FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

2. August 2019
von Wencke Strauss
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Expertinnen helfen Wiesbadener Azubis! QuABB-Ausbildungsbegleiterinnen von FRESKO e.V. in der Rhein-Main-Presse vorgestellt

Von Augenoptiker, Bankkauffrau und Chemielaborant bis Zweiradmechatronikerin: Jungen Menschen bietet sich nach ihrem Schulabschluss ein breites Spektrum unterschiedlichster dualer Ausbildungsberufe. Viele entscheiden sich bei der Ausbildungssuche bewusst für einen Handwerks- oder IHK-Beruf. Was aber, wenn man nach einer kürzeren oder längeren Ausbildungszeit feststellt: Das ist vielleicht doch nicht der richtige Beruf. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Oder: Es fehlt mir etwas – an eigener Motivation, an Unterstützung, an zusätzlicher Lernbetreuung – um meinen Wunsch nach einem Abschluss in diesem Beruf verwirklichen zu können.

Für Jugendliche und junge Erwachsene ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung ein wichtiger Grundstein für das weitere Berufsleben. Aber auch Betriebe haben aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels ein großes Interesse daran, den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Daher unterstützen die Ausbildungsbegleiterinnen des FRESKO e.V.-Projekts „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)“ bei Konflikten in der Ausbildung und bieten in Zusammenarbeit mit Betrieben, Berufsschulen, Kammern und ggf. weiteren Akteuren Unterstützungsangebote für Auszubildende an.

In Wiesbaden sind die Beraterinnen Barbara Emmelheinz und Petra Gandor QuABB-Ansprechpartnerinnen für Auszubildende, Betriebe, Berufsschulen und auch Eltern. Sie helfen, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen, und unterstützen durch professionelle Beratung und Begleitung, drohende Abbrüche abzuwenden oder Anschlussperspektiven zu erarbeiten.

In einem Interview mit der Rhein-Main-Presse haben Barbara Emmelheinz und Petra Gandor von dem besonderen Angebot der QuABB-Ausbildungsbegleitung in Wiesbaden erzählt und dabei Einblicke auch in die eigene Ausbildungserfahrung gewährt. Mit einem Klick auf die Bilder können Sie eine hochauflösende Ansicht für bessere Lesbarkeit des Artikels aus der Ausgabe des Wiesbadener Kurier vom 31. Juli 2019 öffnen.

Der Artikel ist auch im kostenpflichtigen Archiv-Portal des Wiesbadener Kurier abrufbar.

 

19. Juli 2019
von Wencke Strauss
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„Deutsch in der Ausbildung“: Kurs für Azubis mit Migrationshintergrund in Kooperation zwischen FRESKO e.V. und der Handwerkskammer Wiesbaden erfolgreich abgeschlossen

Geschafft! Nach einem halben Jahr Intensivkurs „Deutsch in der Ausbildung“ nahmen zehn Azubis stolz ihre Teilnahmebescheinigungen aus der Hand des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer (HWK) Wiesbaden, Dr. Martin Pott, entgegen. Zweimal pro Woche waren sie nach einem anstrengenden Arbeitstag ins Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Wiesbaden II gekommen, um von 18:00 bis 20:00 Uhr Elemente der deutschen Sprache zu lernen, die sie für die Ausbildung und insbesondere in der Berufsschule und für die Prüfungen benötigen.

Die Fortschritte machten sich direkt bemerkbar: Ein Azubi legte erfolgreich während des Kurses seine Zwischenprüfung ab, ein anderer bestand kurz danach seine Abschlussprüfung.

Viele Personen hatten sich engagiert, um den Kurs zu ermöglichen: Vonseiten der HWK haben Hauptabteilungsleiter Christoph C. Gluche, die Bildungsberaterinnen Claudia Lange und Annette Giersch-Kunz sowie die Willkommenslotsin Anja Sabrina Kloos den Kurs auf den Weg gebracht und begleitet. FRESKO e.V. hat die inhaltliche Seite übernommen: Dr. Karin Wullenweber hat die Profilings und den Lehrplan entwickelt und den Unterricht übernommen, sie wurde von Thomas Eisenlohr unterstützt, der den Mathematikteil unterrichtet hat.

„Der Kurs ist ein schönes Beispiel für eine flexible, offene, konstruktive und entsprechend effektive Kooperation zwischen Akteuren der dualen Ausbildung!“, lobte Frau Dr. Wullenweber das gemeinsame Konzept von HWK und FRESKO e.V.

In der Deutschen Handwerks Zeitung erschien zum Kursabschluss in Ausgabe 12 2019 ein Bericht in der Sektion „Regional – Handwerkskammer Wiesbaden“. Mit einem Klick auf das Bild können Sie eine hochauflösende Ansicht für bessere Lesbarkeit des Artikels öffnen.

