FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

10. April 2026
von kathrinkomora
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FRESKO auf der 51. FaDaF-Jahrestagung: Sprache als Schlüssel zur Demokratiebildung

Vom 19. bis 21. März 2026 fand an der Hochschule Schmalkalden die 51. Jahrestagung des Fachverbands Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (FaDaF) statt. Unter dem Motto „mit.Deutsch.machen“ diskutierten Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis über die Zukunft der Sprachvermittlung. Auch FRESKO e.V. war vor Ort vertreten, um wichtige Impulse an der Schnittstelle von Spracherwerb und gesellschaftlicher Teilhabe zu setzen.

Dott. Silvia Miglio (Fresko e.V.) und Dott. Matilde Grünhage-Monetti

Dott. Silvia Miglio (FRESKO e.V.) und Dott. Matilde Grünhage-Monetti zeigten in ihrem Workshop „Sprache und Demokratiebildung – Praktische Ansätze (nicht nur) für den DaZ-Unterricht“, wie demokratische Grundwerte aktiv in die Sprachvermittlung integriert werden können. Sprache ist dabei weit mehr als reine Kommunikation: Sie ist das Fundament für Partizipation, das Werkzeug zur aktiven Wahrnehmung eigener Rechte und die Basis für ein respektvolles Miteinander. Gerade in einer Zeit, in der der gesellschaftliche Zusammenhalt und demokratische Werte zunehmend in den Fokus rücken, wird deutlich, dass Sprachkompetenz untrennbar mit zivilgesellschaftlichem Engagement verknüpft ist. Dazu gehört auch die Vermittlung gezielter Sprachmittel, die Handlungssicherheit geben, um in herausfordernden Situationen souverän zu reagieren und demokratische Werte aktiv zu vertreten.

Für Fresko e.V. verdeutlichte die Teilnahme an der Tagung einmal mehr: Sprachunterricht ist immer auch Arbeit an der Demokratie. Indem wir Menschen befähigen, sich sicher im öffentlichen und beruflichen Raum zu bewegen, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion und zur Stärkung unserer Zivilgesellschaft. Die auf der Tagung gewonnenen Erkenntnisse bestärken uns darin, dieses zukunftsweisende Themenfeld weiter zu vertiefen und unsere pädagogischen Konzepte konsequent an den Erfordernissen einer lebendigen Demokratie auszurichten.

1. April 2026
von Sabrina Bappert
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Standortprüfung und Folgezulassung für die berufsbezogene Sprachförderung

Am 23.03.2026 wurden im Rahmen des Folgezulassungsverfahrens bei FRESKO e.V. der Verwaltungsstandort sowie die zugehörige gemeldete Schulungsstätte vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überprüft.

Bei der Überprüfung waren der Regionalkoordinator Herr Trömel und Herr Möller-Hollwig anwesend. Grundlage dafür waren die Angaben im letzten Folgezulassungsantrag sowie die jeweiligen Meldebögen der Schulungsstätte. Im Rahmen der Überprüfung wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Sämtliche bestätigten Qualitätsmaßnahmen und Ausstattungsmerkmale des Standorts und der Schulungsstätte konnten vor Ort nachvollzogen werden.

Somit kann die Folgezulassung ohne Weiteres erteilt werden.

27. März 2026
von Sabrina Bappert
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Job-BSK-Kurse bei FRESKO e.V.

Zurzeit bieten wir 4 Job-BSK-Kurse für Busfahrer und Pflegefachkräfte an. Diese finden in Kooperation mit der NVG Nassauische Verkehrs-Gesellschaft mbH und den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden GmbH statt. Dazu erschien am 20.03.2026 ein Artikel im Wiesbadener Kurier. Anbei finden Sie den Link:

Sprachkurse für Kommunikation im Berufsalltag Wiesbadener Kurier

23. März 2026
von kathrinkomora
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Workshop bei der hessischen Fachgruppe Alphabetisierung und Grundbildung

Bei der 40. Sitzung der hessischen Fachgruppe Alphabetisierung und Grundbildung am 19. März 2026 in Frankfurt stellten die sechs ESF+-Projekte in vier verschiedenen Workshops ihre Arbeit und Erfahrungen aus den Projekten der letzten Förderperiode vor.

