FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

23. Juli 2024
von Ingrid Weinreich
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Aus der Praxis für die Praxis

Die Bildungscoaches von FRESKO e.V. waren im vergangenen Monat gleich an zwei interessanten Veranstaltungen der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz als Referentinnen gefragt. Sie nutzten diese Veranstaltungen, um ihre Expertise und praktischen Erfahrungen im Bereich der Qualifizierungs- und Fördermittelberatung einem interessierten Publikum zu veranschaulichen. Neben fachspezifischen Einblicken in die Praxiswelt als Beraterin und Coach, präsentierten sie das Förderprogramm „Bildungscoaches“, welches vom hessischen Wirtschaftsministerium initiiert und aus europäischen Mitteln finanziert wird.

Tag der Erwachsenenbildung: Beratung zwischen Person und Organisation

Zunächst nahmen die Bildungscoaches als Referentinnen am „Tag der Erwachsenenbildung“ teil, einer Veranstaltung, die vom Team rund um Prof. Dr. Sebastian Lerch vom Lehrstuhl für Erwachsenen- und Weiterbildung professionell organisiert wurde. Unter dem Titel „Beratung zwischen Person und Organisation“ bot die Tagung eine Plattform für fachliche Diskussionen aktueller Themen und Herausforderungen im Feld der Erwachsenenbildung.

Programm am Tag der Erwachsenenbildung an der Universität Mainz (1)

Die Bildungscoaches stellten im Rahmen eines Vortrags das Projekt Bildungscoaches des Landes Hessen vor und gaben dem Publikum Einblicke in ihre Arbeit mit Beschäftigten und Personalentscheidern.  Sie veranschaulichten, wie durch gezielte Beratung und individuelles Coaching persönliche und organisationale Entwicklungen gefördert werden können. Ein besonderer Fokus lag auf der Präsentation von Praxisbeispielen, die die Wirksamkeit und den langfristigen Nutzen der Beratung für den Beschäftigten, aber auch für die Unternehmen im Hinblick auf die Entwicklung von Fachkräften verdeutlichen und den Erfolg der beruflichen und persönlichen Entwicklung durch Qualifizierung und Coaching aufzeigen.

Prof. Lerch mit Teilen seines Teams und den Bildungscoaches

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Webseite des „Tag der Erwachsenenbildung“ sowie in der Agenda der Tagung.

 

 

Einblicke in die Berufswelt: Praxisworkshop für Studierende der Johannes-Gutenberg Universität (JGU)

Im Rahmen der Vortragsreihe, „Pädagogik, Praxis, Perspektiven“, organisiert von der Fachschaft des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, fand kürzlich ein praxisorientierter Workshop statt. Die Bildungscoaches von FRESKO e.V. boten den teilnehmenden Studierenden, umfassende Einblicke in die Berufsfelder Beratung und Coaching.

Ingrid Weinreich und Claudia Ackermann präsentieren die Qualifizierungsberatung der Bildungscoaches des Landes Hessens (2)

Die Bildungscoaches von FRESKO e.V.  erläuterten die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, die dieser Beruf mit sich bringt, und betonten die Bedeutung des Coachings für die berufliche Entwicklung und Zufriedenheit von Beschäftigten. Sie stellten den Verein FRESKO e.V.  sowie das Projekt Bildungscoach von Hessen vor und erklärten, wie sie durch individuelle Beratung und gezieltes Coaching Beschäftigte und Personalverantwortliche in ihrer beruflichen Entwicklung und Karriereplanung unterstützen. Anhand von konkreten Praxisbeispielen verdeutlichten sie die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und positiven Effekte des Qualifizierungsscoachings.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Webseite der Fachschaft Erziehungswissenschaft.

Interaktive Workshop-Sequenzen

In beiden Veranstaltungen boten die Bildungscoaches interaktive Sequenzen an, wodurch die theoretischen Inhalte der Vorträge durch praktische Übungen vertieft wurden. Dies ermöglichte es den Teilnehmenden, sich aktiv mit den Themen Kompetenzen und berufliche Vision auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden hatten hierbei die Gelegenheit, ihre persönlichen Erfahrungen und Vorstellungen einzubringen und zu reflektieren.

