Die Lerncafés starten 2023 im Quartier Schelmengraben
Nach der Kontaktaufnahme zu relevanten Akteuren vor Ort und der Zusage für Räumlichkeiten startete das erste Lerncafé, flankiert von einer Plakatierung im Stadtteil und der Vorstellung des Projekts bei den Akteuren am 01.03.2023. Im Herbst 2023 wurde das Projekt dann beim Quartiersmanagement Gräselberg vorgestellt und erhielt die Zusage für einen Raum im Stadtteilladen „TreffPunkt Gräselberg“. Hier startete das Lerncafé Gräselberg am 08.01.2024.
2025 schließlich wurde das dritte Lerncafé am 08.01.2025 im Quartier Sauerland eröffnet. Auch hier konnte das Lerncafé durch Netzwerken und Öffentlichkeitsarbeit intensiv beworben und schnell den Bewohner:innen bekannt gemacht werden.
146 Teilnehmende besuchten die drei Lerncafés
Die Zahl der geplanten Teilnehmenden wurde weit übertroffen, was darauf hinweist, dass die gute Etablierung und Vernetzung der Lerncafés trotz der in der Fachwelt als schwer zu erreichend eingeschätzten Zielgruppe funktioniert hat und das Angebot sich einen guten Namen bei allen Beteiligten machen konnte. Es spricht aber auch für die Nachfrage und den hohen Bedarf an Angeboten für Menschen, denen Lesen und Schreiben schwerfällt. Für das Projekt konnten Ehrenamtliche gewonnen werden, die die Mitarbeiterinnen tatkräftig unterstützten.
Die Entwicklung von Materialien und die damit verbundene Erstellung von didaktischen Lernsettings nahm großen Raum in der Arbeit des Teams ein, um passgenau mit den Teilnehmenden an ihren Themen, in ihrem Tempo und mit ihren Voraussetzungen arbeiten zu können. Materialien und Lernsettings wurden individuell auf Teilnehmende zugeschnitten in Bezug auf ihren Bedarf, ihre Lebenswelt, ihr Sprachniveau (von Alpha-Level 1-4/auf Buchstabenebene bis hin zu komplexeren Texten), ihre individuellen Lernfortschritte und ihre individuelle Förderung der Leseflüssigkeit.
Vernetzung mit relevanten Akteuren
Die Vernetzung erfolgte kontinuierlich, um mit dem Angebot in den Quartieren, in der Fachwelt und in der Öffentlichkeit sichtbar zu werden und zu bleiben, und auch, um aktuelle Bedarfe und Entwicklungen zu erfahren und Ergebnisse und Erkenntnisse zu kommunizieren.
Folglich wurde das gesamte Projekt bei relevanten Akteuren in Wiesbaden vorgestellt, die als wichtige Multiplikator:innen potentielle Teilnehmende regelmäßig an das Projekt verwiesen.
Veranstaltungen und Schulungen
Neben der Arbeit mit den Teilnehmenden bestanden die Aufgaben des Teams aus der Bekanntmachung des Themas in der Öffentlichkeit und deren Sensibilisierung, um die Situation von gering Literalisierten zu verbessern und auch, um diese noch besser zu erreichen. Dazu wurden jedes Jahr zahlreiche Aktionen in den Quartieren, meist in Synergie mit anderen Akteuren und Themen, durchgeführt, unter anderem Informationsstände, besondere Events bei Aktionstagen, Stände und Aktionen bei Stadtteilfesten in den Quartieren sowie Lesungen in einfacher Sprache.
Dieses Projekt wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.