Die Teilnehmenden konnten sich zu den Themen „Kreative Öffentlichkeitsarbeit in der Grundbildung“, „Soziale Räume und offene Angebote“ sowie „Grundbildung in ländlichen und urbanen Räumen“ informieren. FRESKO e. V. führte gemeinsam mit der Volkshochschule Frankfurt a.M. einen Workshop zum Thema „Individuelle Lernbegleitung in offenen Lernsettings mit Fachkräften und Ehrenamtlichen“ durch. Thema waren die Gewinnung und Einbindung von Ehrenamtlichen in offenen Lernangeboten sowie die individuelle Materialentwicklung als wichtige Unterstützung ehrenamtlicher Lernbegleiter:innen. Es wurden Ideen gezeigt, wie Material motivierend, alltags- und lebensnah sein kann, die Lebenswelt sowie unterschiedliche Lernzugänge der Teilnehmenden berücksichtigt sowie individuelle Lernschwierigkeiten aufgreift. Die Teilnehmenden des Workshops waren sehr interessiert und brachten eigene Erfahrungen und Ideen mit ein, sodass ein lebhafter Austausch stattfand.

Kathrin Giebeler, FRESKO e. V. und Christiane Jellonnek, vhs Frankfurt a.M.

Bei einem abschließenden Gallery Walk konnten alle Teilnehmenden noch einmal Einblicke in alle vier Workshops gewinnen.

Die beiden Projektmitarbeiterinnen des Projekts Lerncafés bewegen freuten sich über die gute Zusammenarbeit mit den anderen ESF+-Projekten bei der Vorbereitung und Durchführung der Sitzung der Fachgruppe: Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. in Darmstadt, Grundbildungszentrum Volkshochschule Hanau, Grundbildungszentrum Volkshochschule Offenbach, Volkshochschule Frankfurt a.M., ZAUG gGmbH in Gießen.

 

Dieses Projekt wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

           

 

26. Februar 2026
von Ingrid Weinreich
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Gemeinsam für berufliche Chancen für die Stadtteilmütter

Die Bildungscoaches von FRESKO e.V. stellen Qualifizierungsangebote bei der AWO vor

Im Rahmen ihrer Arbeit als Bildungscoaches des Landes Hessen haben die Vertreterinnen von FRESKO e.V. Ingrid Weinreich und Claudia Ackermann das Projekt Stadtteilmütter bei der AWO Wiesbaden besucht. Ziel des Besuchs war es, die Möglichkeiten bei FRESKO e: V.  den Stadtteilmüttern vorzustellen und sich über mögliche Qualifizierungswege auszutauschen.

Dabei präsentierten sie, neben ihrem Projekt ProAbschluss, die Projekte StepOn the Job, QuABB – Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule, Ausbildungsperspektiven für Erziehende, die Wiesbadener Servicestelle Deutsch sowie Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten bei FRESKO e.V. Im Laufe des Vormittags konnten erste Schnittstellen identifiziert werden, wie die Frauen von den Angeboten von FRESKO e.V. profitieren können – sei es im Bereich Qualifizierung, beruflicher Orientierung und Entwicklung oder Sprachstandsfeststellung und Spracherwerb.

Der Austausch bot den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, konkrete Fragen zu den verschiedenen Projekten zu stellen, diese näher kennenzulernen und zu prüfen, inwiefern die Angebote für sie persönlich geeignet sind und sie auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützen können. Für FRESKO e.V. ist die Netzwerkarbeit mit den Mitarbeiterinnen der AWO eine wertvolle und gegenseitig bereichernde Zusammenarbeit.

Durch den gemeinsamen Blick auf die Bedarfe können beide Seiten Erfahrungen und Fachwissen austauschen und bündeln.

Die Bildungscoaches des Landes Hessen freuen sich auf die weitere Entwicklung im und eine intensive Kooperation zum Nutzen der Frauen mit Migrationshintergrund in Wiesbaden.

Das Projekt  ProAbschluss wird von der Europäischen Union,  aus Mitteln des Landes Hessen gefördert.

23. Februar 2026
von Sabrina Bappert
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Erfolgreicher Start der Job-BSK-Pflegekurse

Seit Dezember 2025 bieten wir als einziger Träger in Wiesbaden spezielle Job-BSK-Pflegekurse an. Diese richten sich an Pflegekräfte mit Migrationshintergrund, die ihre fachsprachlichen Kompetenzen gezielt ausbauen möchten. In Kooperation mit dem Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden GmbH konnten wir bereits drei Kurse erfolgreich starten:

Am 09.12.2025, am 21.01.2026 und am 29.01.2026.

Jeder Kurs umfasst 150 Unterrichtseinheiten (UE) und findet einmal wöchentlich mit sechs UE statt – dienstags, mittwochs oder donnerstags von 08:30 Uhr bis 14:00 Uhr.

