auch immer wieder Fälle, in denen die AusbilderInnen mangelnde Pünktlichkeit oder fehlende Motivation seitens der Azubis beklagen. Fast ein Viertel der Auszubildenden löste bisher ihren Vertrag vorzeitig auf, ergab eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung.

Damit es nicht so weit kommt, gibt es in Hessen das Programm QuABB (Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule). Das Programm hat zum Ziel, Ausbildungsabbrüche im dualen System zu verhindern. QuABB unterstützt Auszubildende, ausbildende Betriebe, Eltern und Berufsschulen, wenn in der dualen Ausbildung Schwierigkeiten auftauchen. Und versucht damit, den Fortgang der Ausbildung zu sichern. Kommt es doch zu einem Abbruch, entwickeln die Ausbildungsbegleitungen gemeinsam mit den Ratsuchenden eine tragfähige Zukunftsperspektive

In Wiesbaden beraten Barbara Emmelheinz, Sabine Flügel und Petra Gandor im Berufsschulzentrum Kerschensteinerschule.

Lesen Sie hier einen aktuellen redaktionellen Beitrag im Wiesbadener Kurier zur Arbeit der QuABB-Beraterinnen in Wiesbaden.

4. September 2017
von Wencke Strauss
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PflegePRO Wiesbaden: Neuer Lehrgang zur Qualifizierung von ausländischen Fachkräften in der Gesundheits- und Krankenpflege und in der Altenpflege

Das Team von PflegePRO Wiesbaden – vier Mitarbeiterinnen von FRESKO e.V., tatkräftig unterstützt durch zwei Honorarlehrkräfte – wird zwischen Sommer 2017 und Frühjahr 2018 wieder insgesamt 18 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem EU-Ausland und aus sogenannten Drittstaaten, also Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer leben im Rhein-Main-Gebiet und sind bereits bei stationären Altenpflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten oder in der häuslichen Intensivpflege bei schwerst-pflegebedürftigen Klienten tätig. Sie alle müssen noch die volle Gleichwertigkeit ihrer Berufsabschlüsse mit der deutschen Ausbildung zur Fachkraft für Gesundheits- und Krankenpflege erreichen, bevor sie – mit einem großen Aufgaben- und Verantwortungsspektrum ausgestattet – in der Pflege in Deutschland durchstarten können.

Teilnehmerinnen des Sommer/Herbst-Kurses PflegePRO Wiesbaden bei der Vorbereitung auf die Sprachprüfung „B1-B2 Pflege“ von telc

Ein Drittel, nämlich die EU-Bürgerinnen und -bürger aus Bulgarien und Rumänien, deren Ausbildungsabschlüsse mit den deutschen äquivalent sind, benötigt für die volle Gleichwertigkeit nur ein Sprachzertifikat.

Zwei Drittel müssen auch noch eine Fachprüfung ablegen und haben sich für die sogenannte Kenntnisprüfung entschieden: Diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer – sie kommen aus Albanien, aus Bosnien und Herzegowina, aus Kasachstan und aus Serbien – werden im Herbst und Winter 2017 bei dem FRESKO-Kooperationspartner Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden einen Vorbereitungslehrgang auf die Fachprüfung besuchen sowie im ersten Quartal 2018 ein dreiwöchiges Praktikum absolvieren. Eine mündliche und eine praktische Prüfung schließen sich jeweils an das theoretische und an das praktische Qualifizierungsmodul an. FRESKO e.V. begleitet den Lehrgang mit einem Integrierten Fach- und Sprachlernen (IFSL).

