FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

17. September 2021
von Wencke Strauss
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Digital Lehren Lernen – Online-Schulungen zur Förderung digitaler Kompetenz Lehrender der IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch

Digitale Medien im Unterricht“ – unter diesem Oberbegriff hat die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch eine Reihe von Online-Schulungen durchgeführt. Sie richten sich an Lehrende, die z. B. in berufsbezogenen Maßnahmen mit Deutsch als Zweitsprache tätig sind.

Mit der Pandemie waren die Lehrenden gezwungen, ihren in Präsenzphasen erprobten Unterricht in virtuellen Klassenzimmern (VK) durchzuführen. Keine ganz einfache Sache, denn die aus dem Präsenzunterricht gewohnte DaZ-Didaktik und -Methodik ist nicht 1 zu 1 auf das neue Medium übertragbar. Dieses bietet nämlich neben besonderen didaktischen Möglichkeiten auch spezielle Herausforderungen.

Folgende Schulungen wurden konzipiert und (zum Teil mehrfach) durchgeführt: „Digitale Tools zum kollaborativen Arbeiten im berufsbezogenen DaZ-Unterricht“, „Digitale Tools zum Üben und Evaluieren im berufsbezogenen DaZ-Unterricht“, „Berufsbezogener (DaZ-)Unterricht im Virtuellen Klassenzimmer“. Die Reihe wird durch eine Fortbildung „Videos im bezugsbezogenen DaZ-Unterricht“ ergänzt.

Die Trainerinnen der IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch, Silvia Miglio (l.) und Susan Kaufmann, im Videokonferenzsystem während einer Online-Schulung

Die Schulungen griffen den Weiterbildungsbedarf im Zusammenhang mit diesen Fragen auf. Ziel war (und ist weiterhin) die Professionalisierung der Lehrkräfte im Hinblick auf ihre Unterrichtskompetenz in virtuellen Räumen. Sie haben erfahren und gelernt, wie das spezifische Potential der virtuellen Klassenzimmer in Bezug auf die Lernziele- und Bedürfnisse der Lernenden genutzt werden kann.

Weder die Teilnehmenden noch die Trainerinnen Susan Kaufmann und Silvia Miglio konnten voraussehen, dass Fortbildungen im virtuellen Raum so viel Spaß machen würden. Viele der Lehrkräfte kamen mit der Überzeugung, dass digital kein interessanter Unterricht mit Lachen, Mimik, Rollenspiel, Bewegung möglich sei, sondern nur langweiliger „Frontalunterricht“. Sie lernten – im lebendigen Wechsel – eine Fülle von neuen und interessanten Werkzeugen und Methoden kennen, die schnell und einfach eingesetzt werden können, und konnten diese ausprobieren. Wow, so schwierig ist es gar nicht!

Die Schulungen wurden beim IQ Landesnetzwerk Hessen als Good Practice-Beispiele eingereicht. Aufgrund des großen Erfolgs gab und gibt es Anfragen, sie als Inhouse-Schulungen bei Trägern für berufsbezogene Maßnahmen mit Deutsch als Zweitsprache umzusetzen.

30. August 2021
von Wencke Strauss
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Beratung, Prävention und Netzwerkarbeit: QuABB-Beraterinnen auf Infomesse „Was geht? Perspektiven für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund“ im Haus der Vereine Dotzheim

Die QuABB-Beraterinnen von FRESKO e.V. am Infomesse-Stand (v.l.n.r.): Nina Becker, Ewa Hartmann, Friederike Freund und Barbara Emmelheinz

Auf der Infomesse „Was geht?“ zu Ausbildung und Beruf für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte des Wiesbadener Netzwerks „Gemeinsam in Wiesbaden – Netzwerk für Integrationspartner“ waren die Beraterinnen des FRESKO e.V.-Projekts „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)“ auch 2021 mit einem eigenen Stand vertreten. Die Infomesse findet jedes Jahr statt, 2020 musste sie allerdings wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Junge Menschen auf der Suche nach Ausbildung und Beruf sowie auch Ehrenamtliche und Hauptamtliche erhalten auf der Infomesse die Möglichkeit, Angebote verschiedenener Akteur:innen aus der Ausbildungs- und Arbeitswelt kennen zu lernen, Fragen zu stellen und sich mit den Anbieter:innen auszutauschen.

Die QuABB-Beraterinnen von FRESKO e.V. unterstützen Auszubildende, Betriebe, Berufsschulen und Eltern dabei, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen. Und sie helfen mit professioneller Beratung und Begleitung, drohende Abbrüche abzuwenden und Anschlussperspektiven zu erarbeiten.