Kulturelle Vielfalt und individuelle Förderung

Aktuell nehmen 39 Teilnehmende aus 13 Ländern teil, darunter Bulgarien, Albanien, Türkei, Ukraine, Usbekistan, China, Iran, Indien, Tunesien, Serbien, Chile, Thailand und Kosovo. Diese Vielfalt bereichert nicht nur den Unterricht, sondern spiegelt auch die Realität in vielen Krankenhäusern wider.

Die meisten Teilnehmenden verfügen bereits über ein B2-Sprachzertifikat, benötigen jedoch gezielte Unterstützung, um im Pflegealltag sicher und selbstbewusst zu kommunizieren.

Ziele und Rückmeldungen

Unser Kurs soll die Teilnehmenden nicht nur sprachlich, sondern auch emotional unterstützen: Ängste vor dem Sprechen abbauen, die Praxis im Krankenhaus erleichtern und die Integration in den Pflegeberuf fördern. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv – die Teilnehmenden schätzen die Möglichkeit, neben ihrer praktischen Arbeit gezielt ihre Sprachkompetenzen zu vertiefen.

Interesse geweckt? Sie möchten mehr über unsere Job-BSK-Pflegekurse erfahren oder sich anmelden? Kontaktieren Sie uns gerne!

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und stehen für weitere Informationen zur Verfügung.

 

12. Februar 2026
von Sabrina Bappert
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Neuer C1-Pädagogik-Kurs startet

Am 09.02.2026 startete bei FRESKO e. V. ein neuer C1-Berufssprachkurs mit pädagogischem Schwerpunkt. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für alle, die im Bereich der Kinderbetreuung tätig sind oder eine Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher anstreben. Das Erreichen des C1-Niveaus ist dabei nicht nur ein Sprachzertifikat, sondern die entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Integration in pädagogischen Berufen in Deutschland.

Mit 22 Teilnehmenden aus elf verschiedenen Ländern – darunter Ukraine, Türkei, Iran, Irak, Deutschland, Bulgarien, Nepal, Russland, Kanada und Armenien – spiegelt der Kurs die kulturelle Vielfalt wider, die heute in deutschen Kindertagesstätten Alltag ist. Der Kurs richtet sich gezielt an pädagogische Fach- und Hilfskräfte, die ihre sprachlich-kommunikativen Kompetenzen auf akademischem Niveau ausbauen möchten, um im Berufsalltag souverän und fachlich fundiert agieren zu können.

Warum C1? Das C1-Niveau ist die zentrale Sprachstufe für den Berufseinstieg in der frühkindlichen Bildung: Es ermöglicht nicht nur die sichere Kommunikation mit Kindern, Eltern und Kollegen, sondern auch die eigenständige Erarbeitung pädagogischer Inhalte und die Teilnahme an Fachdiskussionen.

Kursstruktur und Ziele Der Kurs findet dreimal wöchentlich (montags, dienstags und mittwochs, jeweils von 08:45 bis 13:00 Uhr) statt und endet am 09.09.2026. Um die Kombination aus berufssprachlicher und pädagogischer Kompetenz zu gewährleisten, arbeiten die Teilnehmenden mit zwei spezialisierten Lehrwerken: „Deutsch für pädagogische Fachkräfte“ und einem Lehrwerk für Berufssprachkurse auf C1-Niveau. Der Abschluss mit dem DTB-C1-Zertifikat eröffnet den Absolventinnen und Absolventen neue Perspektiven – sei es für den direkten Berufseinstieg oder als Sprungbrett für eine anschließende Erzieher*innen-Ausbildung.

Ein Gewinn für alle Der Kurs leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung im pädagogischen Bereich und stärkt die beruflichen Chancen der Teilnehmenden.

 

3. Februar 2026
von kathrinkomora
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Erste Schuljahreshälfte in PUSCH: Berufsfindung und (Fach)Praxis im Fokus

Die erste Hälfte des Schuljahres 2025/26 in den PUSCH-Klassen war durch Bewerbungstraining, Fachpraxis und Berufsfindung stark geprägt. Bereits im September nahmen unsere PUSCH-Schülerinnen und -Schüler an verschiedenen berufsbezogenen Veranstaltungen teil.

Handwerk Live: Elena zeigt ihre handwerklichen Fähigkeiten

Am 03.09.2025 waren beide PUSCH-Klassen zusammen mit einer Hauptschulklasse an drei verschiedenen Workshops zum Thema Bewerbung dabei. Beide PUSCH-Coaches haben diesbezüglich zwei Workshops konzipiert und mit den jeweiligen Gruppen durchgeführt.