Bildungscoaches mit der Fachschaft der Erziehungswissenschaften der Universität Mainz

Fazit

Die Veranstaltungen an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz boten eine hervorragende Möglichkeit, die wertvolle Arbeit und die positiven Auswirkungen des hessischen Projekts Bildungscoach zu präsentieren. Durch die vielfältigen Zielgruppen der beiden Veranstaltungen und die interaktiven Workshops konnten die Bildungscoaches von FRESKO e.V. ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben und damit ihren Beitrag zur Erwachsenenbildung und zur Bedeutung der beruflichen Qualifizierung leisten.

(1) + (2) Quelle der Bilder: Erwachsenen- und Weiterbildung vom Institut der Erziehungswissenschaften der Johannes Gutenberg- Universität Mainz

12. Juli 2024
von Ingrid Weinreich
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Hurra, die Zeugnisse sind da!

Das erfolgreiche PUSCH-Schuljahr 2023/24 ist zu Ende gegangen und wir haben viel zu feiern

Erfolgreicher Schulabschluss mit Zeugnisübergabe

Angelina und Leonie haben nicht nur ihren Schulabschluss geschafft, sondern auch ihre Ausbildungsverträge unterschrieben

Der 05.07.2024 bleibt für immer als ein besonderer Tag in Erinnerung der beiden PUSCH-Klassen. Als ein Tag unendlicher Freude, des Lachens, der rührenden Momente, Umarmungen, bewegenden Dankesreden und vor allem der Ausgabe der ersehnten und hart erarbeiteten Hauptschulabschlusszeugnisse. Diese Freude wurde im Rahmen der Abschlussfeier in der Sporthalle der IGS Obere Aar zusammen mit Lehrern, PUSCH-Coaches und Eltern bis in die Abendstunden richtig zelebriert. In zahlreichen Gesprächen mit anwesenden Schüler*innen, Klassenlehrern, allen drei PUSCH-Coaches und Eltern kam diese Freude sehr stark zum Ausdruck und das PUSCH-Jahr wurde von allen sehr positiv bewertet.

Viele unserer Schüler*innen haben einen Doppelerfolg erlangt, indem sie bereits ihre Ausbildungsverträge unterschrieben haben. Insgesamt sind es 11 PUSCH-Schülerinnen und -Schüler, die zum 01.08.2024 mit der Ausbildung in verschiedenen handwerklichen oder Dienstleistungs- und Gesundheitsberufen ihre Ausbildung beginnen werden!

Wir sind auf alle unsere Schüler*innen sehr stolz und wünschen ihnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg!

Eure PUSCH-Coaches Ewa Hartmann, Felix Beßler und Vera Weisbeck

8. Juli 2024
von kathrinkomora
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FRESKO beim Tiny Friday

Der Tiny Friday im Schelmengraben ist fest gesetzt. An diesem Freitag war wieder das Lerncafé mit einer Aktion im Tiny House dabei, und das mit einem „wortwörtlich“ passenden Angebot: ein Spielenachmittag für Groß und Klein rund um Buchstaben, Wörter und Zahlen.

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich an verschiedene Spieltische setzen und gemeinsam Scrabbel, Boggle, LetraMix oder Kniffel spielen. Die Mitarbeiterinnen des Lerncafés schafften nicht nur den gemütlichen Rahmen zum Spielen, sondern waren auch selbst begeisterte Mitspielerinnen. Während des Spielens konnten sie den Interessierten das Lerncafé mit seinen Inhalten vorstellen und sie zu einem persönlichen Besuch einladen.

„Das Besondere an dem heutigen Nachmittag war, dass tatsächlich junge und ältere Bewohnerinnen und Bewohner des Schelmengrabens gemeinsam gespielt haben und viel Spaß zusammen hatten“, so Kathrin Giebeler, eine der Mitarbeiterinnen des Lerncafés.

 

 

 

 

 

 

 

Das Projekt Lerncafés bewegen wird von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen gefördert. Zudem wird das Projekt von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

Dieses Projekt wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

1. Juli 2024
von kathrinkomora
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Das Lerncafé beim Sport- und Stadtteilfest Gräselberg

Am Samstag, dem 29.06.2024 fand das Sport- und Stadtteilfest im Gräselberg statt. Mit dabei war das FRESKO-Lerncafé mit seinem Quiz- und Rätselstand für Groß und Klein. Nach der Begrüßung durch die Sozialdezernentin Dr. Becher, dem Fußballverein SC Gräselberg, dem Quartiersmanagement und dem Stadtteilzentrum konnte das bunte Treiben bei sonnigem Wetter auf und um den Sportplatz herum beginnen.

