FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

1. Mai 2023
von Ingrid Weinreich
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FRESKO e.V. mit starker Präsenz auf der Messe „Was geht?“ – die Berufsinformationsmesse für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte

Im Foyer des Rathauses in Wiesbaden gab es ein reges Treiben und einen intensiven Austausch zwischen Interesssentinnen und Interessenten mit Migrations- oder Fluchthintergrund und Akteuren des Arbeitsmarktes von Wiesbaden.  Sogar aus Offenbach kam eine Gruppe von Ukrainerinnen zu der Messe nach Wiesbaden.

Genauso vielfältig wie die Anfragen und der Informationsbedarf der Teilnehmenden ist auch das Angebot von FRESKO e. V. Wir waren gleich mit mehreren Angeboten anwesend. Vielfältig sind auch die sprachlichen Möglichkeiten der FRESKO e.V.-Kolleginnen und -Kollegen auf der Messe: Beraten wurde nicht nur in deutscher Sprache sondern auch auf Englisch, Russisch und Italienisch durch unsere fachlichen Expertinnen und Experten.

 

 

Die Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter der Qualifizierten Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB) geben Hilfestellung, wenn es während der Ausbildung klemmt und nicht mehr weitergeht. Sie sind Ansprechpartner für Auszubildende, aber auch für Lehrende, Ausbildende und Eltern – bei den unterschiedlichsten Problemen. Die QuABB-Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter beraten und unterstützen, um einen erfolgreichen und reibungslosen Abschluss der Berufsausbildung zu ermöglichen.

 

Die Wiesbadener Servicestelle Deutsch (WSD), ein Angebot des Amtes für Zuwanderung und Integration der Stadt Wiesbaden, ist die erste Anlaufstelle, wenn es um Fragen zur Deutschförderung geht. Hier gaben Kolleginnen von FRESKO e.V. Informationen zu Sprachkursen in Wiesbaden und Unterstützung für Deutsch für den Beruf. In der Wiesbadener Servicestelle Deutsch kann nach Bedarf auch ein kostenloser Einstufungstest durchgeführt werden.

Ein ganz neues spannendes Projekt bei FRESKO e.V. ist Step On! Brücke ins Handwerk. Migrantinnen und Migranten mit nonformalen Kenntnissen im Handwerk, die aber keine Möglichkeit auf eine Anerkennung ihrer Kenntnisse im Handwerk haben, werden von den FRESKO e.V.-Kolleginnen und -Kollegen individuell unterstützt und begleitet. Ziel ist es, in einem Handwerksberuf einen Arbeitsplatz zu finden.

 

 

Zu allgemeinen Qualifizierungsfragen und beruflicher Orientierung konnte der Bildungscoach von FRESKO e.V. unterstützen und die nächsten Schritte aufzeigen. Dabei gibt es unterschiedliche finanzielle Fördermittel, um die gewünschte berufliche Qualifizierung zu ermöglichen.

 

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union, aus Mitteln des Landes Hessen und  dem Rheingau-Taunus Kreis finanziert.

18. April 2023
von kathrinkomora
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Besuch aus dem Sozialministerium

Am 12.04.2023 empfingen wir Claudia Gotscher und Elena Kozlov aus der Abteilung III Arbeit, Referat III 6A „Hessische Arbeitsmarktförderung“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Neben dem Kennenlernen unseres Projekts SchAu Wie – Schutzschirm für Ausbildungssuchende in Wiesbaden und unseren Teilnehmenden fand ein Austausch über aktuelle Förderprogramme des ESF statt. Erfreulicherweise gibt es ggf. Optionen, wie wir ein weiterentwickeltes SchAu Wie auch in Zukunft anbieten können.

Der Bedarf ist in jedem Fall groß, wie wir aus der Praxis berichten konnten. Nicht zuletzt die Erfolgsgeschichten aus den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass unser hochindividueller Ansatz bei dem die Teilnehmenden unabhängig von ihrer Rechtskreiszugehörigkeit, niederschwellig Zugang finden und freiwillig teilnehmen ein wichtiges Angebot im Übergang Schule-Beruf ist und unbedingt weitergeführt werden muss.

Das aktuelle SchAu Wie wird noch bis Ende September 2023 im Rahmen des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets sowie durch die Globus-Stiftung gefördert. Hier können Sie sich weitergehend über das Projekt informieren.