Sadias selbst gemachte Pommes für die Projektprüfung

Im September 2025 nahmen auch alle PUSCH-Schülerinnen und -Schüler an folgenden berufsbezogenen Veranstaltungen teil:

am 05.09.25 Taunus Connect/Ausbildungsmesse in Taunusstein

am 20.09.25 Handwerk Live – einer Veranstaltung der Handwerkskammer Wiesbaden

am 29.09.25 Tag der Technik / Metall- und Industrieberufe kennenlernen

Nachhaltigkeit und Upcycling: Dominik und Gabriel bei der Projektprüfung

Am 19.11.25 nahmen PUSCH-Teilnehmende an der Exkursion nach Wiesbaden zum Tag der offenen Tür der Kerschensteinerschule teil, um weitere Berufe kennenzulernen.

Unsere PUSCH-Schülerinnen und -Schüler konnten durch die persönliche Begegnung mit Vertretern verschiedener Betriebe oder in Gesprächen mit Azubis und vor allem durch die Möglichkeit, in der Praxis etwas in einem bestimmten Beruf auszuprobieren, sich ausführlich über zahlreiche handwerkliche Berufe informieren bzw. sogar einen Praktikumsplatz finden!

In den Einzelgesprächen mit Frau Schäfer von der Bundesagentur für Arbeit und in den Fördergesprächen wurden ebenso die Zukunftsperspektiven und die Einmündung in die Ausbildung mit jedem PUSCH-Teilnehmenden ausführlich besprochen. Die Unterstützung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz durch beide PUSCH-Coaches ergänzte stark das Berufsfindungsangebot in der PUSCH-Maßnahme.

Mert in Fachpraxis Kochen mit vollem Einsatz

Auch den Fachpraxisunterricht im Bereich Elektrotechnik, Metalltechnik oder Kochen fanden die meisten Schüler sehr spannend und konnten dort ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Khalaf präsentiert seine digital verschließbare Holzkiste

Die Projektprüfung, die Mitte Januar durchgeführt wurde, war ebenso sehr erfolgreich. Alle Prüfungsprojekte, in denen PUSCH-Teilnehmende Möbelstücke gebaut bzw. lecker gekocht haben, wurden zum Großteil gut benotet. Dazu gehörte ein Projekt, in dem Dominik, Maxi, Gabriel und Fabio eine Bank und einen Sessel aus einem alten Buchregal und Autoreifen gebaut haben. Nachhaltigkeit und Upcycling pur!

Maxi bei der Sitzprobe während der Projektprüfung

Ab 05.02.26 starten die PUSCH-Schülerinnen und -Schüler mit ihren Praktika.

Gabriel hat die Herstellung des Handystühlchen Spaß bereitet

Wir wünschen ihnen eine erfolgreiche Begegnung mit der Arbeitswelt und viele Ausbildungsverträge!

PUSCH-Coaches Ewa Hartmann und Felix Beßler

14. Januar 2026
von kathrinkomora
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Es geht weiter!

Wir freuen uns, dass für drei unserer Projekte Folgeanträge bewilligt wurden und diese die nächsten Jahre fortgeführt werden können.

Unser bekanntes IQ-Projekt „Step On! Brücke ins Handwerk“ geht in die nächste Runde und erhält nicht nur einen neuen Namen, sondern erweitert auch sein Profil: In der kommenden Förderperiode unterstützen wir unter dem Titel „StepOn the Job!“ Menschen mit Migrationsgeschichte branchen-, berufs- und qualifikationsübergreifend beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Das Projekt qualifiziert nun zielgerichtet zwei Gruppen: Zum einen Arbeitssuchende, für die wir nach einer Kompetenzfeststellung individuelle Qualifizierungspläne entwickeln und sie beim Übergang in Beschäftigung begleiten. Zum anderen unterstützen wir Beschäftigte, die bereits arbeiten, aber ihre Qualifikationen erweitern oder höherwertige Tätigkeiten erreichen möchten.
Das Angebot ist dabei wie gewohnt eng mit dem Programm BQS+ verzahnt, um eine optimale Verbindung von Fachinhalten und Spracherwerb zu garantieren. Das Vorhaben ist langfristig angelegt und läuft über einen Zeitraum von drei Jahren bis Ende 2028. Es wird im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischer Sozialfonds ESF Plus (ESF+ Hessen) gefördert.