Das Fest war gut besucht und so kamen auch die FRESKO-Mitarbeiterinnen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und konnten ihr Lerncafé im Gräselberg vorstellen. Für größere Kinder und Erwachsene gab es neben Informationen zum Lerncafé kniffelige Buchstaben- und Wörterrätsel zu lösen. Die Kleineren konnten Buchstaben in vielfältiger Weise entdecken. Sie formten sie mit ihrem Körper, legten sie mit Schnürsenkeln oder errieten auf ihre Rücken gezeichnete Buchstaben, was den Kindern sichtlich Vergnügen bereitete. Auch die Erwachsenen entwickelten Ehrgeiz beim Rätseln, so dass die Verweildauer am Stand zudem für einen längeren Austausch Raum bot.

Das Lerncafé, das mittlerweile ein fester Bestandteil des Quartiers ist, machte mit dieser Aktion noch einmal auf sein Angebot aufmerksam und informierte gleichzeitig zum Thema geringe Literalität in der Gesellschaft.

 

Das Projekt Lerncafés bewegen wird von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen gefördert. Zudem wird das Projekt von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

Dieses Projekt wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

21. Juni 2024
von Wencke Strauss
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Einen Baum pflanzen und Wurzeln schlagen: InteA-Schülerinnen und -Schüler gestalten einen Garten an der Kerschensteinerschule

Marie Latsch (Schulsprecherin), Chiara Kyratzoglou (Stellvertreterin), Marle Alp (Schülerin), Achtahan Mastuhan (InteA-Schüler) (v.l.n.r.) arbeiten am neuen Garten an der Kerschensteinerschule. Der Garten ist Teil einer Wiesbadenweiten Initiative des Schüler*innenrats der Landeshauptstadt.

Wo zuvor Gras und Unkraut wild gewuchert hatten, entstand an nur einem Nachmittag ein schönes Beet mit neuen Pflanzen, Blumen und einem Apfelbaum. Dieser Ort wird nicht nur Bienen und anderen Insekten ein willkommenes Zuhause bieten, sondern auch ein Platz der Begegnung sein, an dem Schülerinnen und Schüler ihre Pausen genießen können.

Auf der Internetseite der Kerschensteinerschule gibt es im Artikel „KSS pflanzt Apfelbäumchen“ noch mehr Bilder von der Aktion zu sehen.

Nachhaltig lernen und leben

Der Garten ist Teil des Nachhaltigkeitsprojektes der Schülervertretung der Kerschensteinerschule, kurz: KSS, im Berufsschulzentrum in Wiesbaden – und wurde maßgeblich umgesetzt unter anderem von Schülerinnen und Schülern im Projekt Integration durch Anschluss und Abschluss, kurz: InteA.

Der innovative Vorschlag der Schülervertretung war im Rahmen einer neuen Initiative vom Stadtschüler*innenrat der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgewählt worden, spezifisch von dessen Ständigem Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Nachhaltigkeit. Der Ständige Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Nachhaltigkeit beschäftigt sich mit den Themen Verkehr, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in unserer Stadt. Unter anderem unterstützt sowie initiiert er die Umsetzung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten an Schulen und hat in diesem Zusammenhang das Gartenprojekt gestartet. Die Finanzierung für den Garten kam von der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRESKO e.V. hatten von diesem Projekt erfahren und Kontakt zur Schülervertretung der KSS aufgenommen. Schnell war man sich mit den Verbindungslehrkräften und der Schulleitung einig: Dies ist eine großartige Gelegenheit, um die InteA-Schülerinnen und -Schüler in den Schulalltag zu integrieren und den Austausch zwischen allen Schülerinnen und Schülern an der Kerschensteinerschule zu fördern.

Ökologischer Gewinn – und leckere Äpfel!

