FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

11. Januar 2023
von kathrinkomora
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Vielfalt in der Kita – Impressionen aus unserem IQ Teilprojekt

Die Kinder und ihre Herkunftskulturen schätzen, sodass sie in der Kita sichtbar sind und wahrgenommen werden: Dies sollte selbstverständlich und normal sein. Aber welche „Normalität“ leben wir Kindern vor und sind sie mit ihren Familien Teil dieser „Normalität“? Was kann eine Kita dazu beitragen? Was heißt Vielfalt / Diversity in der Kita? Diesen Fragen durften wir gemeinsam mit Erzieher:innen in drei Workshops im Wetteraukreis nachgehen und mit Kommunen dazu ins Gespräch kommen.

Der engagierte Integrationsbeauftragte im Wetteraukreis Josef Bercek trägt das Zukunftsthema erfolgreich in seinen Kreis. So hat FRESKO e.V. in Form des IQ Teilprojektes ViFi schon häufiger Schulungen für Mitarbeitende im Jobcenter oder in der Ausländerbehörde rund um das Thema Diversity angeboten, z. B. zu interkultureller Kompetenz oder traumasensibler Beratung. Kitas sind nun eine ganz neue Zielgruppe für das IQ Teilprojekt.

Zwei Kitas wollen einen Prozess der interkulturellen Öffnung beginnen. Leider kann sie das IQ Teilprojekt ViFi im Landesnetzwerk Hessen nicht den ganzen Weg über begleiten. Mit dem Ende der aktuellen Förderperiode von Integration durch Qualifizierung (IQ) enden auch viele der so genannten Strukturprojekte, die interkulturelle Öffnung unterstützen sollen. Daher sind die Workshops mit den Erzieher:innen wichtige Auftaktveranstaltungen, die das IQ-Team Hans-Peter Wilka und Kathrin Giebeler mit Herzblut gestaltet haben. Was aber daraus wird, liegt bei den Teams der jeweiligen Kita. „Wir begeistern für das Thema und pflanzen damit den Gedanken ein wie ein Saatkorn. Ich finde immer, dass das Thema in einem weiterwächst, wenn man erst einmal damit begonnen hat. Ständig fallen einem neue Aspekte dazu ein“, so Kathrin Giebeler.

„Am Anfang steht immer die Selbstreflektion. Ich muss mich selbst verorten“, davon ist Hans-Peter Wilka überzeugt. Und so beginnen die intensiven Tage mit den Erzieher:innen auch immer sehr persönlich mit einem Austausch über individuelle Erfahrungen, vor allem auch in Bezug auf den Arbeitsalltag. Wichtig war es den beiden IQ-Mitarbeitenden, das Thema Diversity in seiner ganzen Vielfalt darzustellen. So wurde gefragt, welche Themen konkret in die Kita passen und wie eine Beschäftigung damit ganz praktisch aussehen könne. Sehr schnell waren die Erzieher:innen über Aspekte wie Herkunft, sexuelle Identität oder auch Alter im praxisnahen Austausch und entwickelten Ideen für ihre Arbeit in der Kita.

Das Thema Sprache, die Wertschätzung von Mehrsprachigkeit, der Familiensprachen, das Empowern der Eltern, diskriminierungskritische Sprache … all diese Themen spielen natürlich auch im Kita-Alltag eine wesentliche Rolle. Daher wurde dem Thema Sprache eine eigene Veranstaltung gewidmet. Die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch ergänzte den Workshop mit einer offenen Veranstaltung für alle Kitas im Wetteraukreis. Ein wichtiger Gedanke dieser Veranstaltung war es, Sprache als Werkzeug zu erkennen und die Macht der Sprache zu verdeutlichen. Schließlich erfolgte auch in diesem Rahmen wieder die Anbindung an die Praxis im Kita-Alltag. Die Teilnehmer:innen hatten so viele Fragen und Ideen, dass die Veranstaltung spontan eine Stunde verlängert wurde. Hier Engagement und Interesse abzuwürgen, wäre einfach zu schade gewesen. Auch die Referentinnen dieses Tages, Dott. Silvia Miglio und Dott. Matilde Grünhage-Monetti, waren ebenso begeistert und würden gerne sofort die nächste Veranstaltung dieser Art anbieten.