Lesenlernen im Lerncafé Schelmengraben

Ebenso wird das Projekt Lerncafés bewegen, das bereits in den vergangenen drei Jahren in Wiesbadener Quartieren Angebote für gering Literalisierte machen konnte, fortgeführt. Das Projekt hilft Erwachsenen, denen Lesen und Schreiben, oder auch Rechnen schwerfällt und bietet z. B. Unterstützung im Bereich der digitalen oder gesundheitlichen Grundbildung. Darüber hinaus informiert und sensibilisiert das Projekt zum Thema geringe Literalität, Alphabetisierung und Grundbildung. Das Projekt wird gefördert von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen, von der Eberhard-Schöck-Stiftung und der Naspa-Stiftung. Bis Ende 2027 wird es die Lerncafés weiterhin geben.

Coaching für Erziehende

Auch für das Projekt Coaching für Erziehende haben wir für 2026 einen Zuschlag für die Weiterführung erhalten, die Fortführung im Jahr 2027 ist geplant. Das Projekt richtet sich an Erziehende, mit dem Ziel, die Ausbildungsfähigkeit benachteiligter Personen zu sichern, ihnen Ausbildungsabschlüsse zu ermöglichen und sie durch längerfristige, flexible und arbeitsmarktnahe Qualifizierung zu einer eigenständigen Existenzsicherung zu befähigen. Einzelne Teilnehmende werden auch bei ihrer Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützt. Das Projekt bietet Eltern die Möglichkeit, individuell gefördert und begleitet den Weg in den Arbeitsmarkt zu finden. Das Coaching-Projekt wird durch das Land Hessen innerhalb des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets gefördert.

18. Dezember 2025
von Ingrid Weinreich
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Zeugnisanerkennung für InteA-Teilnehmende – Ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt!

Im Schuljahr 2024/25 haben unsere Sozialpädagog*innen im Projekt InteA insgesamt 36 Anerkennungen ausländischer Bildungsabschlüsse erwirken können und im Laufe des neuen Schuljahres bereits 22 weitere Anträge auf den Weg gebracht, die aktuell in Bearbeitung sind. Die Zeugnisse stammen aus 18 unterschiedlichen Ländern.

Die Ausgangssituation

In InteA lernen Geflüchtete, Zugewanderte und Spätaussiedler mit erhöhtem Sprachförderbedarf Deutsch, die aufgrund ihres Alters nicht mehr in das Regelschulsystem eingegliedert werden können, aber dennoch ihre Schulpflicht erfüllen müssen. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters (16-20 Jahre) bringen viele der Schüler*innen Zeugnisse aus ihren Herkunftsländern mit. Da der Prozess zu einer Anerkennung aber mit vielen bürokratischen Hürden verbunden ist und die InteA-Teilnehmenden nach ihrer Ankunft noch nicht gut Deutsch verstehen können, hilft unser sozialpädagogisches Team ihnen auf dem Weg zur Anerkennung.

Eine Frage der Fairness – und des gesamtgesellschaftlichen Mehrwerts

Dass Geflüchtete, die bereits 9 oder mehr Jahre in ihrem Heimatland die Schule besucht haben, dafür einen deutschen Schulabschluss bekommen können, ist in erster Linie aus Gründen der Fairness nachvollziehbar. Denn das Schulamt vergleicht die Abschlüsse aus den Herkunftsländern mit den deutschen schulischen Gegebenheiten und nimmt die Gleichstellungen nur vor, wenn sich die Abschlüsse auch vergleichen lassen. So müssen InteA-Teilnehmende, die bereits lange die Schulbank gedrückt haben, nicht noch weitere Jahre ihres Lebens für einen Abschluss aufwenden.

Die Anerkennungen haben über diesen individuellen Vorteil für die jeweilige Person aber auch einen großen finanziellen, wirtschaftlichen Vorteil für unsere Gesellschaft. Denn eine Person mit einem gleichgestellten Abschluss kann bereits früher in das Berufsleben einsteigen. Der Steuerzahler profitiert nicht nur durch das Wegfallen einer schulischen Maßnahme, die die Person sonst durchlaufen müsste, sondern auch durch die frühere Aufnahme einer Arbeit durch die InteA-Teilnehmenden, die so schneller auf eigenen Beinen stehen und unseren Sozialstaat dann auch mit ihren eigenen steuerlichen Abgaben unterstützen können.

Das kommunale Jobcenter und die Agentur für Arbeit übernehmen daher auch die im Prozess der Anerkennung entstehenden Kosten.