Der neue Garten ist nicht nur ein ökologischer Gewinn, sondern auch ein Zeichen für das Engagement und die Zusammenarbeit der Schulgemeinschaft der Kerschensteinerschule. Wir freuen uns auf viele schöne Pausen, inspirierende Begegnungen und die ersten Äpfel

Das Projekt InteA selbst gibt es schon viele Jahre in Hessen und an der Kerschensteinerschule. InteA richtet sich an Flüchtlinge, Spätaussiedler und Zuwanderer (Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger) zwischen 16 und 20 Jahren, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen mit dem Ziel, grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache in Verbindung mit einem beruflichen Fachspracherwerb zu vermitteln. Durch die Intensivsprachfördermaßnahme, die in der Regel bis zu zwei Jahre dauert, sollen flexible Übergänge in andere schulische Bildungsgänge ermöglicht oder Zugänge zur Ausbildungs- oder Berufswelt eröffnet werden.

InteA wird flankiert durch ein sozialpädagogisches Angebot, das durch FRESKO e.V. mit zwei Schulen in Wiesbaden umgesetzt wird: mit der Kerschensteinerschule und mit der Friedrich-List-Schule, beide im Berufsschulzentrum Wiesbaden.

Hinweis auf die Projektförderung: Es handelt um eine gemeinsame Förderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) und des Hessischen Kultusministeriums (HKM).

    

7. Mai 2024
von Wencke Strauss
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„Da helfen wir Ihnen!“ – Deutschsprachkurse bei FRESKO e.V. mit sozialpädagogischer Begleitung

Die Berufssprachkurse von FRESKO e.V. erhalten seit April 2024 tatkräftige Unterstützung von Vera Weisbek. Sie übernimmt, gemeinsam mit Ihrer Kollegin Daniela Frusteri, die schon seit 2023 dabei ist, die sozialpädagogische Begleitung der Maßnahmen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung – so heißen die Deutschsprachkurse im Aufenthaltsgesetz nämlich offiziell.

„Ich freue mich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Sprachkurse bei all ihren Anliegen unterstützen zu können. Die Vielfalt der Menschen und Lebenshintergründe macht meine Arbeit vielseitig und spannend. Außerdem halte ich es für sehr wertvoll, da ich dazu beitragen kann, das Einleben in Wiesbaden und die allgemeine Integration in unser Land zu fördern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen sich sehr dankbar und können z.B. durch das gemeinsame Bewältigen der bürokratischen Herausforderungen auch nachhaltig von der Arbeit der Sozialpädagoginnen profitieren.“ – Vera Weisbek

„Die Teilneherinnen und Teilnehmer kommen gerne in unsere Sprechstunden, weil wir die Gespräche mit viel Empathie und Engagement gestalten. Dazu stehen meiner Kollegin und mir schöne und freundliche Räumlichkeiten zur Verfügung.  Jeder und Jede, der/die einen Termin möchte, bekommt diesen schnell und problemlos, ohne lange Wartezeiten.“ – Daniela Frusteri

Die beiden Pädagoginnen bieten in ihren Sprechstunden Beratung und Unterstützung für alle Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer an

Dabei sind die Themen und Anliegen sehr unterschiedlich: Häufig geht es um das Ausfüllen und Verstehen von Formularen oder um Unterstützung bei Kontaktaufnahmen mit Ämtern, Fallmanagerinnen und Fallmanagern beim Kommunalen Jobcenter Wiesbaden, Vermietern usw. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer holen sich auch Hilfe und Tipps beim Erstellen ihrer Bewerbungsunterlagen oder bei der Berufsorientierung. Ebenso sind das Kündigen von Verträgen, die Wohnsituation oder Schwierigkeiten im Unterricht Themen in den Sprechstunden.

Darüber hinaus haben die beiden Pädagoginnen auch immer ein offenes Ohr bei persönlichen Problemen. Besonderen Fokus legt das Team bei seiner Unterstützungsarbeit darauf, die Ratsuchenden in ihrer Selbstständigkeit zu fördern und ihnen dabei auch die Hilfsstrukturen in und rund um Wiesbaden näherzubringen und somit ihre Integration zu fördern. Vera Weisbek hat bereits erste Kennenlern-Gespräche mit einzelnen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern geführt. Schon bei diesen ersten Kontaktaufnahmen konnte sie Berufssprachkurs-Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei vielen Fragen und Anliegen weiterhelfen oder mit einer Verweisberatung geeignete Ansprechpartner vermitteln.