28. Juni 2019
von Ingrid Weinreich
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Eat & Meet – Strategien beim Unternehmerfrühstück zur Fachkräftesicherung mit ProAbschluss und dem Institut der deutschen Wirtschaft

 

Eat & Meet - Strategien beim Unternehmerfrühstück

Reichhaltiges Buffet bei der Veranstaltung von ProAbschluss Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis

Die Bildungscoaches und Fachkräfteentwickler von Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis begrüßten am Dienstag Personalentscheidende zu einem Unternehmerfrühstück in die historischen Gemäuer des Höer Hofes in Idstein. Bei einem reichhaltigen Frühstück gab es noch fachliche Kost zur Fachkräftesicherung im eigenen Unternehmen unter dem Titel „Fachkräfte finden – binden – sichern“. Bereits heute ist das Thema Fachkräftesicherung vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen eine der wichtigsten Parameter, um erfolgreich und wettbewerbsfähig am Markt bestehen zu können. Bis 2024 werden mehr als 174.000 Fachkräfte dem hessischen Arbeitsmarkt fehlen, dabei betrifft es insbesondere fehlende Fachkräfte mit einem Berufsabschluss nach einer dualen Ausbildung.

Der geladene Referent, Herr Heuer vom Institut der deutschen Wirtschaft, stellte unterschiedliche Strategien zur Fachkräftesicherung und -bindung vor, insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Bildungscoaches und Fachkräfteentwickler der Initiative ProAbschluss stellten die Fördermöglichkeiten vor und ergänzten jeweils die theoretischen Ausführungen durch praktische Beispiele.

Finanzielle Förderung durch das Land Hessen mit der Initiative ProAbschluss zur beruflichen Nachqualifizierung von Mitarbeitenden

Vorstellung der Fördermöglichkeiten von ProAbschluss – Initiative des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen zur Fachkräftesicherung

Förderung durch die Initiative ProAbschluss:

Durch die Initiative ProAbschluss, gefördert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und durch die Europäische Union mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds, können Beschäftigte einen qualifizierten Berufsabschluss nachholen. Die Förderung deckt 50 % der Ausbildungskosten einer Nachqualifizierung ab. Die Bildungscoaches für Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis beraten und begleiten die Mitarbeitenden bis zum Ablegen der Prüfung.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine intensive Diskussion und viel Raum zum Netzwerken mit den Personalentscheidern, dem Team von ProAbschluss und dem wissenschaftlichen Referenten vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Haben Sie diese Veranstaltung verpasst und möchten Sie gerne mehr über die Fördermöglichkeiten durch ProAbschluss erfahren? Wir Bildungscoaches kommen gerne direkt in Ihr Unternehmen und beraten Sie persönlich zu den beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten und deren finanziellen Förderungen. Sprechen Sie uns an: proabschluss@fresko.org

Wir freuen uns!

Ingrid Weinreich
0611 969 70 46-7
i.weinreich[a]fresko.org
Claudia Ackermann
0611 969 70 46-6
c.ackermann[a]fresko.org

14. Juni 2019
von Ingrid Weinreich
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Eat & Meet – Einladung zum Unternehmerfrühstück mit ProAbschluss und dem Institut der deutschen Wirtschaft

Für Unternehmerinnen und Unternehmer und Personalentscheider

Wir laden Sie herzlich ein zu „Eat & Meet“ am 25.6. von 8:30 bis 10:00 Uhr in das Restaurant-Hotel Höerhof in der Obergasse 26 in Idstein im Taunus.

Es erwartet Sie ein wohlschmeckendes Frühstück in einem schönen Ambiente mit fachlichem Input zur Fachkräftesicherung durch ProAbschluss und dem Institut der deutschen Wirtschaft.

Handlungsempfehlungen der Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen:

Finden Sie noch die Fachkräfte, die Sie suchen? Welche Wege sind Sie bzw. werden bisher gegangen? Der Blick ins eigene Unternehmen lohnt sich!
In der zweiten Reihe finden sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Potenzial haben, die loyal sind und über Qualitäten verfügen, die für unsere Unternehmen relevant sind. Gibt es hier die unentdeckte Perle, die zur Fachkraft entwickelt werden kann?
Was bringt eine berufliche Qualifizierung der eigenen Mitarbeitenden? Wie läuft eine Qualifizierung ab? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Diese Fragen und viele weitere werden Herr Heuer des Institutes der deutschen Wirtschaft, sowie die Bildungscoaches der Stadt Wiesbaden und des Rheingau-Taunus-Kreises bei dem Unternehmerfrühstück “Eat & Meet“ beantworten.

Förderung durch ProAbschluss:

Durch die Initiative ProAbschluss, gefördert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und durch die Europäische Union mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond, können Beschäftigte einen qualifizierten Berufsabschluss nachholen. Die Förderung deckt 50 % der Ausbildungskosten einer Nachqualifizierung ab.
Starten Sie den Tag mit einem Frühstück, erhalten Sie wertvolle Impulse für Ihre Personalentwicklung und kommen Sie mit anderen Arbeitsmarktakteuren ins Gespräch.
Melden Sie sich noch heute per E-Mail unter www.proabschluss@fresko.org an, denn die Plätze sind begrenzt.