Offenheit und Respekt

Am 1. August 2017 bereits hat der Vorbereitungskurs auf die Sprachprüfung „telc Deutsch B1-B2 Pflege“ begonnen. Die neun Teilnehmerinnen und zwei Teilnehmer sind mit großer Motivation dabei und bereiten sich mit diesem Qualifizierungsmodul auf den Prüfungstermin am 3. November vor. Leicht fällt es jedoch nicht, oft lange nach Ende des Berufsschulbesuches und Abschlusses der Ausbildung, mit zum Teil Jahrzehnten an Berufsjahren im Gepäck und der in dieser Zeit bereits erreichten Anerkennung als gute Fachkräfte, vielleicht sogar Spezialisten für ein spezifisches Pflegegebiet, noch einmal die Schulbank zu drücken. Und sich auf eine Prüfung vorzubereiten, mit der die persönliche Kompetenz gemessen und bewertet wird, im Beruf bestehen zu können – sprachlich und natürlich bei einer pflege-berufsbezogenen Sprachprüfung auch fachlich. Die beiden Lehrkräfte und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen daher, Offenheit und gleichzeitig Respekt für das Pflege-Sprach-Thema wie auch füreinander zu kultivieren.

Teilnehmerinnen von PflegePRO Wiesbaden: Oft muss man genauer hinschauen, diskutieren, wiederholen, weil viele Sprachhandlungen noch ungewohnt sind – auch wenn es der erlernte Beruf ist

Offenheit und Respekt gegenüber dem neuen Pflegesystem, in dem die angehenden Fachkräfte auch mit neuen sprachlichen Handlungszusammenhängen konfrontiert sind. Die Lehrkräfte kommen selbst trotz muttersprachlichen Beherrschens des Deutschen nicht selten an die eigenen Grenzen, die Unterrichtsvorbereitung ist ungemein zeitintensiv und beide Lehrerinnen haben den Eindruck, mittlerweile schon eine halbe Ausbildung absolviert zu haben – so viel haben sie sich bereits über das Thema Pflege in Deutschland anlesen und anlernen müssen. Sie wissen daher: Das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgehend von einem mittleren Sprachniveau leisten, würde auch Muttersprachlern schwerfallen und die angehenden Pflegefachkräfte müssen in der Zielsprache Deutsch absolut pflege-handlungskompetent sein, denn sie tragen Verantwortung für das Leben und die Gesundheit anderer Menschen. Ebenso wichtig sind Offenheit und Respekt gegenüber der erreichten Lebensleistung jeder und jedes einzelnen und gegenüber dem individuellen Wunsch, in Deutschland im Beruf Erfüllung und Akzeptanz zu finden und sich mit oder ohne Familie noch einmal ein ganz neues Leben aufbauen zu können.

„Erst einmal die Anerkennung schaffen, dann sehen wir weiter!“

Es gibt also immer spannende und machmal auch angespannte Unterrichtssituationen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie für Lehrkräfte, nach mittlerweile einem im Lehrgang vergangenen Monat sehen dennoch alle die Fortschritte – die Tag für Tag und mit kleinen Fußstapfen erreicht werden. Und wie sehen die Wünsche für die Zukunft aus? „Erst einmal die Anerkennung schaffen, dann sehen wir weiter!“ oder „Ich möchte auf der Arbeit gut funktionieren, möchte in der Berufssprache professioneller auftreten“, sagen eigentlich alle. Viele aber werfen auch schon den Blick weiter voraus: „In meinem früheren Spezialgebiet Intensiv- und Notfallmedizin im Krankenhaus arbeiten!“ – „Eine Weiterbildung zur Wundmanagerin machen.“  – „Mein im Herkunftsland begonnenes pharmazeutisches Studium in Deutschland fortsetzen und erfolgreich abschließen!“ – „PDL (= Pflegedienstleiter/-in) werden!“ PflegePRO Wiesbaden begleitet Menschen mit diesen Zukunftswünschen ein Stück auf ihrem Weg.

Möchten auch Sie unsere Arbeit ein Stück voranbringen? FRESKO begleitet. Unterstützen Sie uns dabei! Zum Spendenformular geht es hier.