19. April 2024
von Ingrid Weinreich
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Die Eberhard-Schöck-Stiftung unterstützt das Projekt QuABB – qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Wiesbaden

Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass die Eberhard-Schöck-Stiftung das Projekt QuABB (qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule) von FRESKO e.V. in seiner letzten Projektphase bis zum 30. Juni 2024 kofinanziert. Die Ausbildungsbegleiter*innen von QuABB haben sich zum Ziel gesetzt, Auszubildende in Hessen, die während ihrer Ausbildung auf Probleme stoßen, umfassend zu beraten und zu begleiten.

Die Herausforderungen, mit denen Auszubildende konfrontiert sein können, sind vielfältig und reichen von persönlichen Schwierigkeiten im privaten Umfeld über Probleme im Betrieb bis hin zu schulischen Herausforderungen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Ausbildung zu stabilisieren und den erfolgreichen Abschluss des Berufsabschlusses zu fördern.

Die Eberhard-Schöck-Stiftung unterstützt bereits in großzügiger Weise das Projekt der Lerncafés von FRESKO e.V., das seit Anfang 2023 aktiv ist. Die Lerncafés bieten einen wertvollen Raum für Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben. Durch die kontinuierliche finanzielle Förderung der Stiftung können wir sicherstellen, dass auch das Projekt QuABB in Wiesbaden effektiv und nachhaltig umgesetzt wird.

Die Stiftung setzt sich für Bildung und soziale Integration ein, und ihre Partnerschaft mit FRESKO e.V. unterstreicht das Engagement beider Organisationen, die Ausbildungschancen und -erfolge junger Menschen in Wiesbaden zu stärken. Wir sind dankbar für die finanzielle Unterstützung und die gemeinsame Vision einer gemeinsamen Vision einer qualifizierten Ausbildungsbegleitung.

Für weitere Informationen zum Projekt QuABB und den Aktivitäten von FRESKO e.V. laden wir Sie ein, unsere Webseite zu besuchen und sich über die positiven Entwicklungen in der Ausbildungsbegleitung zu informieren. Wir sind zuversichtlich, dass diese Partnerschaft die Ausbildungschancen für viele Auszubildende in Hessen nachhaltig verbessern wird.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union, aus Mitteln des Landes Hessen und  der Eberhard Schöck Stiftung finanziert.

 

2. Februar 2024
von Wencke Strauss
Kommentare deaktiviert für PUSCH-Klassen an der IGS Obere Aar: Ein erfolgreiches erstes Schulhalbjahr 2023/2024 geht zu Ende und wir blicken zurück

PUSCH-Klassen an der IGS Obere Aar: Ein erfolgreiches erstes Schulhalbjahr 2023/2024 geht zu Ende und wir blicken zurück

Auch im Schuljahr 2023/2024 nehmen neunte Klassen an der Integierten Gesamtschule (IGS) Obere Aar am Programm Praxis und Schule (PUSCH) teil. Das Programm war zum Sommer 2022 in Kooperation mit der IGS gestartet und läuft – nach vielbeachteten Erfolgen im Schuljahr 2022/2023 – mit zwei Schulklassen und einem erweitertem FRESKO e.V.-Team in der sozialpädagogischen Betreuung der PUSCH-Schülerinnen und -Schüler im zweiten und dritten Jahr in Taunusstein-Hahn. Praxis und Schule (PUSCH) steht unter Leitung des Hessischen Kultusministeriums und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

Und was für eine spannende erste Schuljahreshälfte, vollgepackt mit Erlebnissen und Lernanlässen, haben die PUSCH-Schülerinnen und -Schüler erlebt! Die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse am 02. Februar war für beide Klassen ein schönes Erlebnis. Wir wünschen unseren Schülerinnen und Schülern weiter viele Erfolge und ein gelungenes Praktikum, das in der nächsten Woche beginnt! Sie haben schon vieles gemeinsam angepackt und blicken sowohl mit Spannung voraus auf das, was sie nun in der zweiten Schuljahreshälfte erwarten wird, als auch zufrieden zurück auf alles, was bis jetzt passiert ist.

Aber der Reihe nach.