Wir freuen uns auf Sie!

Ingrid Weinreich
0611 969 70 46-7
i.weinreich[a]fresko.org
Claudia Ackermann
0611 969 70 46-6
c.ackermann[a]fresko.org

17. Mai 2019
von Wencke Strauss
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FRESKO im Fokus: Wie funktioniert die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)?

In unserer neuen Reihe „FRESKO im Fokus“ kommen Menschen zu Wort, die – jeder auf eine besondere, individuelle Art – mit FRESKO e.V. und dessen Projekten verbunden sind.

Nico ist 23 Jahre alt und Auszubildender im Beruf Kaufmann für Büromanagement in der Verwaltung von FRESKO e.V.  Nico ist außerdem Teilnehmer im Projekt „Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen“, kurz: BaE, das im Auftrag der Landeshauptstadt Wiesbaden junge Menschen unter 25 Jahren beim Start ihrer Ausbildung begleitet – und bei Bedarf auch bis zum Berufsabschluss. Der FRESKO e.V.-Onlineredaktion hat Nico erzählt, wie er zur Ausbildung mit BaE gekommen ist, was das Projekt für ihn bedeutet und warum der BaE-Stützunterricht einmalige Klasse ist.

Redaktion: Nico, wie kam es eigentlich, dass du eine Ausbildung bei FRESKO e.V. angefangen hast?

Nico: Ich wohne noch gar nicht so lange in Wiesbaden und FRESKO war mir auch nach meinem Umzug hierher gewissermaßen noch gar kein Begriff, bis ich mit BaE in meine jetzige Ausbildung eingestiegen bin. In meiner Heimatstadt habe ich nach meinem Realschulabschluss eine Ausbildung begonnen, ich musste die aber nach einem Unfall wegen gesundheitlicher Schwierigkeiten abbrechen. Das war eine Ausbildung, in der ich auch körperlich stark gefordert war, und das ging dann einfach nicht mehr, ich musste mich erst einmal in der Physiotherapie wieder an viele Bewegungen und Aktivitäten heranarbeiten. Im Büro zu arbeiten, konnte ich mir damals schon vorstellen, viele meiner Freunde haben Ausbildungen im Büro gemacht. Aber ich habe mich vielleicht einfach nicht getraut, etwas vollkommen Neues zu beginnen. Nachher ist mir natürlich klargeworden, dass man mit einer Ausbildung immer auch neue Dinge lernt, mit denen man vorher nicht zu tun hatte, dafür ist eine Ausbildung da.

Ich wollte in den Verkauf gehen, weil ich da schon Erfahrungen hatte. Ich habe Freude an Zahlen, ich habe zum Beispiel mal zum Spaß meinen Stromverbrauch bis auf die Kilowattstunde berechnet. Ich setze auch Haushaltspläne auf, damit ich zum Beispiel weiß, wie viel Geld ich für was ausgebe. Ich mag es auch, mit und für Menschen zu arbeiten, ich wollte also erst einmal in den Kundenservice und wollte eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann aufnehmen. Da passen ja die Sympathie für Zahlen und der Kundenkontakt einfach gut zusammen. Ich habe dann eine „Betriebliche Eingliederung nach längerer Krankheit“ gemacht, das ist ein Programm für Menschen wie mich, dass wir Schritt für Schritt ins Arbeitsleben zurückkehren können. Da war eine Arbeitserprobung im Verkauf dabei und da habe ich festgestellt: Das ist wohl doch nichts für mich.

Ich wollte auch eigentlich schneller vorankommen, als das bei der Betrieblichen Eingliederung vorgesehen ist, ich hatte ja schon so viel Zeit wegen dieses Unfalls verloren und wollte endlich mit meiner Ausbildung durchstarten. Ich wollte auch möglichst gleich in eine Vollzeitausbildung, Teilzeit hat mich nicht interessiert, obwohl ich auch in Teilzeit hätte verbleiben können. Ich bin aktiv geworden und habe mich selbst beworben, diesmal für eine Ausbildung im Büro. Ich habe jede Menge Bewerbungen versendet und auch probegearbeitet. Das alles hat aber erst einmal nicht zum Erfolg geführt und ich war ganz schön enttäuscht. Und dann kam der Vorschlag, es mit BaE bei FRESKO e.V. zu probieren. Das habe ich dann gemacht, obwohl ich am Anfang sehr skeptisch war, ja sogar Vorbehalte gegen BaE hatte.

Redaktion: Was waren das für Vorbehalte?