„Unser Team hat sich auch 2021 wieder gern an der Infomesse beteiligt, denn Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte in Ausbildung können immer mal wieder vor besonderen Herausforderungen stehen, die die Ausbildung bedrohen “, so Friederike Freund, QuABB-Beraterin von FRESKO e.V. in der Kerschensteinerschule – Berufsschulzentrum Wiesbaden im Interview mit der Redqaktion von www.fresko-org. „Wir beraten in Wiesbaden natürlich alle Auszubildenden, Betriebe und Eltern. Aber es macht doch einen großen Unterschied für die jungen Menschen, wenn beispielsweise die Familien im Herkunftsland verblieben sind.“

QuABB-Beraterin Barbara Emmelheinz: „Und auch die Unkenntnis der Abläufe ist oft eine Schwierigkeit. Deshalb wollen wir jedes Jahr mit unserer Präsenz auf der Infomesse die Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule bei den künftigen Auszubildenden noch bekannter machen.“ Emmelheinz‘ Kollegin Nina Becker ergänzt: „Deshalb ist es wirklich hilfreich, dass wir präventiv informieren können. So wird frühzeitig dafür sensibilisiert,auftretende Schwierigkeiten zu besprechen. Ist der Konflikt noch nicht hoch eskaliert, kann er besser gelöst werden.“

Die vierte QuABB-Kollegin im Bunde, Ewa Hartmann, hebt besonders hervor, dass darüber hinaus die Infomesse eine Gelegenheit war, nach den eingeschränkten Möglichkeiten in den vergangenen Monaten Kontakte im Netzwerk zu pflegen. Das sei wichtig, da bei QuABB auch oft Verweisberatungen durchführt werden und die Ausbildungsbegleiter:innen eng mit „Gemeinsam in Wiesbaden – Netzwerk für Integrationspartner“ zusammenarbeiten.

18. August 2021
von Wencke Strauss
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Für junge Migrant:innen geht auch 2021 was! QuABB-Beraterinnen auf Infomesse „Was geht? Perspektiven für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund“ im Haus der Vereine Dotzheim

Auf der Infomesse „Was geht?“ zu Ausbildung und Beruf für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte des Wiesbadener Netzwerks „Gemeinsam in Wiesbaden – Netzwerk für Integrationspartner“ sind die Beraterinnen des FRESKO e.V.-Projekts „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)“ auch 2021 mit einem eigenen Stand vertreten. Die Infomesse für junge Menschen in bzw. auf der Suche nach Ausbildung und Beruf, für Ehrenamtliche und Hauptamtliche bietet verschiedenen Akteur:innen aus der Ausbildungs- und Arbeitswelt die Möglichkeit, an Gesprächstischen ihre Angebote vorzustellen, Fragen zu beantworten und sich mit den Besucher:innen austauschen.

Die QuABB-Beraterinnen von FRESKO e.V. unterstützen Auszubildende, Betriebe, Berufsschulen und Eltern dabei, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen. Und sie helfen mit professioneller Beratung und Begleitung, drohende Abbrüche abzuwenden und Anschlussperspektiven zu erarbeiten.

„Unser Team beteiligt sich auch im Jahr 2021 gern an der Infomesse, denn wir sehen viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte in Ausbildung in unseren Beratungen“, so Nina Becker, QuABB-Beraterin von FRESKO e.V. in der Kerschensteinerschule – Berufsschulzentrum Wiesbaden. „Überwiegend kommen diese jungen Auszubildenden wegen Sprachförderbedarfen. Aber auch andere Problematiken spielen bei vielen eine Rolle. Zum Beispiel die Wohnsituation ohne Familienanschluss, denn die Familien sind oft im Herkunftsland unserer ratsuchenden Azubis verblieben. Und auch die Unkenntnis der Abläufe bei den deutschen Ämtern und Behörden. Auszubildende mit Flucht- und Migrationsgeschichte sind ganz klar eine Personengruppe, die wir mit unseren Beratungsangeboten erreichen möchten. Wir wollen mit unserer Präsenz auf der Infomesse die Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule bei ihnen noch bekannter machen.“

Das Ausbildungsjahr 2021/22 hat nun begonnen. Die QuABB-Beraterinnen geben auf der Infomesse unter anderem dazu Auskunft, wie die jungen Azubis sowie Menschen, die sie bei ihren Ausbildungen unterstützen, sich im Bedarfsfall bei QuABB melden können. Wie also der Zugang zur Beratung funktioniert. Und wer sie in welchen Fällen in Anspruch nehmen kann.

11. Mai 2021
von Wencke Strauss
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Jeder Abschluss ist ein neuer Anfang! ProAbschluss-Bildungsberatung mit dem Infomobil am 19. Mai vor Dow Silicones, Wiesbaden


Kostet nichts, bringt viel: Ein Beratungsgespräch zum Thema berufsbezogener Abschluss.

Haben Sie langjährige Berufserfahrung, aber Ihnen fehlt ein Berufsabschluss in Ihrem Tätigkeitsfeld? Es ist nie zu spät, einen Berufsabschluss zu erwerben! Wie das geht, zeigen Ihnen die Bildungscoaches von FRESKO e.V.

Kommen Sie zur mobilen Bildungsberatung am Infomobil der Initiative ProAbschluss vor dem Haupteingang der Dow Silicones Deutschland GmbH in Wiesbaden. Die Bildungscoaches sind vor Ort und bieten unverbindlich und kostenfrei eine Beratung rund um Ihre berufliche Qualifizierung. Wir ermitteln gemeinsam Ihre Kompetenzen und zeigen Ihnen den Weg auf: von der Prüfungsvorbereitung bis zur Prüfung und zum erfolgreichen Berufsabschluss.

Wann? 19. Mai 2021

Wo? Parkplatz vor dem Haupteingang von Dow Silicones, Rheingaustraße 34, 65201 Wiesbaden

Wir beraten alle Interessierten zu individuellen beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten – unabhängig von der Unternehmensgröße, vom Großunternehmen bis zum Kleinstbetrieb. Und sind auf Ratsuchende und Multiplikatoren mit kleinen und feinen Giveaways eingestellt.