27. März 2023
von kathrinkomora
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Deutsch und Praxis: BoS endet mit zufriedenen Teilnehmenden

Am 14.03.2023 endete BoS Handel und Handwerk (Berufsorientierung und Spracherwerb für Handel und Handwerk), ein Kurs zur Berufsorientierung und zum Spracherwerb für Geflüchtete, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Die Teilnehmenden sind zufrieden und stolz und freuen sich auf die nächste Herausforderung.

Fünf Monate lang kamen sie zu FRESKO e.V. zum Deutschunterricht. Die Besonderheit hier war, dass es nicht nur um den Spracherwerb ging, sondern der Kurs auch Elemente der Grundbildung, z. B. im digitalen Bereich, enthielt sowie eine berufliche Erstorientierung. Eine betriebliche Erprobung fand dann in einem Betrieb statt, in dem die Teilnehmenden vier Wochen lang in ihre Wunschberufe hineinschnuppern konnten. Und diese waren sehr unterschiedlich: von der Autowerkstatt, einer Bäckerei, einem landwirtschaftlichen Betrieb und einem Hotel bis hin zur Tierarztpraxis und einem Metallbaubetrieb.

Die Teilnehmenden konnten erste berufliche Erfahrungen machen und berichteten im Anschluss, dass sie in ihren Praktika viel gelernt haben. „Mein Praktikum als Tiermedizinische Fachangestellte war eine tolle Erfahrung. Es macht mir Spaß, mit vielen Tieren und in der Medizin zu arbeiten“, so Mahsa Bami. Nach einem Integrationskurs möchte sie gerne eine Ausbildung in diesem Bereich machen.

Die Teilnehmenden konnten bei FRESKO e.V. einen ersten Schritt auf ihrem beruflichen Weg machen. Der Deutschunterricht mit berufsbezogenen Elementen hat sie nicht nur ihrer beruflichen Zukunft nähergebracht, sondern vor allem ihren Spracherwerb beschleunigt. So können die Teilnehmenden, die im Anschluss alle einen Integrationskurs besuchen können, mit guten Grundlagen starten und vielleicht auch schon in einem höheren Modul beginnen. Und auch zum Unterricht fiel das Fazit durchweg positiv aus. Wir freuen uns über Aussagen wie „Fresko ist die beste Schule. Alle Lehrer sind die besten“ und wünschen den Teilnehmenden alles Gute auf ihrem weiteren Weg.

Der dritte Durchgang des Projekts „BoS Handel und Handwerk“ ist in diesem Jahr der letzte. Aber vielleicht gibt es im nächsten Jahr noch einmal eine Möglichkeit, dass weitere Geflüchtete an einem solchen Format teilnehmen.

Der Kurs wurde im Auftrag der Landeshauptstadt Wiesbaden durchgeführt und aus Mitteln des Sozialleistungs- und Jobcenters der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Arbeits- und Qualifizierungsbudgets gefördert.

10. März 2023
von kathrinkomora
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Lerncafés bewegen: Start des Lerncafés im Schelmengraben

Das Lerncafé zieht ein! Das Projekt Lerncafés bewegen hat einen Raum im Schelmengraben gefunden. „Nun kann es endlich richtig losgehen“, freuen sich die Projektmitarbeiterinnen Kathrin Giebeler und Kathrin Komora.

In dem großen lichtdurchfluteten Gemeinschaftsraum bei den Johannitern können Menschen, denen Lesen und Schreiben oder Rechnen schwerfällt, alleine oder aber in einer kleinen Gruppe lernen – am PC oder ganz klassisch mit Stift und Papier, in gemütlicher Atmosphäre mit Tee, Kaffee und Keksen. „Was tatsächlich gemacht wird, entscheiden die Menschen selbst, die zu uns kommen, und wir schauen gemeinsam: was will ich lernen, was will ich erreichen und was brauche ich dafür“, erklärt Kathrin Komora, eine der beiden Lernbegleiterinnen, die das Lerncafé leiten. So können individuell Themen der Grundbildung wie Gesundheit oder digitale Kompetenzen aufgegriffen werden oder auch alltagsnahe Angebote zu den Grundrechenarten, zum Beispiel beim Vergleichen von Preisen und dem Umrechnen von Mengenangaben, erarbeitet werden.