Max mit seiner „Schatzkiste“

„Handwerk live“ …

Im September 2023 haben beide PUSCH-Klassen an der „Handwerk live“ von Handwerkskammer Wiesbaden und Kreishandwerkerschaft Wiesbaden-Rheingau-Taunus im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) II teilgenommen und haben verschiedene handwerkliche Berufe kennen gelernt, einige konnten sie sogar selbst ausprobieren. Auf der „Handwerk live“ gab es unter anderem auch ein Quiz, bei dem die PUSCH-Schülerinnen und -Schüler ihre mitratenden Gegnerinnen und Gegner, prominente Gäste aus dem regionalen Handwerk, mit vielen richtigen Antworten hinter sich ließen.

Zum Standardprogramm für die PUSCH-Schülerinnen und -Schüler gehören die Fachpraxistage – die tatsächlich auch ein echter Renner sind. Im Rahmen der „Fachpraxis Elektrotechnik“ lernten beide Klassen, mit Hilfe eines Computerprogramms mit dem Namen „Arduino“ eine Schatzkiste mit einer elektronischen Steuerung zu öffnen und zu schließen. Die jeweiligen Kisten waren zuvor in der Holzwerkstatt hergestellt und in der Metallwerkstatt mit kleinen Metallelementen bestückt worden. Das Lernen mit „Arduino“ – einer quelloffenen und insofern durch jede Nutzerin und jeden Nutzer veränderbaren, aus Soft- und Hardware bestehenden Physical-Computing-Plattform – erfordert echte Teamarbeit und Ideenreichtum. Die Schülerinnen und Schüler beider PUSCH-Klassen halfen sich gegenseitig bei der Lösung der Probleme und suchten gemeinsam nach eventuellen Fehlern, so dass schrittweise mit dem Programm weitergearbeitet und neue Komponenten hinzugefügt werden konnten.

Das sieht doch schon mal sehr lecker aus! Leonie und Angelina beim Plätzchenbacken

… und noch mehr (Fach-)Praxis!

Die Klasse 9G, eine der beiden PUSCH-Klassen, hat sich das „Kochen“ ausgewählt als Fachpraxisthema. Nach einer etwas längeren Findungsphase, bei der es um das Aufräumen der Küche ging, etablierte sich eine gute Zusammenarbeit. Und natürlich isst man am gemeinsamen Mittagstisch, was man zuvor gekocht hat – und alles schmeckt wirklich immer super. In der Parallelklasse, der 9Fp, steht das Thema „Gesundheitspflege“ auf dem Fachpraxisprogramm. Die Schülerinnen und Schüler lernen so einiges über den Aufbau und Mechanismus des menschlichen Körpers, wie z.B. das Herz-Kreislauf-System oder die Muskulatur. Und auch, ganz wichtig, wie man sich bei medizinischen Vorfällen verhält und Erste Hilfe leisten kann.

Im November haben beide PUSCH-Klassen an verschiedenen Workshops im Rahmen des „Tages der Technik“ an den Beruflichen Schulen Untertaunus – praktischerweise nur einen Steinwurf entfernt von der IGS Obere Aar – teilgenommen. Mit dieser Veranstaltung wurde für die Schülerinnen und Schüler die Berufsfindung praktisch erlebbar.

Denn natürlich sollen die Schülerinnen und Schüler der neuten Klassen mittels Praktika Erfahrungen im echten Arbeitsleben sammeln – und die vielen praktischen Erlebnisse und Erfahrungen, die sie bis jetzt schon in ihrem letzten Schuljahr haben machen können, zahlen sich aus: Sie haben den PUSCH-Schülerinnen und -Schülern geholfen, sich im Klaren darüber zu werden, was sie interessiert, wo ihre Neigungen und Stärken liegen. Und so konnten sie Praktikumsplätze nach ihren Wünschen finden. Die Palette der Berufe, die sie während ihres Praktikums ab Februar 2024 ausprobieren werden, ist sehr groß. Es sind Berufe aus dem Gesundheitswesen dabei, aus Handwerk, Einzelhandel und Dienstleistung: Medizinische Fachangestellte und Fachangestellter, Gesundheitspflegerin und Gesundheitspfleger, Hotelfachleute, Industriemechanikerin und -mechaniker, IT-Technikerin- und -Techniker, Zweiradmechanikerin und -mechaniker und noch mehr.