Und natürlich ist der Fachkräftemangel neben dem bunten Kindergartenalltag ein wichtiger Antrieb, sich mit dem Thema Diversity auseinanderzusetzen. Daher wird das Thema nicht nur in den Kitas und ihren Teams selbst, sondern auch in den Kommunen als Träger und Arbeitgeber im Tagesgeschäft immer wichtiger. Auch dazu war das IQ Teilprojekt im Austausch mit Kommunen im Kreis.

Und am Ende des Tages stellt sich ganz konkret die Frage, wie es jetzt weitergeht. Die Veranstaltung war nur ein Auftakt und es wurden viele Impulse gegeben und viele Ideen gesammelt. Jetzt muss in den jeweiligen Teams und Kommunen geschaut werden, an was wer weiterarbeitet, sodass nach einem Prozess des Nachdenkens und Diskutierens mit konkreten Maßnahmen begonnen werden kann. Wir wünschen dabei viel Erfolg – und natürlich hoffen wir, dass wir auch nach dem Ende der Förderperiode in Form einer im Aufbau begriffenen Akademie noch unterstützen können.

Kontaktieren Sie uns gerne unter s.miglio@fresko.org und h.wilka@fresko.org

12. Dezember 2022
von Wencke Strauss
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Eine Schulwoche voller Ereignisse! Die PUSCH-Klasse in Aktion in Taunusstein und Wiesbaden

Die Schüler*innen der PUSCH-Klasse an der IGS Obere Aar in Taunusstein, in sozialpädagogischer Begleitung durch eine erfahrene FRESKO e.V.-Pädagogin, haben hinter sich eine November-Woche voller toller Ereignisse. Die Klasse – die einfach klasse ist! – setzt sich zusammen aus vielen sehr ideenreichen und engagierten jungen Menschen, die den Sinn der Gemeinschaft leben, zusammen lernen und als Menschen wachsen. Damit der Wunsch, eine Klassenfahrt nach Berlin durchzuführen, in Erfüllung gehen kann, hatten die Mädchen und Jungen der PUSCH-Klasse schon im Herbst den Entschluss gefasst, zum Auffüllen der Klassenfahrtkasse verschiedene Aktionen an ihrer Schule zu starten.

Zum einen gab es am 15. November 2022 eine große Aktion mit Kuchen-, Waffel- und Getränkeverkauf während der Prüfung der Jahrgangstufe 10. Die Eltern hatten leckeren Kuchen und den Waffelteig gespendet, Frau Hakimi von der IGS Obere Aar und die PUSCH-Pädagogin von FRESKO e.V., Ewa Hartmann, hatten für die Getränke gesorgt. Die Vorbereitung für den Verkauf und alle Verkaufsdienste wurden bravourös durchgeführt und die PUSCH-Schüler*innen konnten an diesem Tag mehr als 100,- Euro einnehmen!

Am 18. November dann gab es eine Schülerdisko für die 9. und 10. Klassen der IGS Ober Aar in der Schulmensa. Auch hierbei hat die PUSCH-Klasse ihre Orgatalente gezeigt und die Disko mit Bravour ‚geschmissen‘. Der Spaßfaktor erreichte den höchsten Pegel! Die Disko wird wohl sicher in die Schullegenden eingehen. Und schön war es auch, alle PUSCH-Schüler*innen dabei zu erleben, wie sie die Veranstaltung nicht nur sehr professionell vorbereiteten und nach ihrem Plan präzise umsetzten. Sondern durch Verkauf der Getränke und Snacks auch einiges an Geld für ihre Klassenfahrt einnehmen konnten. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön für die Unterstützung an den PUSCH-Klassenlehrer Herrn Schneckenbühl! Die Klasse plant schon weitere derartige Aktionen und man kann sich sicher sein, dass sie ebenso so gut gelingen werden.

PUSCH-Schülerinnen und Klassensprecherinnen Roxana und Ayten bei der Schülerdisko in der IGS Obere Aar

In derselben arbeits- und ereignisreichen Woche, am 16. November, nahmen die PUSCH-Schüler*innen am Tag der Offenen Tür der Kerschensteinerschule im Berufsschulzentrum in Wiesbaden teil – diesmal als Besucher*innen, die genießen konnten, was wiederum andere sich ausgedacht und vorbereitet hatten und präsentierten. Zu Beginn der Führung navigierten die Mediengestalter*innen, also die Auszubildenden auf dem Weg zu einem beruflichen Abschluss im Berufsfeld Druck- und Medientechnik, durch ihre Angebote.