Denn jede:r 8. Erwachsene kann nicht ausreichend lesen und schreiben – seit Beginn der AlphaDekade wird dies in die breite Öffentlichkeit getragen, aber die Tatsache, dass viele Menschen Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben und dies schambehaftet ist, ist immer noch zu wenig bekannt.

In unserer Gesellschaft bedeutet das, von vielen Bereichen des Lebens ausgeschlossen zu sein. Hier setzt das Projekt Lerncafés bewegen an. Es will Menschen unterstützen, denen Lesen und Schreiben oder auch Rechnen schwerfällt. Ob beim Lesen des Elternbriefes oder der aktuellen Sport-News im Internet und beim Schreiben einer Entschuldigung oder WhatsApp-Nachricht, mit Texten, die die Teilnehmenden selbst mitbringen oder mit den Materialen vor Ort – gelesen und geschrieben wird das, was die Menschen interessiert und was ihren Alltag unmittelbar betrifft.

Das Lerncafé im Schelmengraben ist kostenlos und jeweils dienstags von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. „Wir freuen uns auf alle, die neugierig geworden sind und das Lerncafé besuchen, ganz ohne Anmeldung oder Registrierung. Man kann einfach vorbeikommen!“, ergänzt Kathrin Giebeler.

Zum neuen Projekt gibt es einen kleinen Infofilm, der Lust auf unser Lerncafé machen möchte und den Weg zu uns erleichtern soll.

Das Projekt Lerncafés bewegen wird von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen sowie von der Eberhard-Schöck-Stiftung gefördert.

Lerncafés bewegen – Schelmengraben
Gemeinschaftsraum bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
dienstags 14:00 – 17:00 Uhr
August-Bebel-Straße 7
65199 Wiesbaden

1. März 2023
von ruthweberjung
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Neuer Vorstand bei FRESKO e.V.

Andreas Börner

Willkommen und Abschied heißt es im Vorstandsteam von FRESKO e.V.

Nach neun Jahren als zweiter Vorstand verläßt Dr. Peter Binstadt den 1986 gegründeten gemeinnützigen Verein für Bildungs- und Kulturarbeit und gibt sein Ehrenamt an den Wiesbadener Andreas Börner weiter. „Mit Dr. Peter Binstadt hatten wir einen ausgezeichneten Pädagogen und Ratgeber an unserer Seite, der das Schaffen des Vereins maßgeblich mitgestaltet hat. Umso mehr freue ich mich, dass Herr Dr. Binstadt dem Vorstand als Beisitzer weiterhin erhalten bleibt“, so der Vorstandsvorsitzende Klaus-Wilhelm Ring.

Mit Andreas Börner tritt nun ein Projektmanager mit Expertise aus der freien Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung in die Fußstapfen des Pädagogen Binstadt.

„Soziale Arbeit verträgt sich nicht mit Profitorientierung. Deshalb engagiere ich mich gerne bei FRESKO e.V.“, so der neue
zweite Vorstand über seine Motivation bei FRESKO mit anzupacken. Erklärtes Ziel sei es, den gegenseitigen Respekt zu fördern und die persönliche Situation jedes Menschen zu berücksichtigen. Natürlich zähle jedoch nicht nur das menschliche Miteinander. Schlussendlich müsse die Finanzkraft des Vereins erhalten bleiben –  „nur so lassen sich die wichtigen Inhalte unseres Bildungsschaffens auch in den kommenden Jahren verwirklichen“, so Börner.

24. Februar 2023
von Sabrina Bappert
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Fachkräfte für Wiesbaden: Amt für Zuwanderung und Integration begrüßt 15 junge Menschen aus Indien

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat auf ihrer Homepage eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der über 15 junge Inder/innen berichtet wird, die ein Freiwilliges Soziales Jahr am St. Josefs-Hospital ableisten und einen Einstufungstest in der Wiesbadener Servicestelle Deutsch gemacht haben.

Der Artikel ist unter folgendem Link zu finden:

Fachkräfte für Wiesbaden: Amt für Zuwanderung und Integration begrüßt 15 junge Menschen aus Indien | Landeshauptstadt Wiesbaden

Die im Beitrag genannten 15 jungen Menschen aus Indien haben nun am 20.02.2023 bei FRESKO e.V. einen berufsbezogenen B2-Kurs gestartet. Sie werden hier an drei Nachmittagen pro Woche jeweils mit 5 Unterrichtseinheiten pro Tag unterrichtet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei!