Nico: Naja, BaE ist eben eine geförderte Ausbildung und man bekommt weiter ALG II, also das Arbeitslosengeld II als Grundsicherungsleistung vom Staat, und nicht die ‚normale‘ Ausbildungsvergütung. Und am ersten Tag in der Berufsschule, als ‚wir BaE-ler‘ uns in der Klasse vorgestellt haben, kam das auch zur Sprache, nicht das mit dem ALG II, aber schon die Umstände unserer Ausbildung. Denn die anderen Azubis sind ja bei ihrem Ausbildungsbetrieb angestellt und wir BaE-ler eben nicht, also mindestens nicht im ersten Jahr der Ausbildung. Und alle kamen wir von FRESKO e.V. , da hebt man sich schon von den anderen Azubis ab. Das Wort „außerbetrieblich“ klang für mich zuerst auch schlimm, ich habe mir am Anfang viele Gedanken gemacht: Vielleicht denken andere, ich lerne nicht so viel, wie ein ‚normaler‘ Auszubildender, meine Ausbildung hat nicht dieselbe Wertigkeit und ich kann nicht so viel wie jemand, der nicht in BaE war? Diese Gedanken haben bei meinem Start in BaE im August, zum Beginn des Ausbildungsjahrs, schwer auf mir gewogen und ich hatte echt mit Motivationsproblemen zu kämpfen, jeden Tag weiter dabeizubleiben. Ich wollte ja so gern den Anschluss schaffen, ich wollte eine Aufgabe. Und ich hatte zuerst den Eindruck, dass das mit so einer außerbetrieblichen Sache nicht gelingen kann.

Redaktion: Aber jetzt machst du deine Ausbildung bei FRESKO e.V. und bist damit ganz zufrieden, wie wir so als FRESKO-Kolleginnen und -Kollegen mitbekommen. Da hat sich also vieles zum Positiven gewendet in deinen Ansichten?

Nico: Absolut! Als ich erfahren habe, dass FRESKO mich im Haupthaus in der Rheinstraße 36 als Azubi aufnehmen wird, im Bereich Büromanagement, habe ich mich sehr darüber gefreut. Ich bin Mitte August in die Ausbildung eingestiegen. Und zwischenzeitlich haben sich meine Bedenken zerstreut. Ich lerne wirklich viel, ich habe viel zu tun jeden Tag, ich fühle mich als Mitarbeiter wertgeschätzt. Wenn ich nach eineinhalb Ausbildungsjahren eine sehr gute Zwischenprüfung ablege, was ich hoffe, dann könnte ich um ein halbes Jahr verkürzen. Das will ich aber nicht, das habe ich jetzt schon entschieden, ich will mir Zeit geben und die drei vollen Jahre mitnehmen.

Redaktion: Du bist jetzt im ersten Ausbildungsjahr, genauer: fast am Ende von dem Jahr. Was lernst du im Moment?

Nico: Im Moment arbeite ich sehr viel mit Microsoft Excel, zum Beispiel, um optimale Bestellmengen zu errechnen. FRESKO e.V. braucht ja Büromaterial und viele Dinge mehr. Da sind also wieder die Zahlen, die mir so gefallen. Ich lerne aber auch viel zu rechtlichen Aspekten: Arbeitsrecht, Vertragsrecht, welche Rechte und Pflichten haben Auszubildende. Ich lerne, Geschäftskorrespondenz zu schreiben. Dafür braucht man natürlich auch gutes Deutsch, das gibt es an meiner Berufsschule, also an der Schulze-Delitzsch-Schule, noch zusätzlich zum Ausbildungsprogramm. Englisch habe ich auch, ich verstehe gut, wenn ich etwas lese, aber schreiben kann ich nicht so gut. Englisch brauche ich aber voraussichtlich später nicht so unbedingt. Was noch? Buchhaltung und Rechnungswesen kommen dann ab dem zweiten Ausbildungsjahr, darauf freue ich mich schon. Ich begleite die beiden Mitarbeiterinnen der Verwaltung auch viel zu den Projekten, da bekomme ich also mit, wie vielfältig FRESKO e.V. so ist, welche verschiedenen Projekte es gibt. Jedes Projekt hat seine spezifischen Anforderungen und wir von der Verwaltung unterstützen die Projekt-Kolleginnen und -Kollegen, damit alles reibungslos läuft, da haben wir viele Aufgaben.

Was ich noch besonders sagen möchte: Der Stützunterricht in BaE, einmal die Woche etwas mehr als zwei Zeitstunden, ist wirklich toll! Ich habe einen Super-Lehrer, der gut erklären kann, der mich fordert und der mir immer genau so schwere Aufgaben gibt, wie ich bewältigen kann. Der Stützunterricht in BaE ist etwas, was man in einer ‚normalen‘ Ausbildung nicht bekommt, also wirklich einmalig, und der hilft sehr. Wir simulieren zum Beispiel Prüfungen, das trainiert mein Wissen und nimmt gleichzeitig die Nervosität weg für die echte Prüfung. Und da kann ich dann wirklich zeigen, was ich kann.