Die Schüler*innen der PUSCH-Klasse waren besonders von der Siebdrucktechnik und von der Arbeit mit Licht in einem professionellen Fotostudio beeindruckt, haben die Glaswerkstatt erlebt und haben Animationstechniken mit dem Programm Photoshop kennengelernt. Spannend war auch der Besuch bei anderen Gestalter*innen, nämlich solchen, die einen Abschluss im Berufsfeld Körperpflege anstreben: Die Friseur*innen stellten Frisuren aus verschiedenen Epochen zur Schau. Und berieten auch dazu, welche Farben zu welchem Typ und welcher Person passen.

Die Klasse hat auch Angebote der InteA-Klassen wahrgenommen, die ebenfalls von FRESKO e.V.-Pädagog*innen begleitet werden und die bunt-international aus Schüler*innen mit Einwanderungshintergrund zusammengesetzt sind. Man probierte internationale Speisen. Und einzelne Schüler*innen haben sich sogar Henna-Tattoos malen lassen, einen traditionellen und mit der Zeit vergänglichen Körperschmuck.

PUSCH-Schülerin Batoul beim Tag der Offenen Tür der Kerschensteinerschule Wiesbaden

Das Angebot der Barmer-Krankenkasse zum Thema Ausbildung und Suchtprävention kam bei den PUSCH-Schüler*innen an diesem gelungenen Tag der Offenen Tür der Kerschensteinerschule ebenso sehr gut an. Somit hat sich also der Tagesausflug nach Wiesbaden wirklich gelohnt!

Die für die PUSCH-Klasse zuständige FRESKO e.V.-Sozialpädagogin Ewa Hartmann begleitete und unterstützte mit großer Freude die Ereignisse der Woche und kann aus vollem Herzen das Klassenmotto der Klasse 2022/2023 bestätigen: „PUSCH, die beste!“ Diese Woche wird allen sicher lange in Erinnerung bleiben. Nicht zuletzt die zufriedenen und stolzen Gesichter der PUSCH-Schüler*innen bieten davon ein bleibendes Zeugnis.

Ewa Hartmann, Sozialpädagogin der PUSCH-Klasse

5. November 2022
von Ingrid Weinreich
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In die neue Förderperiode von ESF+ gestartet…

 

QuABB ist ein hessenweites Projekt zur Unterstützung von Auszubildenden, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern bzw. um Anschlussperspektiven aufzuzeigen. Das ESF-geförderte Projekt begann zunächst 2016 als Pilotprojekt und ist seit mehreren Jahren fest als Beratungsangebot in der Berufsschullandschaft in Wiesbaden etabliert.

Am Standort Wiesbaden betreuen 3 Berater*innen die Themen und Problemlagen der Auszubildenden in dualer Ausbildung. Allein in 2021 waren das 653 Gespräche, mit steigender Tendenz. Die QuABB-Beratung bietet den Vorteil, neutral, professionell und niedrigschwellig zu sein. Beratungstermine sind weitgehend zeitnah möglich.

Ausbildung schaffen!

Die Ausbildungsbegleiter von QuABB stehen mit Rat und Tat den Auszubildenden in Wiesbaden zur Seite

Die neue Projektlaufzeit startete am 01.07.2022 am bekannten Standort in der Kerschensteinerschule im Berufsschulzentrum in Wiesbaden. Das QuABB-Team freut sich, das Projekt auch in den kommenden zwei Jahren weiterführen zu können und den Auszubildenden der dualen Ausbildung weiterhin tatkräftig zur Seite zu stehen.

Während der Schulzeit findet eine offene Sprechstunde montags bis donnerstags in der Kerschensteinerschule im Raum A-119 zwischen 9:00 und 12:30 Uhr statt. Darüber hinaus und in den hessischen Schulferien können Termine nach Absprache vereinbart werden.

So erreichen Sie die QuABB Ausbildungsbegleitung:

Dieses Projekt  wird von der Europäischen Union, aus Mitteln des Landes Hessen und der Stadt Wiesbaden gefördert.