Der Fokus der Unterstützungsleistungen von ProAbschluss an Beschäftigte und Betriebe mit der Bildungsberatung und dem hessischen Förderinstrument „Qualifizierungsscheck“ liegt außerdem ausdrücklich auch auf den Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Sie können nicht zum Infomobil kommen, interessieren sich aber für eine Beratung zur beruflichen Qualifizierung? Wir beraten in unseren Räumlichkeiten bei FRESKO e.V. in Wiesbaden in der Rheinstraße 36 („Haus des Handwerks“). Zusätzlich bieten wir Sprechzeiten in Eltville und in Taunusstein an.

Melden Sie sich gern bei uns!

Ingrid Weinreich PROAbschluss Bildungscoachinnen Nachqualifizierung FRESKO e.VRuth Weber-Jung FRESKO e.V. Projekt Eltville Asyl
Ingrid Weinreich
0611 9697046-7
i.weinreich[a]fresko.org
Ruth Weber-Jung
0611 408074-48
r.weber-jung[a]fresko.org
Claudia Ackermann
0611-9697046-6
c.ackermann[a]fresko.org

19. November 2020
von Wencke Strauss
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Das Team von BaE gratuliert acht Gesellinnen und Gesellen zur bestandenen Ausbildung

Das BaE-Team und Geschäftsführerin Ruth Weber-Jung grüßen die Absolvent*innen

Trotz der besonderen Herausforderungen, die das Jahr 2020 auch und insbesondere für Auszubildende bereithielt, konnten alleine diesen Sommer acht junge Menschen ihre Ausbildung im Rahmen der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) erfolgreich abschließen und sind nun Geselle oder Gesellin.

Die acht Gesellinnen und Gesellen, denen das Team der BaE an dieser Stelle ganz herzlich zur bestandenen Abschlussprüfung gratuliert, sind nunmehr gefragte Fachkräfte, die den Arbeitsmarkt mit ihrer Expertise und ihrem Engagement bereichern werden. Sie reihen sich ein in die Riege derjenigen Auszubildenden, die in den vergangenen Jahren alle Herausforderungen meistern konnten, die eine Ausbildung im dualen System mit sich bringt.

Der mitunter anspruchsvolle Spagat zwischen Berufsschule und Betrieb, den die acht Gesellinnen und Gesellen mit Bravour meisterten, wurde in diesem Jahr noch zusätzlich durch die Corona-Pandemie verkompliziert.

Doch weder die zeitweise Umstellung auf Fernlehre noch die mit der Einschränkung des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft einhergehenden schwierigen Umstände konnten die acht Absolvent*innen davon abhalten, mit Ausdauer und Elan auch die letzte Hürde – die Abschlussprüfung – zu nehmen. Für die Zukunft wünscht das Team von BaE den Absolvent*innen alles erdenklich Gute und dankt für die gemeinsam verbrachten Jahre!

Die Bandbreite der Ausbildungsberufe bei FRESKO in der Berufsausbildung in Außerbetrieblicher Einrichtung (BaE) ist dabei ebenso vielfältig wie die Menschen, die sie ausüben.

Neben klassischen kaufmännischen Berufen wie dem Kaufmann / der Kauffrau im Einzelhandel, sind insbesondere auch verschiedenste handwerkliche Berufe wie etwa Zerspanungsmechaniker*in oder medizinische Berufe wie der/die zahnmedizinische Fachangestellte Teil des von BaE abgedeckten Portfolios. In der Regel gelingt es, eine Ausbildung im Wunschberuf der Auszubildenden zu ermöglichen.

Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden Stützunterricht durch fachlich versierte Lehrkräfte, die ihnen alle erforderlichen Lerninhalte für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung vermitteln. Die sozialpädagogischen Betreuer*innen des Projekts fungieren dabei als zuverlässige und erfahrene Ansprechpartner*innen, die in allen die Ausbildung betreffenden Belangen unterstützen. Sprach- und kultursensible Beratung in allen Lebenslagen gehören dabei ebenso wie ein auf die individuellen Bedürfnisse der Auszubildenden zugeschnittener Fachunterricht zum Leistungsspektrum der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung.

Text: Laura Hähn, FRESKO e.V., Foto: FRESKO e.V.

19. Juni 2020
von Wencke Strauss
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Öffnung unseres Schulungshauses für Präsenzangebote

Aufgrund der aktuellen Entscheidungen der Hessischen Landesregierung dürfen, unter Berücksichtigung der Hygiene-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI), Unterrichtsangebote sowie Einzelberatung in Präsenzform durchgeführt werden.

Zum Schutz unserer Teilnehmer*innen und Kolleg*innen haben wir ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt und unser Schulungshaus entsprechend ausgestattet.

Folgende Regelungen sind u.a. zu beachten:

* Im gesamten Innen- wie Außenbereich von FRESKO e.V. ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
* Der Zugang zum Gebäude erfolgt über die Seiteneingänge nach vorheriger Absprache.
* Die Hände sind nach Betreten des Gebäudes gründlich zu waschen.
* Im gesamten Gebäude ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.
* Das Verlassen des Gebäudes erfolgt über den Haupteingang.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartner*innen oder rufen Sie uns an unter Telefon: 0611 408074-0.

Wir informieren Sie an dieser Stelle regelmäßig über aktuelle Entwicklungen.