FRESKO e.V. bietet das Projekt PflegePRO Wiesbaden im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ an. Das Förderprogramm IQ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

4. September 2017
von Wencke Strauss
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FRESKO e.V. stattet Schulungsräume im „Haus des Handwerks“ in der Rheinstraße neu aus – möglich gemacht durch eine Privatspende

Die FRESKO-Schulungsräume im „Haus des Handwerks“ empfangen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Qualifizierungs- und Sprachförderprojekten seit August 2017 mit modernem und funktionellem Mobiliar.

FRESKO-Geschäftführerin Ruth Weber-Jung und Spenderin Monika Strauß mit neuem Mobiliar

Mithilfe einer Privatspende von Monika Strauß aus Bad Soden am Taunus wurde es möglich, für die beiden Räume im Vorderhaus der Rheinstraße 36 in der Wiesbadener Innenstadt, in denen kleinere Gruppen unterrichtet werden sowie individuelle Coachings für Arbeit und Beruf stattfinden und die aufgrund der Platzknappheit nicht mit an den Wänden fixierten Tafeln oder regulären Schultischen ausgerüstet werden konnten, zwölf ergonomische Seminar-Stühle aus Holz mit stabilen Klapp-Tischchen sowie ein mobiles Whiteboard und einen Flippchart-Ständer anzuschaffen.

Monika Strauß mit dem Pojekt-Team: (vlnr) Kathrin Giebeler, Wencke Strauß, Dr. Lara Sigwart

Bereits seit Anfang August findet in einem der beiden Schulingsräume ein Lehrgang zur Qualifizierung von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpflegern statt, die über eine im europäischen oder außer-europäischen Ausland abgeschlossene Ausbildung verfügen und die die volle Gleichwertigkeit ihrer Berufsabschlüsse auch in Deutschland anstreben, um im Rhein-Main-Gebiet eine Tätigkeit als Fachkräfte für Gesundheits- und Krankenpflege aufnehmen zu können. Der Lehrgang findet zwei- bis dreimal wöchentlich ganztägig von halb neun Uhr morgens bis kurz vor drei Uhr nachmittags statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbringen also den Großteil ihrer Unterrrichtsage im Schulungsraum und profitieren insofern ungemein von den neuen Möbeln und davon, dass trotz Stühlen und Tafel noch genug Platz ist für aktivierende Übungen, für Partner- und Gruppenarbeit oder einfach für den informellen Austausch in der Pause.

FRESKO-Geschäftsführerin Ruth Weber-Jung dankte am 29. August 2017 der Spenderin bei Anwesenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des laufenden Lehrgangs und des Projekt-Teams, das den Lehrgang begleitet, mit einem Blumenstrauß und einer kleinen Aufmerksamkeit.

Nach dem Hintergrund ihrer Spende befragt, formulierte Frau Strauß ihre Motivation so:

„Ich habe auch bisher schon oft hier und da gespendet, war aber zunehmend nicht mehr zufrieden damit, dass meine Spenden, die kleinen und die größeren, irgendwo in den Organisationen versickern. Ich wollte sehen, wofür mein Geld verwendet wird, wollte das auch mitbestimmen dürfen und wollte unmittelbar etwas für Projekte tun, die anderweitig vielleicht Schwierigkeiten gehabt hätten, gerade das, was meine Spende abdecken würde, anzuschaffen oder zu realisieren. FRESKO e.V. war mir aus persönlichen Kontakten bekannt und ich weiß, dass es für kleine Bildungsträger oft schwierig ist, spezifisch Mobiliar, neue Computer o.ä. zu finanzieren. Ich freue mich, heute an diesem Tag auch die Menschen zu treffen, die meine Spende direkt im Rahmen ihres Lehrgangs nutzen, ja wortwörtlich: benutzen. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie ihre Qualifizierung erfolgreich abschließen können! Sie sind als angehende Pflege-Fachkräfte sehr wichtig für unsere Gesellschaft.“

Möchten auch Sie unsere Arbeit ein Stück voranbringen? FRESKO begleitet. Unterstützen Sie uns dabei! Zum Spendenformular geht es hier.