4. November 2022
von Ingrid Weinreich
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FRESKO e.V. als Impulsgeber aus der Praxis beim hessischen Zukunftsdialog 2022

Das diesjährige Motto des Hessischen virtuellen Zukunftsdialogs 2022, organisiert von dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt am Main, lautet: „Raus aus der Unsicherheit – Die Jungen trauen sich etwas. Die Älteren auch! – Fachkräftesicherung in den hessischen Regionen.“

Dieser findet am 9. November von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr im virtuellen Format statt.

Die Bildungscoaches von FRESKO e.V. sind dieses Jahr Teil des Hessischen virtuellen Zukunftsdialogs 2022. Anhand eines guten Beispiels aus der Praxis zeigen sie, wie ein erfolgreicher Berufsabschluss trotz voller Berufstätigkeit durch eine passgenaue Förderung und individuelle Begleitung in kurzer Zeit erreicht werden kann.

Zur Einladung, Programm und Anmeldung.

4. Oktober 2022
von Ingrid Weinreich
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Expertinnen von FRESKO e.V. bieten Beratungen zu beruflicher Qualifizierung und Deutscherwerb an

Infowoche der Frauen 10. – 14.10.2022

Gut vorbereitet in den Beruf! FRESKO e. V., Wiesbaden, nimmt auch in diesem Jahr wieder an der Infowoche der Frauen teil.

Hier beraten die Bildungsexperten von FRESKO e.V. zu den Themen berufliche Qualifizierung, berufliche Neuorientierung und Förderung sowie auch zu den Themen Deutscherwerb und Sprachtest zur Feststellung der deutschen Sprachkenntnisse.

11. Oktober 2022, 15:15 – 16:15 Uhr, Bildungscoaches ESF+ bei FRESKO e.V.

„Beratung zur beruflichen Qualifizierung“ & „Beratung zu den Fördermöglichkeiten“

12. Oktober 2022, 15:15 – 16:15 Uhr, Wiesbadener Servicestelle Deutsch bei FRESKO e.V.

„Beratung zum Deutscherwerb“ &  „Sprachtest für die Feststellung der Deutschkenntnisse “

Die Online Auftaktveranstaltung zum Thema „Frauen und Digitalisierung“ findet am 04.10.2022 um 10 Uhr statt.

Zu allen Veranstaltungen bitten wir um eine kurze Anmeldung unter: bca@wiesbaden.de oder wiesbaden.bca@arbeitsagentur.de

Das vollständige Programm der Infowoche finden Sie hier.

12. September 2022
von Wencke Strauss
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Ein Abschied und ein Neuanfang – Praxis und Schule für den Hauptschulabschluss und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben (PuSch) geht, Praxis und Schule (PUSCH) kommt

Die Maßnahme Praxis und Schule für den Hauptschulabschluss und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben (PuSch) ist in der Variante PuSch B zu Ende gegangen. Durchgeführt wurde PuSch B an beruflichen Schulen, in Wiesbaden lief die Maßnahme vom 01. August 2015 bis zum 31. Juli 2022 an der Kerschensteinerschule im Berufsschulzentrum. FRESKO e.V. hat die PuSch B-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer über diese Jahre hinweg sozialpädagogisch begleitet und hatte viele Erfolge zu verbuchen.

In jedem Schuljahr haben Schülerinnen und Schüler ihren ersehnten Hauptschulabschuss im 11. Schulbesuchsjahr erlangt bzw. sind in eine Ausbildungsstelle oder in weitere Anschlussperspektiven vermittelt worden. Einige von ihnen konnten sich sogar für auf den Hauptschulabschluss aufbauende Schulformen qualifizieren. Ein PuSch B-Teilnehmer ‚der ersten Stunde‘ studiert heute Informatik und gab bereits Nachhilfe im Bereich Mathematik in PuSch B-Klassen!

Ewa Hartmann, die PuSch B sieben Jahre lang als Sozialpädagogin begleitet hat, ist stolz auf diese Erfolge: „Ich treffe ehemalige Schülerinnen und Schüler aus meinen Klassen in Einzelhandelsgeschäften an der Kasse oder im Laden, wo sie ihre Ausbildung machen oder nach Ausbildungsabschluss beschäftigt sind. Ich treffe sie beim Bäcker, wenn ich Brötchen hole. In den verschiedenen Ausbildungsbereichen der Domäne Mechtildshausen.