Bleiben Sie weiterhin gesund!
Ihr Team von FRESKO e. V.

19. Juni 2020
von Wencke Strauss
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Das Infomobil kommt nach Taunusstein und bietet Beratung zur beruflichen Qualifizierung

Haben Sie während der Coronazeit über Ihre beruflichen Perspektiven nachgedacht? Haben Sie langjährige Berufserfahrung, aber Ihnen fehlt nur der duale Berufsabschluss in Ihrem Tätigkeitsfeld? Das Land Hessen fördert mit ProAbschluss das Erlangen eines Berufsabschlusses mit einem QualiScheck, mit bis zu 4.000,- € Kostenübernahme der Kurs- und Prüfungsgebühren.

Beratung zur Nachqualifizierung und Fördermittel des Landes Hessens nutzen

ProAbschluss ist mit der mobilen Beratung im Infomobil unterwegs

Am Freitag, den 26.06.2020 in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr sind wir Bildungscoaches mit dem Infomobil von ProAbschluss am Familienzentrum MÜZE Taunusstein, Scheidertalstr. 27 in Hahn und beraten Sie gerne zu Ihren persönlichen Möglichkeiten. Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen Ihre Kompetenzen und zeigen Ihnen den Weg auf, von der Vorbereitung zu der Prüfung bis zum erfolgreichen Abschluss in Ihrem Beruf.

Sie können an dem Freitag nicht vorbeikommen und interessieren sich für eine Beratung zur beruflichen Qualifizierung? Wir beraten Sie gerne persönlich, telefonisch oder per Videokonferenz!

ProAbschluss mit der mobilen Beratung unterwegs

Bildungscoaches beraten zur beruflichen Weiterbildung und den Finanzierungsmöglichkeiten

Wir beraten wieder persönlich in unseren Beratungsräumen bei FRESKO e.V. in Wiesbaden in der Rheinstraße 36 und bieten Sprechzeiten in Eltville und in Taunusstein an. Die nächsten Beratungstermine im Rheingau-Taunus-Kreis finden am Montag, den 22.06.2020 von 09:00 bis 11:00 Uhr im Familienzentrum MÜZE Taunusstein, Scheidertalstr. 27 in Hahn und am 03.07.2020 von 11:00 bis 13:00 Uhr in Eltville im MGH II., Wallufer Str. 10 in Eltville. Vereinbaren Sie bitte vorher mit uns einen Termin unter proabschluss[a]fresko.org oder unter 0611 969 70 46-7.

Für Ihren und unseren Schutz bitten wir Sie, im geschlossenen Raum eine Mund-Nasen-Bedeckung zu nutzen.

Es ist nie zu spät einen Berufsabschluss zu erwerben! Melden Sie sich bei uns!

Ingrid Weinreich PROAbschluss Bildungscoachinnen Nachqualifizierung FRESKO e.VRuth Weber-Jung FRESKO e.V. Projekt Eltville Asyl
Ingrid Weinreich
0611 9697046-7
i.weinreich[a]fresko.org
Ruth Weber-Jung
0611 408074-48
r.weber-jung[a]fresko.org
Claudia Ackermann
0611-9697046-6
c.ackermann[a]fresko.org

17. Februar 2020
von Wencke Strauss
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Zwei neue Projekte für Geflüchtete gestartet: „SAF“ und „SPrunGG“ bei FRESKO e.V.

Sprache und Arbeit: FRESKO e.V. macht Geflüchtete fit in Deutsch

Nicht jeder Mensch mit Migrationshintergrund, der in Deutschland lebt, hat Zugang zu den Integrationskuren des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und damit zu kostenlosem, gefördertem Sprachunterricht vom ersten Kontakt mit der deutschen Sprache bis zum mittleren Sprachniveau B1. Klar ist aber, dass das Deutschlernen mit der Alphabetisierung, also mit dem Erlernen der deutschen Schriftsprache, nicht aufhört. Und dass diejenigen, die keinen Integrationskurs besuchen können, auch selbst gern weiter lernen möchten – bis sie sich selbständig mit Muttersprachlern und anderen Zweitsprechern auf Deutsch in Wort und Schrift verständigen können.

Um den Deutschförderbedarf derjenigen Migrantinnen und Migranten in Wiesbaden zu decken, die nicht in einem Integrationskurs Deutsch lesen und schreiben lernen und dann weitergehen bis zum B1 und die auch absehbar keinen Kurs besuchen können, hatte die Landeshauptstadt FRESKO e.V. bereits im Jahr 2018 damit beauftragt, das Projekt „Sprache und Arbeit für Flüchtlinge“, kurz: SAF, zu konzipieren und durchzuführen, gefördert aus Mitteln des Ausbildung- und Qualifizierungsbudgets des Landes Hessen.

Im Januar 2020 hat nun eine neue Gruppe in SAF mit dem Unterricht auf dem Niveau A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) bei FRESKO e.V. begonnen. Die Lernenden, die aus asiatischen und afrikanischen Ländern sowie aus der Karibik kommen, haben sich in der zweiwöchigen Intensivphase zu Kursbeginn schon gut kennengelernt, die Arbeitsatmosphäre ist freundlich und respektvoll. Auch Nachrückende werden herzlich aufgenommen und in der Anfangsphase von ‚alten Hasen‘ aus der Gruppe mit allem vertraut gemacht.