12. Juni 2017
von Ingrid Weinreich
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Gewinnen Sie mit ProAbschluss auf dem Hessentag eine Powerbank – Kommen Sie vom 09. – 18. Juni 2017 vorbei und besuchen Sie unsere Bildungscoaches von ProAbschluss am Infomobil!

Wir sind dabei und beraten Sie gerne über das Projekt ProAbschluss – Ihre Möglichkeit zur beruflichen Qualifizierung.

ProAbschluss ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die keinen Berufsabschluss in dem aktuellen Tätigkeitsfeld aufweisen, eine berufliche Qualifizierung mit Hilfe der Förderung von ProAbschluss. Gefördert wird das Projekt ProAbschluss durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, sowie mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. 50 % der Weiterbildungs- und Prüfungskosten werden durch den Qualifizierungsscheck übernommen. Zusätzlich begleiten die Bildungscoaches das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter bis zum erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung.

Beratungen zur beruflichen Qualifizierung

ProAbschluss auf dem Hessentag in Rüsselsheim

Wie funktioniert ProAbschluss? Die Bildungscoaches beraten Sie gerne direkt am Infomobil.

Wenn Sie es nicht nach Rüsselsheim schaffen, beraten wir Bildungscoaches Sie gerne unverbindlich zu Möglichkeiten der beruflichen Qualifizierung in der Landeshauptstadt Wiesbaden bei FRESKO e.V.

Eine berufliche Qualifizierung ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer ein Gewinn!

Vereinbaren Sie schon heute Ihren Termin unter der Tel.: 0611-408074-66 oder 67 oder unter der E-Mail: i.weinreich@fresko.org bzw. m.kraul@fresko.org

Wir freuen uns auf Sie!

4. Mai 2017
von Ruth Weber-Jung
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5. Deutscher Diversity Tag – FRESKO e.V. feiert mit!

Den 5. Diversity-Tag feiern wir dieses Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung für Kinderhilfe Knettenbrech auf dem Hofgut Amada in Wiesbaden-Frauenstein. Wir freuen uns einen schönen Tag mit Teilnehmenden der FRESKO-Projekte (Integrationskurs, Alphabetisierungskurs, Asylbetreuung, etc.) sowie den Mitarbeitenden von FRESKO e.V. zu verbringen. Diversity begleitet FRESKO als Verein für Bildungs- und Kulturarbeit nun seit mehr als 30 Jahren. Tagtäglich leistet der Verein mit seinen Mitarbeitenden, der Geschäftsführung und dem Vorstand seinen Beitrag zur Integration, Ausbildung, Weiterbildung, Qualifizierung, Berufsorientierung, Sprachförderung von Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Religionen. Dabei achten wir stets auf Gleichberechtigung und Anti-Diskriminierung.

Der Tag wird durch vielfältige Angebote gestaltet. Sports, Musik, Naturerfahrung, Kultur und selbstverständlich kulinarischen Genüsse stehen auf dem diesjährigen Programm.

Seit dem 8. April 2015 gehört FRESKO e.V. zu den Unterzeichnern der Charta der Vielfalt.

Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung stehen wir dafür, Unterschiedlichkeit aktiv in unserer Organisation bewusst zu machen.

Im Rahmen dieser Charta werden wir

eine Organisationskultur pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Vorgesetzte wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Werte erkennen, teilen und leben. Dabei kommt den Führungskräften bzw. Vorgesetzten eine besondere Verpflichtung zu, 

  1. unsere Personalprozesse überprüfen und sicherstellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserem Leistungsanspruch gerecht werden,
  2. die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Organisation anerkennen, die darin liegenden Potenziale wertschätzen und für das Unternehmen oder die Institution gewinnbringend einsetzen,
  3. die Umsetzung der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs machen,
  4. über unsere Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung jährlich öffentlich Auskunft geben, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Diversity informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einbeziehen.