Auch bei der Praktikumsakquise für PuSch-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer habe ich immer wieder von verschiedenen Handwerksbetrieben erfahren, dass sie mit unseren Ehemaligen, die nun bspw. als Anlagemechaniker oder Elektroniker ihre Ausbildung machen, sehr zufrieden sind. Ein schönes Gefühl zu wissen, dass diese jungen Menschen sich beruflich weiterentwickeln und ihre Zukunft Fahrt aufgenommen hat!“

Im Schuljahr 2021/2022 haben Ewa Hartmann und Sirin Akyol, eine weitere erfahrene und einfühlsame FRESKO e.V.-Kollegin, die letzte PuSch B-Klasse gemeinsam betreut und „viel Spaß dabei gehabt“, so Hartmann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Jahres hatten einen besonders hohen Förderbedarf in allen Lernfächern, aber immerhin vier von 13 aus dieser Klasse haben den Hauptschulabschluss geschafft. Ein Schüler ist anschließend in Ausbildung eingemündet. Infolge einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und mit dem Jobcenter der Landeshauptstadt Wiesbaden konnten alle anderen ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Fördermaßnahmen vermittelt werden.

„Schade, dass PuSch B nun endet“, meint Hartmann, „und nur PuSch A, der erste Teil des ursprünglichen PuSch-Konzepts, als Fördermaßnahme an den Hauptschulen in die neue Förderperiode des Europäischen Sozialfonds, kurz: ESF, übernommen wurde.“ Der ESF ist neben dem Land Hessen Kofinanzierer des Programms. Statistiken zeigen, dass PuSch B ein Tor für die Zukunft für viele benachteiligte Jugendliche gewesen ist, die sich für den schulischen Weg entschieden haben. Das Programm hatte also nachweislich Erfolg, wird aber dennoch eingestellt. „Viele Jugendliche werden nun in Zukunft leider auf der Strecke bleiben“, bedauert die Pädagogin.

FRESKO e.V. und Ewa Hartmann blicken jetzt nach vorne – mit der Übernahme der sozialpädagogischen Betreuung der Schülerinnen und Schüler im Programm Praxis und Schule (PUSCH), wie der neue Name lautet, zum 01. August 2022 an der IGS Obere Aar in Taunusstein. „Nun beginnt ein neues Kapitel. Ich freue mich sehr darüber!“, sagt Hartmann.

9. August 2022
von Wencke Strauss
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Vom ESF zum ESF Plus – Bildungscoaches von FRESKO e.V. beraten zu vielfältigen beruflichen Weiterbildungen

FRESKO e.V. hat viele Beschäftigte und Unternehmen zu den Möglichkeiten beruflicher Nachqualifizierung beraten. Die Bildungscoaches Frau Ackermann und Frau Weinreich haben dabei im Rahmen des Projektes Pro Abschluss die Beschäftigten begleitet und durch die Förderung des QualiSchecks finanziell gefördert.

Viele haben dadurch erfolgreich ihre Ausbildung berufsbegleitend abgeschlossen. Aus angelernten Beschäftigten sind Fachkräfte geworden.

Wir möchten uns bei Ihnen, den Akteuren aus dem Wirtschaftsministerium, den Kammern den Bildungsanbietern, den Berufsschulen und zahlreichen weiteren Netzwerkpartnern für Ihre Unterstützung bedanken, unsere Klienten bei der erfolgreichen Qualifizierung zum Berufsabschluss zu unterstützen.

Mit dem Start der neuen Förderperiode der Europäischen Union zum 1. Juli, dem ESF Plus Programm, wird der Fokus der Fachkräftesicherung in Hessen mit dem Ziel Fachkräfte zu gewinnen, einzubinden und weiter zu entwickeln noch mehr intensiviert.

Die Bildungscoaches von FRESKO e.V., stark in der Netzwerkarbeit und herausragend in der beruflichen Qualifizierungsberatung sind auch in der neuen Förderperiode die Ansprechpartner, wenn es um die berufliche Bildung von Beschäftigten geht. Im Sinne des lebenslangen Lernens und der schnellen Veränderung in den Berufsfeldern finden die Bildungscoaches gemeinsam mit den Klienten den geeigneten Weg, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Dabei nehmen die Bildungscoaches die Potentiale jeden Einzelnen in den Blick, um die geeignete berufliche Qualifizierung zu finden. Von einer beruflichen Weiterbildung, Umschulung oder Aufstiegsqualifizierung, bis hin zur Nachqualifizierung zum anerkannten Berufsabschluss bestehen sowohl diverse Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt als auch zahlreiche finanzielle Fördermöglichkeiten.