Alle Lernenden besuchen an drei Tagen den Sprachunterricht und nehmen an den anderen beiden Tagen eine Arbeitsgelegenheit (AGH) in Betrieben der Landeshauptstadt Wiesbaden wahr bzw. durchlaufen bei den BauHaus Werkstätten, Wiesbaden, eine Flüchtlingsintegrationsmaßnahme (FIM). So arbeiten sie z. B. in den Bereichen Küche, Haustechnik, Grünpflege oder in der Fahrradwerkstatt. Dieser Wechsel von Theorie- und Praxisphasen ist sehr effektiv und garantiert eine enge Verzahnung zwischen Sprachunterricht und Berufspraxis.

Aus SAF hervorgegangen ist das neue FRESKO e.V.-Projekt „Sprache, Praktikum und Grundbildung für Geflüchtete“, kurz: SPrunGG.

SPrunGG wurde konzipiert von Programmentwicklerin Dr. Karin Wullenweber. SPrunGG steht sowohl Teilnehmenden aus SAF als auch anderen Personengruppen offen, die ungefähr das Niveau A1 (GER) erreicht haben und noch in der Zuständigkeit des Sozialdiensts Asyl der Landeshauptstadt Wiesbaden sind. Im Unterschied zu SAF durchlaufen die Teilnehmenden aber dieses Kurses keine Arbeitsgelegenheit, sondern sie sammeln im Rahmen eines vierwöchigen Praktikums berufliche Erfahrungen direkt auf dem Wiesbadener Arbeitsmarkt. Auch diese Gruppe, die ebenfalls im Januar gemeinsam begonnen hat, zeigt eine große Lernbereitschaft und arbeitet mit hohem Arbeitseifer an ihrem Ziel, das Niveau A2 (GER) zu erreichen und parallel dazu Berufspraxis zu erwerben.

„Die Menschen, die in den beiden Projekten SAF und SPrunGG zusammen lernen und arbeiten, haben eigentlich grundverschiedene Voraussetzungen. Manche unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei Kursbeginn Bedenken geäußert, ob sie den Sprachkurs zusammen mit der AGH/FIM bzw. mit dem Praktikum schaffen können“, sagt Projektleiterin Dorothee Hansen-Stoffels. „Sie hatten zuvor oft noch keinen geregelten Kursbetrieb oder täglichen Deutschunterricht erlebt und bringen zum Teil aus ihren Herkunftsländern auch nur geringe Schulbesuchszeiten mit, viele haben keinen formalen Berufsabschluss. Die Schwellenängste abzubauen und für alle eine gute Lernatmosphäre, einen dem Lernen förderlichen  Zusammenhalt in der Lerngruppe zu schaffen, das ist unser Anspruch.

Wir wollen erreichen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer uns so verlassen, dass sie – individuell auf ihrem Niveau, unbedingt aber angemessen und ausreichend – kommunizieren können. Und wir wollen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich auch aktivieren, das gehört ja ganz klar zu unserem Auftrag in beiden Projekten.“ Deshalb gibt es die Erfahrung und Erprobung in der Praxis in beiden Programmen: Was bedeutet überhaupt Beruf, was bedeutet Ausbildung? Was meinen die Deutschen, wenn sie davon sprechen oder mich fragen, welchen Beruf ich in meinem Heimatland gelernt und ausgeübt habe? Welche Arbeit kann ich mit meinen Fähigkeiten hier in Deutschland aufnehmen?

„Die berufsbezogenen Themen im Kurs sind das Pfund, mit dem wir wuchern können“, so Hansen-Stoffels

„Der Berufsbezug kommt besonders gut bei unseren Teilnehmenden an, davon profitieren sie ganz klar. Die Teilnehmenden lernen Sprachbausteine und Strategien, die sie direkt am nächsten Tag in ihrer Arbeitsgelegenheit bzw. in ihrem Praktikum anwenden können: Wie verstehe ich eine Arbeitsanweisung? Wie lese ich einen Schichtplan? Wie melde ich mich formal richtig krank? Wie stelle ich mich meinen Kolleginnen und Kollegen vor, wie komme ich mit ihnen ins Gespräch? Das sind natürlich die Themen, die unsere Teilnehmenden motivieren weiterzulernen.“

Kursende von SAF wird am 30. Juni 2020 sein. Der gegenwärtige SPrunGG-Kurs-Durchlauf wird bis zum 3. Juli 2020 laufen, anschließend wird es noch eine zweite Runde geben.

6. Februar 2020
von Wencke Strauss
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Der neue Berufsorientierungskurs für Frauen zur Wiedereingliederung ist gestartet!

Am 13.01.2020 begann der neue Lehrgang mit 14 sehr motivierten Teilnehmerinnen. Es handelt sich bei der „Berufsorientierung für Frauen zur Wiedereingliederung in den Beruf“ um jeweils 3-monatige Teilzeitmaßnahmen, die in drei Phasen untergliedert sind.

1. Unterrichtsphase – In dieser Zeit findet täglich ein 5-stündiger Unterricht im Schulungshaus von FRESKO e.V. in der Rheinstraße 36 in Wiesbaden statt. In der beruflichen Orientierung werden verschiedenen Verfahren bearbeitet. Neben Berufsfindungstests ebenso das Reiss Motivation Profile® nach Steven Reiss sowie das Zürcher Ressourcen Modell® nach Dr. Frank Krause und Dr. Maja Storch.