Im Schuhkarton wohnen? Oder lieber draußen etwas erleben? – Ja, genau!

Weiteres wichtiges Element des Schuljahres sind die sogenannten Draußentage. Hier sammeln sich – wie der Name schon sagt, in mehr oder minder enger Anlehung an den Begriff „draußen“ – verschiedene Aktivitäten außerhalb des Klassenzimmers. Das reichte bis dato von der Reinigung verschiedener Bereiche im Schulgebäude und auf dem Schulgelände bis zum Besuch des Bonner Hauses der Geschichte mit der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“.

Bei einem Probeprojekt im Winter mit Präsentationen, das sich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten in der Durchführung gut entwickelt hat und als dessen Thema „Wohnung im Schuhkarton“ gewählt worden war, konnten alle gute Noten einfahren. Die Projektarbeit ist ein weiteres wichtiges und kooperatives Element des ersten Schulhalbjahr der neunten Klassen und fließt in die Halbjahresnoten ein. Im ersten Quartal 2024 wurde es nach dem Probedurchlauf mit der „Wohnung im Schuhkarton“ für die PUSCH-Schülerinnen und -Schüler ernst, sie mussten in Gruppen eine praktische Prüfung bestehen. Die Gruppen konnten ihre Themen selbst auswählen: Es gab zwei Koch- und Backgruppen, einige Gruppen stellten Möbelstücke oder Kosmetikartikel her, andere bauten Spielzeuge. Die Projektergebnisse waren spannend und die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen konnten auf eine gelungene Projektwoche zurückschauen.

Was noch? Im Rahmen der Gruppenfindung absolvierten beide Klassen beim Evangelischen Stadtjugendpfarramt Wiesbaden im Herbst 2023 eintägige Trainings „Soziale Kompetenzen“.

Und noch mehr? Ein weiteres Highlight, das nicht hier nicht vergessen werden soll – und das ein Highlicht war nicht nur aus Sicht der FRESKO e.V.-Sozialädagoginnen und -Sozialpädagogen, die PUSCH an der IGS Obere Aar seit 2022 begleiten – war der Besuch einer Absolventin aus dem vorigen Schuljahr, die im Sommer 2023 mit einer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel angeschlossen hatte. Sie stellte die verschiedenen Ausbildungsberufe vor, die in ihrem Unternehmen angeboten werden. Und das nicht nur vor den beiden PUSCH-Klassen, sondern vor allen Klassen der Jahrgangsstufe 9. Und sie bekam dafür viel Applaus von allen Schülerinnen und Schülern.

FRESKO e.V.-Sozialpädagoginnen Ewa Hartmann und Vera Weisbeck und FRESKO e.V.-Sozialpädagoge Felix Beßler

26. Januar 2024
von Ingrid Weinreich
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Fachnachmittag von QuABB mit dem Titel „GenZ – ist sie wirklich so exotisch?“

Der Fachtag von QuABB mit dem Titel „GenZ – ist sie wirklich so exotisch?“ in der Kerschensteiner Schule in Wiesbaden wurde von dem QuABB –Team, die qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule von FRESKO e.V. und der QuABB Koordinierungsstelle involas, dem Institut für Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik initiiert und organisiert. Vertreter*innen von Kammern, die für die Ausbildung verantwortlich sind, sowie Lehrer*innen der Berufsschulen in Wiesbaden nahmen auf Einladung der Ausbildungsbegleitung von FRESKO e.V. an diesem Fachnachmittag rund um die Ausbildung teil.

QuABB - erfolgreiche Ausbildungsbegleitung an den Berufsschulen in Wiesbaden

Im Mittelpunkt des Fachnachmittages stand die Arbeit von QuABB, der qualifizierten Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule in Wiesbaden. Durch die Vertiefung anhand von Praxisbeispielen und die intensive Diskussion über die Nutzung gemeinsamer Synergien wurde die wertvolle Unterstützung von der Begleitung junger Menschen in ihrer Ausbildung hervorgehoben.