Die Beratung ist kostenfrei und erfolgt je nach Wunsch persönlich oder auch digital.

Gerne kommen wir auch in Ihr Unternehmen und beraten vor Ort.
Melden Sie sich bei uns!
Ingrid Weinreich
0611 969 70 46-7
i.weinreich[a]fresko.org
Claudia Ackermann
0611 969 70 46-6
c.ackermann[a]fresko.org

28. Juli 2022
von kathrinkomora
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Sommerfest – Bergfest – Staffelübergabe

Bei herrlichem Wetter konnten wir am 18.07.2022 gemeinsam mit ehrenamtlichen Lernbegleitern und Lernbegleiterinnen, den Schülerinnen und Schülern sowie Freunden des Projekts MGH – gemeinsam & engagiert mit Kindern & Jugendlichen unser Sommerfest im Jugendpark der Kulturen in Eltville feiern.

Unter schattenspendenden Linden und mit einem syrischen Buffet, das sich sehen (und schmecken) lassen konnte, fand die Begegnung im gemütlichen und lockeren Rahmen statt. Im Vordergrund stand der Austausch der Lernbegleiter und Lernbegleiterinnen, aber auch das Miteinander von Erwachsenen und Kindern. Das Sommerfest war aber gleichzeitig auch ein Bergfest und eine Staffelübergabe: Das Projekt, das seit dem 01.01.2022 als Sonderschwerpunkt des Mehrgenerationenhauses Eltville von FRESKO e.V. aufgebaut und geleitet wurde, wird zum 01.08.2022 an das Mehrgenerationenhaus unter der Leitung von Andrea Derstroff übergehen.

Bleiben werden aber natürlich unser Organisations- und Unterstützungsteam: Isolde Wende und Steffen Bißdorf sind Ansprechpartner für Lernbegleiter und Lernbegleiterinnen, Kinder und Lehrer bzw. Lehrerinnen und unterstützen tatkräftig beim Matchen der Tandems, der zeitlichen Planung und der Koordinierung der Räume. Ein herzliches Dankeschön sagt FRESKO e.V. an unsere beiden Koordinatoren und wünscht weiterhin gutes Gelingen.

Auch bedanken wir uns bei allen für die Teilnahme an diesem gelungenen Fest und vor allem bei Rolf Lang und der Philipp-Kraft-Stiftung für diesen wunderschönen Ort der Begegnung!

   

7. Juli 2022
von Wencke Strauss
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InteA-Schülerinnen und Schüler tanzen beim Partizipationsprojekt „EDEN“ in Darmstadt, Wiesbaden und Frankfurt

„Stelle Dir vor, Du könntest an einem Ort Deiner Wahl leben und diesen auch selbst gestalten. Wie deinen persönlichen Garten. Wie würde er aussehen? Wo würde Dein Eden sein?“ Mit diesen Worten wird auf der Internetseite des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden das Tanz-Partizipationsprojekt „EDEN“ beschrieben. Und weiter:

“ ‚EDEN‘ begibt sich auf die Suche nach diesem lebendigen Ort in uns und um uns herum und fragt danach, wie und wo ein Ort des Gleichgewichts zwischen unberührten, wilden Naturmächten und domestizierten, gepflegten Landschaften artikuliert werden kann. In einer Auseinandersetzung mit den Sprachgewalten der Natur erforscht das Partizipationsprojekt wie Mensch und Natur als Einheit, Gegensätze, Spielmöglichkeiten oder Reibungsflächen in einen Dialog miteinander treten können. Wir laden Menschen aus unterschiedlichen Lebenskontexten, Biografien und Generationen ein, diesen utopischen oder realen Ort mit zu erschaffen und eine außergewöhnliche Tanzerfahrung zu erleben.“

Bilder und ein Video auf der Internetseite des Hessischen Staatstheaters geben einen Eindruck von der Choreografie, die viel Spannung und Dynamik auf der Bühen erwarten lässt!