Anschließend erlernen die Teilnehmerinnen, ihre Bewerbungsunterlangen selbständig nach den heutigen Standards, aber für sich ganz individuell zu gestalten. Anschreiben, Deckblatt sowie neue Bewerbungsfotos komplettieren die Unterlagen. Dem Besuch beim Fotografen sind Einzelberatungen von einer professionellen Farb- und Stilberaterin vorgeschaltet.

Haben die Teilnehmerinnen den für sich passenden Beruf gefunden, der auf ihren Stärken und Fähigkeiten aufbaut, dann suchen die Projektmitarbeiterinnen mit ihnen gemeinsam interessante Praktikumsbetriebe, bei denen eine Praktikumszeit angefragt wird. Das Führen von Bewerbungsgesprächen wird mit den Teilnehmerinnen geübt. Unterrichtseinheiten zum Thema Kommunikation und Körpersprache ergänzen.

Damit die Teilnehmerinnen wieder einen besseren Zugang zu sich selbst und zu ihrer eigenen Wertigkeit finden, arbeiten die Projektmitarbeiterinnen in weiteren Unterrichtseinheiten an ihrem Selbstbewusstsein, an inneren Glaubenssätzen und an ihrer Motivation.

2. Praktikumsphase – Hier findet ein 4-wöchiges Praktikum in einem Betrieb statt, der für jede Teilnehmerin ganz individuell gesucht wird. Das Praktikum findet in Teilzeit statt.

3. Abschlussphase – Die Daten des Projektverkaufs werden ausgewertet und alle Teilnehmerinnen erhalten einen Handlungsplan, in dem die für sie passgenauen Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt dokumentiert sind.

Auch in diesem Lehrgang werden die Frauen wieder von unserem bewährten FRESKO e.V.-Team, Florentine Persin und Constanze Börner, betreut.

Beide Projektmitarbeiterinnen freuen sich auch diesmal wieder ganz besonders darauf, jede Teilnehmerin in dem für sie nächsten und wichtigen Schritt ihres Lebensweges zu begleiten.

5. Februar 2020
von Wencke Strauss
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FRESKO im Fokus: Unsere Lehrenden in den Berufssprachkursen

Wir führen unsere Reihe „FRESKO im Fokus“ mit der Vorstellung von drei Mitarbeiterinnen fort – Marina Bobak, Maia Oschmann und Sabrina Schitthof – die im Bereich Berufsbezogenes Deutsch als Zweitsprache und spezifisch in den Berufssprachkursen gemäß § 45 a AufenthG (auch DeuFöV-Kurse genannt) und in verschiedenen anderen Projekten bei FRESKO e.V. tätig sind.

In der Reihe „FRESKO im Fokus“ kommen Menschen zu Wort, die – jeder auf eine besondere, individuelle Art – mit FRESKO e.V. und dessen Projekten verbunden sind. Lesen Sie hier, welche Berufswege unsere Lehrenden in den Berufssprachkursen beschritten haben und was für sie das Besondere an der Arbeit bei FRESKO e.V. ist.

Redaktion: Wie seid ihr zu eurem Beruf gekommen und in welchen Bereichen habt ihr gearbeitet, bevor ihr zu FRESKO e.V. kamt? Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht? Und: Funktioniert FRESKO e.V. im Prinzip wie jeder andere Träger für Deutschfördermaßnahmen in der Erwachsenenbildung oder gibt es vielleicht etwas, das uns auszeichnet?

Marina Bobak: Ich habe an der Pädagogischen Universität in einer Großstadt im fernen Osten Russlands studiert, an der Grenze zu China. Und zwar direkt Deutsch als Fremdsprache, also DaF – aber für die Schulbildung. Nach dem Studium hatte ich dann die Möglichkeit, an der Uni zu bleiben, am Lehrstuhl für Deutsch als Zweitsprache, und dort habe ich dann selbst die Studenten unterrichtet. Da war ich gerade frisch fertig geworden mit dem Studium und es war nicht immer leicht, den Abstand zwischen mir und den Studenten zu schaffen. Ich war ja jetzt die Expertin, die Studenten, die nur wenige Jahre jünger waren als ich – einige sogar älter – waren die Lernenden. Respekt ist ja die eine Sache, aber die Anerkennung für die eigene Fachlichkeit zu erreichen, wenn man selbst keinen so großen Abstand hat zu der Person, die man unterrichtet, das ist schon eine große Herausforderung gewesen. Als ich dann bei FRESKO e.V. angefangen habe, hatte ich eine neue Herausforderung, nämlich dass es eine große Heterogenität geben kann zwischen den einzelnen Lernern einer Gruppe hinsichtlich des Lernstands und der Auffassungsgabe, aber auch der kulturell unterschiedlichen Herangehensweise an das Deutschlernen. In Russland hatte ich ja nur Russen unterrichtet und konnte bspw. auch die Muttersprache mit hinzunehmen, um das eine oder andere zu erklären. Generell ist es so, dass jede Gruppe, jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer einfach speziell ist. Bei unseren langen Kurslaufzeiten kommen die Teilnehmenden oft auch mit persönlichen Problemen in den Unterricht bzw. spielt ihr Leben außerhalb des Sprachkurses quasi in den Kurs mit hinein. Das geht mir als Lehrerin auch menschlich nahe und ich versuche das zu verstehen, manchmal muss ich den Unterricht dann auch anders gestalten als geplant, ich muss sehr flexibel sein. Diese Flexibilität hat natürlich ihre Grenzen und ich gehe auch oft den anderen Weg und grenze mich ab, denn ich habe ja ein bestimmtes Ziel mit dem Kurs und ich arbeite auf dieses Ziel hin.