BaE in Kürze

Wer darf mitmachen?
Die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die einen Ausbildungsplatz suchen. Teilnehmen können junge Menschen, die Leistungen nach SGB II beziehen oder in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRESKO e.V. unterstützen die jungen Menschen dabei, einen Ausbildungsplatz in einem Beruf des Dualen Systems zu finden, und begleiten sie im ersten Ausbildungsjahr. Während dieses ersten Jahres übernimmt FRESKO e.V. die Vergütung der Auszubildenden und alle anfallenden Verwaltungstätigkeiten.

BaE-Mitarbeiterinnen Gisela Schmidt und Sarah Schmitt (v.l.)

Wie läuft die Ausbildung?
Der praktische Anteil der Ausbildung findet in Wiesbadener Betrieben aus unterschiedlichen Branchen statt. Ziel ist es, dass die Jugendlichen nach einem Jahr vom Kooperationsbetrieb in ein reguläres Ausbildungsverhältnis übernommen werden und schließlich einen anerkannten Berufsabschluss erwerben.

Der sogenannte Stützunterricht ist neben der Betreuung durch die FRESKO e.V.-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter das zweite wichtige Fundament, das das Projekt den jungen Auszubildenden bietet. Im Stützunterricht werden je nach Bedarf des Azubi Themen aus der Berufsschule oder aus der Praxis bearbeitet.

Wer bezahlt das?
Auftraggeber des Projekts, das FRESKO e.V. seit dem Jahr 2001 durchführt, ist die Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge. Finanziert wird das Projekt über das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Wenn die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die Zuweisung durch die Fallmanagerinnen und Fallmanager der Ausbildungsagentur der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Noch Fragen?
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie weitere Informationen? Ansprechpartner und Kontaktdaten finden Sie auf der BaE-Projektseite.

16. April 2019
von Ingrid Weinreich
Kommentare deaktiviert für Qualifizierungsscheck für eine berufliche Qualifizierung in Höhe von bis zu 4.000,- Euro für noch mehr Mitarbeitende

Qualifizierungsscheck für eine berufliche Qualifizierung in Höhe von bis zu 4.000,- Euro für noch mehr Mitarbeitende

Die Initiative ProAbschluss hat die Fördermöglichkeiten ausgeweitet. Mit Inkrafttreten der neuen Förderrichtlinie hat das Land Hessen die finanzielle Förderung durch den QualiScheck angepasst. Nun können alle Mitarbeitenden mit folgenden Voraussetzungen einen Qualifizierungsscheck für eine berufliche Qualifizierung erhalten:

  • Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Hessen
  • Mindestens 21 Jahre
  • Noch keinen Berufsabschluss im ausgeübten Beruf
  • Sozialversicherungspflichtig beschäftigt (auch geringfügig)

Neu ist, dass auch Beschäftigte der Kommunen und kirchlichen Einrichtungen sowie von Körperschaften des öffentlichen Rechtes einen Qualifizierungsscheck beantragen können. Die bisherige Altersgrenze für Antragsberechtigte wurde von mindestens 27 Jahre auf mindestens 21 Jahre gesenkt. Ausgeschlossen von der Förderung sind nunmehr lediglich Beschäftigte des Bundes oder der Länder.

Die FRESKO e.V.-Bildungscoaches beraten auf der IHK Bildungsmesse zur beruflichen Qualifizierung

Sie möchten sich beruflich höher qualifizieren?

Dann lassen auch Sie sich von den Bildungscoaches und Fachkräfteentwicklerinnen Frau Weber-Jung und Frau Weinreich zu Ihren beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten beraten und starten Sie schon morgen eine berufliche Bildung mit der Unterstützung von bis zu 4.000,- € durch den Qualifizierungsscheck.

Sie beschäftigen un- und angelernte Mitarbeitende, die mit höherer Qualifikation noch wertvoller für Ihr Unternehmen werden?

Dann finden Sie uns auch auf vielen Veranstaltungen, wie zuletzt auf der Bildungsmesse der IHK im RheinMain Congress Center (RMCC) in Wiesbaden. Wir beraten Sie und Ihre Mitarbeitenden auch vor Ort in Ihrem Unternehmen und kommen auf Wunsch gerne mit dem mobilen Beratungs-büro, dem ProAbschluss Infomobil vorbei.

 

4. April 2019
von Wencke Strauss
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Neu bei FRESKO e.V. gestartet: Qualifizierung für Kursleitende in Berufssprachkursen nach der DeuFöV A2/B1

Die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch bei FRESKO e.V. bietet seit März 2019 die dreimodulige „Qualifizierung für Kursleitende in Berufssprachkursen nach der DeuFöV A2/B1“ an. Die Qualifizierung orientiert sich an einem Fortbildungsformat, das von der Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ erarbeitet wurde, und richtet sich an Kursleitende, die in den Berufssprachkursen gemäß § 45 a Aufenthaltsgesetz unterrichten bzw. zukünftig unterrichten wollen. Die durch das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ geförderte und daher kostenlose Qualifizierung ermöglicht Dozierenden für Deutsch als Zweitsprache eine Erweiterung ihres Portfolios über die Zusatzqualifizierung für Kursleitende in Integrationskursen hinaus.