Mijdar, Fatima, Marziya, Lindy L’Or, Farhad und Zilan (v.l.n.r.) aus dem InteA-Programm bei FRESKO e.V. werden im Partizipationsprojekt „EDEN“ ab Ende Juni 2022 live vor Publikum in Darmstadt, Wiesbaden und Frankfurt tanzen

Insgesamt hatten sich allein in der Landeshauptstadt Wiesbaden 150 Frauen und Männer, die das Mindestalter von 16 Jahren gerade eben erreicht hatten oder auch schon deutlich älter waren, für das Partizipationsprojekt in Kooperation mit der Tanzplattform Rhein-Main beworben. Teilnehmen konnten letztlich jedoch – produktions- und auch Corona-bedingt – nur 20 Personen.

Sechs Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Landesprogramms InteA – Integration durch Anschluss und Abschluss die letzten Jahre ihrer Schulpflicht an der Kerschensteinerschule in Wiesbaden verbringen, schafften es unter die glücklichen 20. Sie lassen sich zwischen Anfang Mai und Ende Juli 2022, wenn die letzte Vorstellung über die Bühne gegangen sein wird, auf das Tanzabenteuer ein.

Die Teilnahme am Partizipationsprojekt ist kostenlos – und man muss noch nicht einmal Tanzkenntnisse mitbringen.

 

Die Wiesbadener Proben finden jeden Mittwochabend von 18:45 bis 22:00 Uhr im Hessischen Staatstheater statt. Die Künstlerische Leitung haben Nira Priore Nouak, Raimonda Gudavičiūtė und Marcelo Omine.

Das Projekt „EDEN“ ist allerdings tatsächlich ein städteübergreifendes Projekt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus der Landeshauptstadt Wiesbaden, aus Darmstadt und aus Frankfurt und werden zunächst getrennt voneinander, jede Gruppe in ihrer Stadt, die Chorographie einstudieren. Später werden die Gruppen in Samstagsproben nach und nach zusammengebracht, dabei stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den drei Städten dann erstmals gemeinsam auf der Bühne. Bei der Premiere in Darmstadt Ende Juni 2022 und während der Vorstellungen in Wiesbaden und Frankfurt im Juli werden insgesamt 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Bühne stehen. Man kann sich also schon einmal auf die Vorstellungen im Sommer mit dieser riesigen Anzahl an Partizipantinnen und Partizipanten freuen!

Die InteA-Schülerinnen und -Schüler berichteten, nachdem die ersten Proben ‚überstanden‘ waren, dass sie mit „EDEN“ völlig neue Erfahrungen machen.

 

Viele von ihnen hatten zuvor keinerlei Tanzerfahrungen, noch waren sie schon jemals in einem Ballettsaal gewesen. Die jungen Leute aus der Kerschensteinerschule arbeiten mit einer bunt gemischten Gruppe aus allen Alterstufen und Generationenen zusammen – und natürlich mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern. Das Partizipationsprojekt hat Anspruch – und beansprucht die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in nicht geringem Maße.

Die Proben laufen bisher gut, erfordern aber jedes Mal drei Stunden am Stück Konzentration und Ausdauer. Die Chorographie ist sehr komplex, so erzählen es die InteA-Schülerinnen und -Schüler. Jedoch hätten sie immer viel Spaß dabei und würden auch viel lachen.

Sirin Akyol, Sozialpädagogin und InteA-Projektkoordinatorin für FRESKO e.V., berichtet von ihren Eindrücken bei der ersten Probe – bei der sie gleich dabeibleiben und mittanzen durfte (oder: musste?): „Eigentlich wollte ich die Schülerinnen und Schüler zum ersten Termin nur hinbegleiten, sie dort abgeben und anschließend nach einem langen Arbeitstag nach Hause fahren. Doch am Staatstheater angekommen, hat mich die künstlerische Leiterin Nira Priore Nouak überzeugt, bei der ersten Probe einfach gleich dazubleiben und mitzumachen. Ich habe mich drauf eingelassen, denn ich war ja schon sehr neugierig.

Nach einer langen Vorstellungs- und Einführungsphase ging es endlich los. Wir verteilten und bewegten uns im Raum, erst einmal Aufwärmübungen. Dann wurden hintereinander einzelne Tanzelemente vorgestellt, die wir nachmachen sollten. Zum Beispiel hat jeder ein großes Kissen bekommen, sollte auf dem Kissen sitzen, liegen, stehen, sich auf das Kissen fallen lassen und viele weitere solcher Aktivitäten. Im Hintergrund lief Musik, die extra für das Partizipationsorojekt komponiert worden war. Nach drei Stunden war ich platt. Den InteA-Schülerinnen und -Schülern ging es aber nicht anders!