Sabrina Schitthof: Ich habe im Master „Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache“ an der Uni Mainz studiert. Meine erste Berufserfahrung war dann zunächst mit Jugendlichen, auch während meines Studiums hatte ich schon Erfahrung mit jungen Leuten gesammelt durch DaZ-Unterricht an der Berufsbildenden Schule. Integrationskurse, Alphabetisierungs- und Orientierungskurse habe ich auch viel gemacht, parallel zu den Sachen an der Berufsschule. Später habe ich mich dann bei FRESKO e.V. beworben und habe am Anfang im Projekt „Sprache und Arbeit für Flüchtlinge (SAF)“ und in den Berufssprachkursen nach der Deutschsprachförderung (DeuFöV) gearbeitet. Ich habe FRESKO so in der Erwachsenenbildung kennen gelernt, und finde das sehr positiv, dass zwischen den Lehrkräften Abstimmungen nicht zwischen Tür und Angel passieren, sondern ein geschützter Raum existiert, in dem man sich auch einmal eingehender austauschen kann. Das hatte ich so vorher nicht, das ist mir hier gleich aufgefallen.

Maia Oschmann: Ich habe zuerst bei einem großen Kursträger in Frankfurt im Programm Berufsbezogene Sprachförderung unterrichtet. Dieses Programm wurde ja im Jahr 2016 von den Berufssprachkursen gemäß § 45 a Aufenthaltsgesetz abgelöst, in denen ich hier bei FRESKO e.V. seit der ersten Stunde zunächst unterrichtet habe und für die ich heute als Fachbereichsleiterin die Verantwortung trage. Und deswegen war „berufsbezogene Deutschförderung“ schon vor FRESKO für mich kein Fremdwort. Bei dem Frankfurter Träger hatte ich ein sehr interessantes Projekt: Das waren griechische Jugendliche, die hier sechs Monate lang Deutsch gelernt haben, die hatten vorher schon das A1-Niveau erreicht, manche sogar A2. Die haben wir auf das B1-Niveau gebracht, weil sie das Sprachniveau für die Ausbildung gebraucht haben. Damals hat es, wie man sich vielleicht noch erinnert, in Griechenland gekriselt und die Jugendlichen waren eben für den Einstieg in Ausbildungen in Deutschland vorgesehen. Das Projekt war für mich sehr interessant, das war für mich eine wertvolle Erfahrung: mit so unterschiedlichen Charakteren zu arbeiten. Ich habe die jungen Leute auch betreut, sozusagen, wir haben am Wochenende Ausflüge gemacht, Und deswegen kenne ich alle Sehenswürdigkeiten in Frankfurt richtig gut, dank dieses Projektes. (lacht) Wir waren dann ganz groß auch in den Zeitungen, denn das war eine Kooperation mit der IHK Frankfurt.

Irgendwann war mir die Fahrerei aber zu viel, das waren immerhin drei Stunden pro Tag im Zug. Ich habe dann in Mainz an der Volkshochschule (vhs) angefangen zu arbeiten. Allerdings waren das Integrationskurse und Alphabetisierungskurse, ich hatte nämlich zwischenzeitlich schon die Alpha-Qualifizierung gemacht und hatte die Berechtigung, in diesen Kursen die Lehrtätigkeit auszuüben. Parallel habe ich bei der vhs in Wiesbaden Orientierungskurse und auch Alpha-Kurse unterrichtet. Das war auch sehr schön, ich habe viele tolle Kolleginnen und Kollegen kennen gelernt. Den Berufsbezug hatte ich dann allerdings erst wieder, als ich bei FRESKO e.V. angefangen habe.

Bei FRESKO habe ich mich beworben, nachdem ich in einem Workshop Ruth Weber-Jung, die Geschäftsführerin, kennen gelernt hatte. Ich wurde dann für die Berufsbezogene Sprachförderung angefragt – zuerst als Vertretung, dann hat eine festangestellte Kollegin in ein anderes Projekt gewechselt und ich bin in Teilzeit bei FRESKO e.V. eingestiegen. Innerhalb von zwei, drei Monaten war ich dann aber schon in Vollzeit tätig und seitdem bin ich hier. Wie das eben so ist. (lacht)

Redaktion: Und wie geht es für euch weiter? Welche Vorstellungen habt ihr für euren weiteren Berufsweg?

Marina Bobak: Ich möchte gern auch an anderen Projekten teilnehmen, sie mitentwickeln, mitgestalten, mitleiten, die nicht so stark auf das Thema Sprache fixiert sind. Ich sehe in anderen laufenden Projekten bei FRESKO, dass vieles außerhalb der Deutschförderung stattfindet, und das interessiert mich sehr. Bei dem Projekt „Sprache, Praktikum und Grundbildung für Geflüchtete“ geht es bspw. darum, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen – zusätzlich natürlich zum Deutschlernen, für das unter anderem ich verantwortlich bin. Das finde ich spannend, weil es nicht nur um den Unterricht geht, sondern um die Anwendung in der Praxis. Da sitzt man am Ende des Sprachkurses nicht mit dem Zertifikat zuhause, sondern hat mehr Erfahrungen gesammelt und ist rausgegangen und hat etwas gesehen und ausprobiert.