Großer Fortbildungsbedarf – hohe Nachfrage nach Qualifizierungsangeboten

Das Interesse ist beträchtlich, der erste Durchgang mit Beginn am 29. März ist bis auf den letzten Teilnehmerplatz ausgebucht. Susan Kaufmann, Projektleiterin der IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch und selbst Dozierende in der Qualifizierung, kennt viele Teilnehmende schon, denn sie haben an verschiedenen hessischen Standorten bereits an der „Qualifizierung für Kursleitende in Berufssprachkursen nach der DeuFöV B1/C1“ teilgenommen, die seit 2017 von FRESKO e.V. durchgeführt wird. „Mit unserer modularen Fortbildungsreihe wollen die Kursleiterinnen und Kursleiter ihre Einsatzmöglichkeiten im berufsbezogenen Deutsch als Zweitsprache auf die Niveaus A2 und B1 ausdehnen“, so Kaufmann.

„Wir registrieren einen hohen Fortbildungsbedarf und daraus resultierend eine hohe Nachfrage nach unserem Qualifizierungsangebot. Die Berufsbezogenen Sprachkurse mit den Zielsprachniveaus A2 und B1 stellen eine besondere Herausforderung für Kursleitende dar: Die Kurse sollen diejenigen DaZ-Lernenden zu einer erfolgreichen Zertifizierung auf A2 bzw. B1 Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) führen, denen es im Integrationskurs auch nach Absolvieren eines Wiederholungskurses nicht gelungen ist, die Prüfung ‚Deutsch-Test für Zuwanderer‘ mit dem B1-Zertifikat abzuschließen.

Kursleitende stehen also vor der Herausforderung, Teilnehmende, die schon über einen langen Zeitraum ohne den gewünschten Prüfungserfolg Deutsch gelernt haben, erneut auf eine Prüfung und zugleich auf Kommunikationssituationen im Beruf vorzubereiten.

Wir wollen die Kursleiterinnen und Kursleiter, die in den Berufsbezogenen Sprachkurse mit den Zielsprachniveaus A2 und B1 unterrichten oder sich auf eine Tätigkeit in diesem Kurssegment vorbereiten, mit didaktisch-methodischem Handwerkszeug versorgen. Die Fortbildung will einen Überblick über Konzepte und Rahmenbedingungen der Berufssprachkurse geben, Impulse und Methoden für die Durchführung des berufsbezogenen DaZ-Unterrichts anbieten, die Möglichkeit geben, relevante Materialien kennenzulernen und einzuschätzen, Anregungen geben, wie der Spagat zwischen Prüfungsvorbereitung und berufsbezogenem Unterricht gelingen kann und nicht zuletzt den kollegialen Austausch fördern.“

Didaktisches Handwerkszeug für den Unterricht für Kursteilnehmende mit unterbrochener oder geringer Schulbildung

„Es gibt verschiedene Gründe, warum jemand den Integrationskurs nicht geschafft hat“, so Kaufmann. „Viele der Kursteilnehmenden haben selbst nur eine eingeschränkte oder unterbrochene Schulbildung und daher Mühe, mit den Anforderungen eines intensiven lernziel- und prüfungsorientierten Deutschkurses zurechtzukommen. Kursleitende können das an vielen Verhaltensweisen beobachten, z. B. wenn Lernende einen Satz nur bis zum Zeilenende lesen, obwohl er mit einem Umbruch in der nächsten Zeile weitergeht, von Sonderzeichen wie Doppelpunkt oder Anführungszeichen verwirrt sind, mit dem Lernmaterial, den Büchern, nicht zweckgemäß umgehen können oder nicht das richtige oder gar kein Schreibzeug dabeihaben.

Oft bringen die Lernenden auch andere Erfahrungen mit Unterricht und andere Erwartungen an die Dozierenden nach Deutschland mit: ‚Die wissen alles und nehmen mich an der Hand, führen mich‘. Das kollidiert mit dem deutschen Verständnis von Lehren und Lernen, das beim Teilnehmenden die aktive, gestalterische Rolle, die Verantwortung für den eigenen Lernprozess sieht.

Kursleitende müssen sensibilisiert sein für diese besondere Lernsituation und ihren Unterricht mit viel Einfühlsamkeit gestalten. So ist es z. B. wichtig, dass sie mit ihren Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern Lerntechniken und den effizienten Umgang mit Lern-Hilfsmitteln einüben: Die Lernenden sollen sich idealerweise irgendwann auch selbst behelfen, selbst weiterlernen können – denn der größte Teil des Lernens findet nicht in formalisierten, strukturierten Situationen wie den Sprachkursen statt, sondern im ganz alltäglichen Leben.“

22. März 2019
von Wencke Strauss
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Zwei neue Berufsbezogene Sprachkurse „Zielsprachniveau B1“ mit 400 und „Zielsprachniveau B2“ mit 500 Unterrichtsstunden gestartet