„Für mich persönlich war es ein tolles Erlebnis, mich gemeinsam mit völlig fremden Menschen und insbesondere mit meinen Schülerinnen und Schülern auf die Tanzerfahrung einzulassen.“

 

Wir sehen uns täglich im Unterricht, sie kommen oft in mein Büro – aber tanzen haben mich die Schülerinnen und Schüler ja noch nie gesehen! Beim Blickkontakt mit ihnen lachten wir viel über uns selbst. Nach den drei Stunden haben die Schülerinnen und Schüler und Nira Priore Nouak versucht, mich zu überreden, jede Woche mitzumachen. Anscheinend sahen sie in mir ein unentdecktes Tanztalent … Das Angebot musste ich aus zeitlichen Gründen jedoch leider ablehnen.

Am nächsten Tag hatten wir alle bösen Muskelkater und konnten uns kaum bewegen und laufen. Im Nachhinein bin ich trotzdem froh, an der ersten Probe teilgenommen zu haben. So habe ich nun einen Eindruck davon, wie das Projekt aufgebaut ist, welche Arbeit dahintersteckt, was erwartet wird. Und ich freue mich, bei der Uraufführung in Darmstadt und bei den weiteren Vorstellungen – ich muss ja bei allen dabeisein! – meine jungen Leute auf der Bühne zu sehen.“

30. Juni 2022 – Staatstheater Darmstadt (Premiere)

08. Juli 2022 – Hessisches Staatstheater Wiesbaden

14. Juli 2022 – Frankfurt LAB

20. Juni 2022
von kathrinkomora
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Hilfestellung für Lehrkräfte: Fortbildungen „Die neuen Prüfungen für Berufssprachkurse“

Ab dem 1. Juli 2022 müssen alle Deutschlernenden in den Spezialberufssprachkursen A2 und B1 und den Basisberufssprachkursen B2 und C1 die neuen DEUTSCH-TESTS für den BERUF (DTB) ablegen. Sie testen allgemein berufsorientierte sprachliche Kompetenzen und beinhalten Aufgaben, die kommunikative Situationen im Berufskontext abbilden.

Quelle: pixabay.com

Die neuen Deutsch-Tests für den Beruf für die Niveaustufen A2–C1 lösen die zuvor verwendeten Prüfungsformate ab und stellen somit Lehrende vor neue Herausforderungen: Wie sehen die Prüfungsformate aus? Was wird von den Teilnehmenden erwartet? Wie gestaltet man ein effektives Prüfungstraining im Unterricht, damit die Teilnehmenden die Prüfung bestehen?

Rechtzeitig vor der Einführung der neuen Tests hat die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch den sich hier ergebenden Schulungsbedarf aufgegriffen und zwei Fortbildungen zu den neuen Prüfungen angeboten.

Unter der Leitung von Frau Dott. Silvia Miglio trafen sich im Mai und Juni 2022 viele interessierte Lehrkräfte, die mehr über den Prüfungsablauf, die Aufgabenstellungen, die Prüfungsstruktur und die Bewertungskriterien erfahren wollten. Im regen Austausch erarbeiteten sie Strategien, um sich einen Weg durch den Dschungel der neuen, vielfältigen Aufgaben zu bahnen. Im Mittelpunkt standen die Anforderungen an die Lernenden und die Ziele, die erreicht werden müssen. Frau Dott. Miglio zeigte die prüfungsrelevanten Aspekte und wie man diese kontinuierlich im Unterricht trainieren kann, damit die Teilnehmenden nicht nur für die Prüfung lernen, sondern auch ihre eigenen Kompetenzen nachhaltig entwickeln.

Die Lehrkräfte fanden die Workshops sehr hilfreich, informativ, sachlich und praxisorientiert. Sie äußerten den Wunsch nach einem zusätzlichen Treffen im Herbst, um sich über die ersten, konkreten Erfahrungen mit den schon durchgeführten DTB auszutauschen. Viele Fragen ergeben sich nämlich erst, nachdem die ersten Prüfungen stattgefunden haben.

Die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch ist ein Angebot von FRESKO e.V. Verein für Bildungs- und Kulturarbeit im Rahmen des Hessischen Landesnetzwerks „Integration durch Qualifizierung (IQ)“. Die Fortbildungen werden im Rahmen des Förderprogramms finanziert und sind für Teilnehmende kostenlos.