Fresko e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

Neuer Berufssprachkurs „Spezialmodul A2“ startet im April

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Wer Deutsch spricht, findet sich in Deutschland schneller zurecht und hat es in vielen Dingen leichter. Im täglichen Leben wie im Beruf verbessern Sprachkenntnisse das Miteinander. Gute Deutschkenntnisse sind zudem die Grundvoraussetzung dafür, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und sich im Berufsleben behaupten zu können.

Seit November 2016 bietet FRESKO berufsbezogene Sprachkurse, sogenannte DeuFöV-Kurse auf B1- und B2-Niveau an.

Übergreifendes Ziel der berufsbezogenen Deutschsprachförderung ist die schnelle und nachhaltige Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt bzw. in weiterführende Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen durch Schaffung bzw. Erhaltung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeiten.

Eine weitere Besonderheit ist das Spezialmodul A2.

Ziel dieses Kurses ist, dass die Teilnehmenden innerhalb von 400 Unterrichtseinheiten (= UE) Kenntnisse und Kompetenzen in der deutschen Sprache erwerben, die im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) mit dem Sprachniveau A2 definiert sind. Das Spezialmodul A2 endet mit einer Abschlussprüfung, die nach dem GER das Können und die Zuordnung zu der Niveaustufe A2 bestätigt. Es kommen hierbei ausschließlich Prüfungen zum Einsatz, die alle vier sprachlichen Fertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Sprechen und Schreiben) abbilden.

Im Rahmen des Spezialmoduls A2 wird neben der Lehrkraft in jedem Kurs eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung stehen.

Die sozialpädagogische Fachkraft ist für eine Vielzahl an Beratungsaktionen zuständig und entlastet die Lehrkraft bei Themen außerhalb des Unterrichtsgeschehens. Sie kommt deshalb zum Einsatz, weil insbesondere Neuzugewanderte, die in Deutschland noch nicht vollständig angekommen sind, neben der Sprachförderung auch sozialpädagogische Unterstützung benötigen. Die Unterstützung umfasst ein großes Spektrum und reicht von eher alltäglichen Problemen wie der Wohnungssuche bis hin zur Bewältigung traumatischer Erlebnisse. Gerade dieser letzte Gesichtspunkt ist bei der Vielzahl von geflüchteten Kursteilnehmenden von hoher Bedeutung.

Zu der Zielgruppe gehören Zugewanderte einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben. (Letzteres gilt nur für die fünf Herkunftsländer Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia).

Ausgeschlossen sind Geflüchtete aus sicheren Herkunftsländern.

Wenn sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, können sie an Spezialmodulen der nationalen berufsbezogenen Sprachförderung teilnehmen, sofern sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den Arbeitsalltag zu meistern. Es besteht für sie ein Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit. Die Zahlung des Beitrags kann auch durch den Arbeitgeber erfolgen.

Für die Teilnahme am A2-Spezialmodul benötigt man einen Berechtigungsschein. Die Berechtigungen werden vom Jobcenter bzw. von der Agentur für Arbeit ausgestellt.

In dem Kurs vertiefen die Teilnehmer Ihren Wortschatz in bestimmten Tätigkeitsfeldern und lernen fachbezogenes Deutsch für Ihren Beruf. Durch ein spezielles Prüfungstraining (zusätzlich 100 Unterrichtsstunden) werden die Teilnehmer auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

Der Unterricht wird von Montag bis Freitag und voraussichtlich am Vormittag von 08:45 bis 12:45 Uhr stattfinden.

Weitere Information finden Sie auf unserer Projektseite „Berufssprachkurse (DeuFöV)“.

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