Ein weiteres Highlight bildete der Impulsvortrag von Dr. Sabine Beck von involas. Ihr Vortrag beleuchtete die Welt der Generation Z, deren Prägung, Eigenschaften und Bedürfnisse. Ihre Präsentation regte zum Nachdenken an und half den Teilnehmenden, besser zu verstehen, wie sie effektiver mit der Generation Z arbeiten können.

Die Organisation dieses Nachmittages durch FRESKO e.V. bot eine ausgezeichnete Gelegenheit für den Austausch von Erfahrungen und Ideen zwischen den Vertreter*innen der Kammern, Lehrer*innen und Fachleuten rund um die Ausbildung.

 

 

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union, aus Mitteln des Landes Hessen und  der Eberhard Schöck Stiftung finanziert.

12. Januar 2024
von kathrinkomora
Kommentare deaktiviert für Neues Lerncafé im Gräselberg

Neues Lerncafé im Gräselberg

Am Montag, 08.01.2024, startete das Lerncafé ins neue Jahr mit einem neuen – zweiten – Standort im Gräselberg. Das Projekt, das bereits im Schelmengraben gut angenommen wird und bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Akteuren bestens bekannt ist, soll nun im neuen Quartier aufgebaut werden.

„Wir wurden herzlich im Quartier Gräselberg aufgenommen und machen jetzt das Projekt bekannt, so dass viele Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers das Angebot in Anspruch nehmen können“, so Kathrin Giebeler, Mitarbeiterin des Lerncafés. „Wir freuen uns sehr auf die neue Aufgabe und auf die Menschen, die wir hier kennenlernen und begleiten dürfen.“ Der Raum des neuen Lerncafés ist hell und offen, direkt am Quartiersplatz gelegen. Hier können sich alle willkommen fühlen. „Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickeln wir die Lerninhalte, die zu den persönlichen Zielen passen“, erklärt Kathrin Komora, die zweite Mitarbeiterin im Lerncafé, das offene Konzept des Angebots.

Jedem achten Erwachsenen in Deutschland fällt Lesen und Schreiben schwer und das bedeutet in unserer Gesellschaft geringere Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben zu haben.

Menschen, die Schwierigkeiten mit Lesen und Schreiben haben, erleben Einschränkungen in Alltag und im Beruf, im Bereich Gesundheit oder Freizeit, ebenso wie in der Erziehung der Kinder. Aber nicht nur Lesen und Schreiben gehören zum Bereich der Grundbildung, sondern auch Kompetenzen wie Rechnen oder Grundkenntnisse im Umgang mit Computern und digitalen Medien.

Bisher haben zu wenige Erwachsene mit Lese- und Schreibschwierigkeiten Zugang zu Kursangeboten für Grundbildung und Alphabetisierung gefunden. Das Thema ist in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert und schambehaftet, hinzu kommen negative Schulerfahrungen und Versagensängste. Eine Vielzahl verschiedener Gründe hält Menschen davon ab, klassische Bildungseinrichtungen aufzusuchen. Aus diesem Grund will das Projekt Menschen mit Grundbildungsbedarf Angebote außerhalb eines schulischen Umfelds und ohne starre Kursformate machen. Und dies in ihren Quartieren, also dort, wo sich ihr Lebensmittelpunkt befindet: ganz konkret im Lerncafé im Gräselberg.

Das Lerncafé findet immer montags von 14:00 bis 16:30 Uhr im Stadtteilladen, ganz zentral im Herzen des Quartiers statt.

Der einladende Raum bietet die Möglichkeit, dass Bewohnerinnen und Bewohner vorbeikommen und ihre Fertigkeiten im Lesen und Schreiben verbessern können. Das Lerncafé ist ein kostenloses Angebot im Bereich Grundbildung und richtet sich individuell nach den konkreten Bedarfen und Interessen der Teilnehmenden. Bei Kaffee, Tee und Keksen können Erwachsene einzeln oder in Kleingruppen, am Laptop oder mit Stift und Papier lernen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Lerncafé GräselbergDas Lerncafé im Gräselberg findet jeweils montags von 14:00 bis 16:30 Uhr im Stadtteilladen „TreffPunkt Gräselberg“, Klagenfurter Ring 82 statt.

Das Lerncafé ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Lerncafé Gräselberg Flyer (Webversion, 994 KB)

 

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen gefördert. Zudem wird das Projekt von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

Dieses Projekt wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.