Sabrina Schitthof: Mich interessiert weiterhin die Alphabetisierungsförderung. Und auch, wie Marina, noch mal ganz andere Projekte mitzugestalten außerhalb der Berufssprachkurse, in denen ich hauptsächlich eingesetzt bin.

Redaktion: Maia, im Moment unterrichtest du eher noch sporadisch in den Berufssprachkursen, zu Kursstarts und wenn mal eine Vertretung notwendig wird. Ist das Unterrichten für dich ein Teil deines Berufslebens, den du so ein bisschen ad acta gelegt hast? Und ist es für dich ein logischer nächster Schritt, als Fachbereichsleiterin vom direkten Kontakt mit den Teilnehmerinnen im Unterricht mehr in die Planung, in die Entwicklung, in die Koordination und Abrechnung – die ist ja auch immer wichtig – gegangen zu sein? Bzw. bist du als Fachbereichsleiterin umgekehrt ja für vieles verantwortlich, mit dem man sich als Lehrkraft nicht beschäftigen muss. Oder sehnst du dich manchmal ein wenig zurück zur „guten alten Zeit“? Quasi: Da war ich Lehrkraft und habe sehr viel mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kontakt gehabt, auf dieser unmittelbaren Ebene.

Maia Oschmann: Eines kann ich sagen: Ich habe immer noch sehr viel Kontakt mit den Teilnehmenden und versuche auch, viel zu unterrichten. Am ersten Tag, beim Kursstart, bin ich immer dabei, das ist mir schon wichtig. Was mich wirklich sehr freut, ist, dass ich alle gut kenne. Egal wer an meine Tür kommt, ich kann die Person immer einem Kurs zuordnen und kenne sie einfach persönlich. Und das möchte ich weiterhin beibehalten, trotz anderer Aufgaben. Doch ja, man sehnt sich schon zurück, es war einfacher als Lehrkraft. Aber natürlich ist auch die Tätigkeit als Lehrkraft sehr anspruchsvoll, man muss den Unterricht gut vorbereiten, die Gruppen sind ganz unterschiedlich: A1, B1, Alpha, B2. Da gibt es sehr große Unterschiede. Das Gute an meiner Arbeit jetzt ist, dass ich in Absprache mit einer Lehrkraft deren Unterricht übernehmen kann. Vielleicht hat die Kollegin bzw. der Kollege Überstunden und muss die abbauen oder ich vertrete jemandem im Urlaub. Ich kann also planen, dass ich auch hin und wieder unterrichte und dass ich auch in den verschiedenen Sprachniveau-Stufen unterrichte. Wir haben hier bei FRESKO e.V. ja Berufsbezogene Sprachkurse mit den Zielsprachniveaus A2, B1 und B2. Und dann merke ich: Ah, das ist auch schön, wenn ich unterrichte.

Aber, ja, zur Weiterentwicklung gehört für mich schon auch, den nächsten Schritt zu gehen. Und daher war es für mich eine logische Überlegung, als mir die Fachbereichsleitung angeboten wurde, das anzunehmen. Klar hatte ich auch Respekt und ein wenig Bedenken. Wird das funktionieren? Aber ich dachte: Es ist jetzt so weit, ich kann jetzt etwas wagen. Und wenn es nicht funktioniert – ich habe all diese Prüferlizenzen und Qualifikationen, ich kann auch einfach wieder nur unterrichten.

Weil das Unterrichten eben eine anspruchsvolle, lohnenswerte Tätigkeit ist, aus der man viel Befriedigung ziehen kann. Zu einem guten Unterricht gehören viele Faktoren und auch für eine Lehrkraft läuft nicht immer alles rund. Ich denke, man muss reflektieren können, und ich merke, wenn ich in mich hineinhöre, am besten, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gedacht habe. Zumindest geht es mir so.

Ich denke mir dann: Ach, diese Übung hätte ich besser so gemacht oder so. So wäre es vielleicht besser gewesen. Aber dann weiß ich das fürs nächste Mal und beim nächsten Mal setze ich das um. Und ich sehe dann: Das hat funktioniert. Aber wir sind eben nicht perfekt, wir sind Menschen. Auch Lehrer haben Emotionen, auch Lehrer haben mal einen schlechten Tag. Trotzdem versuchen wir immer, uns in Bestform zu präsentieren. Aber manchmal ist das nicht möglich und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dann auch Verständnis. Für mich ist es wichtig, dass ich direkt kommuniziere, zum Beispiel: Heute geht es mir nicht gut und deswegen habe ich Aufgaben gewählt, bei denen Sie etwas mehr Stillarbeit machen. Und dann sind sie auch ganz auf meiner Seite. Und das sage ich auch immer wieder den Lehrkräften in meinem Fachbereich: Diese direkte Kommunikation mit den Teilnehmenden und das Feedback, das war mir immer sehr wichtig. Und das habe ich mir mindestens einmal die Woche am Freitag, am Ende einer Unterrichtswoche, bei den Teilnehmenden abgeholt. Weil ich denke, nur so kann eine Lehrkraft wachsen oder sich verbessern.