Die Berufssprachkurse gem. § 45 a Aufenthaltsgesetz sind auch im dritten Programmjahr eines der teilnehmerstärksten und gefragtesten Deutschförderangebote bei FRESKO e.V.  Zusätzlich zu den B2-Kursen sind im vergangenen Jahr die Berufsbezogenen Sprachkurse mit Zielsprachniveau B1 neu ins Programm gekommen, in der zweiten Märzwoche konnte jetzt bereits der dritte dieser B1-Kurse starten. Auf die bisher sehr gute Erfahrung mit diesem Format zurückblickend, erwartet Fachbereichsleiterin Maia Oschmann auch mit diesem Kursstart wieder eine zielstrebige Lerngruppe.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Berufsbezogenen Sprachkurses mit Zielsprachniveau B1

Anschluss an den Integrationskurs

„Der Kurs ist eine einmalige Gelegenheit für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, innerhalb einer staatlichen Förderung – und damit kostenlos – das B1-Sprachniveau zu erreichen und die Zertifikatsprüfung abzulegen. Außerhalb der Berufssprachkurse existiert eine solche Förderung im Anschluss an die Integrationskurse nicht. Man muss dazu wissen: Wenn sie zu uns kommen, haben unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits entweder die 900 Unterrichtsstunden, die im Integrationskurs maximal vorgesehen sind, voll ausgeschöpft, haben aber nicht das B1-Zertifikat erreichen können.

Fachbereichsleiterin Maia Oschmann im Unterricht

Oder sie haben zwar den Integrationskurs erfolgreich mit der Zertifikatsprüfung beendet, konnten danach aber aus verschiedenen Gründen keine weiteren Kurse besuchen und ihr Sprachniveau hat sich wieder von dem damals erreichten B1 entfernt. Sie haben aufgrund ihrer geringeren Sprachkompetenzen kaum Möglichkeiten, sich sinnvoll und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Eine große Gruppe unter unseren Teilnehmenden sind Frauen, die durch Kindererziehungszeiten nach dem Integrationskurs den Anschluss beim Deutschlernen verloren haben. Sie sehen in dem B1-Kurs ganz klar eine Chance für ihre Entwicklung. Den Berufsbezogene Sprachkurs mit Zielsprachniveau B1 nun erfolgreich zu absolvieren, ist natürlich auch Voraussetzung für den Zugang zur weiterführenden Deutschförderung auf dem Niveau B2.

Ziele: Arbeit oder Ausbildung und mehr soziale Kontakte

Das ist nachvollziehbarerweise für viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer das nächste Ziel: Sprachkenntnisse auf einem guten Niveau, dem B2, zu erwerben, um eine Arbeit aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen zu können, um mit anderen Menschen in der Zielsprache Deutsch in Kontakt treten zu können und ihr soziales Umfeld zu erweitern, um sich vielleicht in Kindergarten und Schule für die eigenen Kinder stärker einbringen zu können und vieles mehr. Das B1 legt da eine wichtige Basis und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind erfahrungsgemäß hochmotiviert, nach Misserfolgserfahrungen diese Sprachstufe endlich zu schaffen.“

Der Berufsbezogene Sprachkurs mit Zielsprachniveau B1 ist aber keine bloße Wiederholung des Integrationskurses. Das liegt schon daran, dass das Format der Zertifikatsprüfung ein anderes ist und man Deutsch-Kenntnisse auf einem höheren Niveau auf dem Punkt zusammenbringen muss. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben auch über die Zeit, in denen sie keine strukturierte Förderung erhalten haben, viele Fähigkeiten und Kenntnisse, zum Beispiel bei den grammatischen Strukturen, wieder verlernt. Oder es haben sich Gewohnheiten entwickelt, die sie durch den Alltag bringen, die aber fern vom richtigen Sprachgebrauch sind, ohne dass sie selbst und ohne Unterstützung gegensteuern können. Deshalb gibt es auch in dem über 400 Unterrichtsstunden angelegten B1-Kurs, wie in allen Berufssprachkursen, eine sozialpädagogische Betreuung, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Lernschwierigkeiten helfen kann zu erkennen, wie sie lernförderliche Bedingungen für sich schaffen können.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Berufsbezogenen Sprachkurses mit Zielsprachniveau B2 mit Lehrerin Petra Gandor

B2-Sprachkurs mit deutlichem Berufsbezug

Ein Novum im Berufssprachkurs-Angebot bei FRESKO e.V. ist der ebenfalls in der zweiten Märzwoche gestartete Berufsbezogene Sprachkurs mit Zielsprachniveau B2 mit 500 Unterrichtsstunden. Die hohe Stundenzahl soll den Ausgleich von Defiziten ermöglichen, wenn die B1-Zertifikatsprüfung, die Voraussetzung für die Aufnahme in den B2-Kurs ist, schon länger zurückliegt. Oder wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht in allen Prüfungsteilen sicher ein B1 erreicht, sondern Prüfungsteile wie Lesen oder Schreiben mit A2 abgeschlossen haben, was unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Mit einer Reihe von Themen wie „Kommunikation am Arbeitsplatz“ oder „Darstellung der eigenen Qualifikationen und Kompetenzen“ hat dieser längere B2-Kurs außerdem einen deutlichen, unmittelbaren Berufsbezug und soll die Deutsch-Sprachkenntnisse für Arbeit, Arbeitssuche, Aus- und Weiterbildung stärken.

„Diese Erweiterung der Inhalte bei den Berufsbezogenen Sprachkursen mit Zielsprachniveau B2 und allein schon die Länge des Kurses verlangen natürlich von unseren Lehrkräften eine besonders strukturierte, nachhaltige Planung, sie müssen ihre ganze Expertise in die Waagschale werfen“, so Fachbereichsleiterin Maia Oschmann. „Wir freuen uns aber auf die Herausforderung, weil wir wissen, dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur profitieren können, wenn FRESKO e.V. sie bei diesem wichtigen sprachlichen Entwicklungsschritt begleitet.“

21. Juni 2017
von Ruth Weber-Jung
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Wiesbaden Engagiert 2017: „Unser Hof ist schöner geworden“

Gestern haben wir im Rahmen von Wiesbaden Engagiert! unseren Vorgarten zu einem Sitzgarten umgestaltet. Dank der tollen und tatkräftigen Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauptamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden konnten wir schon nach wenigen Stunden harter Arbeit ein tolles Ergebnis präsentieren.

21. September 2016
von Ruth Weber-Jung
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Danke an Vitos Rheingau für die großzügige Spende!

Pressemitteilung von Vitos Rheingau

Patientenspende der Klinik für forensische Psychiatrie Eltville an Flüchtlingshilfe:

Selbst Benachteiligte helfen Menschen in Not

Eltville, 20. September 2016 – Patienten und Mitarbeiter der Klinik für forensische Psychiatrie Eltville haben sich entschieden, die Einnahmen ihres diesjährigen Flohmarktstandes an die Flüchtlingshilfe in Eltville zu spenden. Bürgermeister Patrick Kunkel und FRESKO e.V.-Geschäftsführerin Ruth Weber-Jung nahmen die Spende bei Vitos Rheingau entgegen.

Die spendenden Patienten sind selbst gehandicapt: Als psychisch kranke Rechtsbrecher sind sie nicht nur behandlungsbedürftig und häufig lebenslänglich auf Medikamente angewiesen, sie leben in einer gesicherten Klinik, die sie nur mit Erlaubnis und unter Auflagen für klar umgrenzte Zeiträume verlassen dürfen. Trotzdem entschieden sich die Patienten der Klinik für forensische Psychiatrie dafür, die Einnahmen, die sie auf dem diesjährigen Mai-Flohmarkt auf dem Eichberg erwirtschaftet haben, an die Flüchtlingshilfe der Gemeinde Eltville zu spenden. „Ich bin beeindruckt von so viel Hilfsbereitschaft“, sagt Bürgermeister Patrick Kunkel bei der Scheckübergabe. „Wir können Spenden für die bei uns untergekommenen Flüchtlinge sehr gut gebrauchen und sind für jeden Beitrag dankbar. Dass Menschen unter Zurücksetzung der eigenen prekären Lebensumstände anderen Gutes tun, finde ich einfach großartig.“ Auch Ruth Weber-Jung, Geschäftsführerin von FRESKO e.V., der Organisation, die in Eltville und Walluf die Flüchtlingsarbeit – mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern und mit Hilfe vieler engagierter Ehrenamtlicher – durchführt, zeigte sich beeindruckt und versicherte, das Geld nutzbringend einzusetzen. „Wir brauchen dringend Gelder, um die Deutschkurse mit Lehr- und Lernmaterialien auszustatten“ sagte sie bei der Übergabe. „Denn nach wie vor ist die Beherrschung der Sprache der Schlüssel für die soziale und berufliche Integration der Asylbewerber.“

Hintergrundinformation: Die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Eltville gehört zu Vitos Rheingau. Hier werden Patienten untergebracht, die eine Straftat begangen haben und aufgrund einer psychischen Erkrankung als nicht schuldfähig (§ 20 StGB) eingestuft werden und deshalb nicht verurteilt werden können. Zur Abwendung von Gefahren für die Allgemeinheit ordnet das Gericht dann eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (nach § 63 StGB) an. Die Klinik sorgt für die gesicherte Unterbringung der Patienten und behandelt ihre Krankheitsbilder. Ziel ist eine Besserung herbeizuführen, die den Patienten ein Leben ohne erneute Straffälligkeit außerhalb der Klinik ermöglicht. Dazu gehört bei entsprechenden Behandlungsfortschritten eine schrittweise Lockerung der Sicherheitsauflagen, sodass nach und nach eine Teilhabe am sozialen Leben und am Ende für hoffentlich viele Patienten ein eigenständiges Leben außerhalb der Klinik möglich wird.