16. Februar 2023
von Wencke Strauss
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„PUSCH, die beste!“-Klasse an der IGS Obere Aar wieder mit Erfolgen

Zwischen dem 24. und dem 30. Januar 2023 fanden in der PUSCH-Klasse an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Ober Aar in Tanusstein-Hahn die Projektprüfungen und damit Teil 1 der Hauptschulabschlussprüfung statt. Die PUSCH-Schülerinnen und Schüler hatten drei Teams gebildet, die sich mit folgenden Themen beschäftigt haben:

„Türkische Küche“ – mit Pausenverkauf zugunsten der für Mai 2023 geplanten Klassenfahrt

„Herstellung von Brötchen und Kuchen“ – ebenso mit Pausenverkauf zugunsten der für Mai 2023 geplanten Klassenfahrt

„Nussknacker aus Pappe“ – Bauen einer menschengroßen Figur als Weihnachtsdekoration

Und das Ergebnis? Alle Prüfungen wurden nicht nur bravourös bestanden, sondern haben während der Durchführung auch viel Spaß gemacht!

Die in den Pausen servierten Speisen und Kuchen haben sehr gut geschmeckt. Die Leckereien, die an den Verkaufsständen angeboten wurden, wurden buchstäblich bis auf den letzten Krümel verputzt. Und zum Schluss war die Klassenkasse mit 100 Euro gestärkt! Auch der freistehende Nussknacker ist sehr gut gelungen und wird entweder der Schule als Weihnachtsdeko angeboten oder einem Kindergarten gespendet.

Anfang Februar gab es dann die Halbjahreszeugnisse. So einen Jubel und so viel Freude wie bei diesem Ereignis gibt es nicht täglich. Fast alle PUSCH-Schülerinnen und -Schüler haben aufgrund ihrer guten Noten die Eignung für die weiterführende Schule erlangt.

Wie es für sie weitergehen soll, stellt sich demnächst heraus. Anfang Februar 2023 hat für alle ein Betriebspraktikum begonnen. Damit haben die Mädchen und Jungen der PUSCH-Klasse eine Chance, nicht nur einen Beruf kennenzulernen, sondern im Anschluss an das Praktikum auch eine Ausbildungsstelle zu finden. Wir sind alle gespannt, was das Praktikum mit sich bringt!

Herzlichen Glückwunsch, liebe PUSCH-Klasse. Ihr seid die Besten! Das Klassenmotto: „PUSCH: die Beste!“ ist nach wie vor aktuell.

Ewa Hartmann, Sozialpädagogin der PUSCH-Klasse

11. Januar 2023
von kathrinkomora
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Vielfalt in der Kita – Impressionen aus unserem IQ Teilprojekt

Die Kinder und ihre Herkunftskulturen schätzen, sodass sie in der Kita sichtbar sind und wahrgenommen werden: Dies sollte selbstverständlich und normal sein. Aber welche „Normalität“ leben wir Kindern vor und sind sie mit ihren Familien Teil dieser „Normalität“? Was kann eine Kita dazu beitragen? Was heißt Vielfalt / Diversity in der Kita? Diesen Fragen durften wir gemeinsam mit Erzieher:innen in drei Workshops im Wetteraukreis nachgehen und mit Kommunen dazu ins Gespräch kommen.

Der engagierte Integrationsbeauftragte im Wetteraukreis Josef Bercek trägt das Zukunftsthema erfolgreich in seinen Kreis. So hat FRESKO e.V. in Form des IQ Teilprojektes ViFi schon häufiger Schulungen für Mitarbeitende im Jobcenter oder in der Ausländerbehörde rund um das Thema Diversity angeboten, z. B. zu interkultureller Kompetenz oder traumasensibler Beratung. Kitas sind nun eine ganz neue Zielgruppe für das IQ Teilprojekt.

Zwei Kitas wollen einen Prozess der interkulturellen Öffnung beginnen. Leider kann sie das IQ Teilprojekt ViFi im Landesnetzwerk Hessen nicht den ganzen Weg über begleiten. Mit dem Ende der aktuellen Förderperiode von Integration durch Qualifizierung (IQ) enden auch viele der so genannten Strukturprojekte, die interkulturelle Öffnung unterstützen sollen. Daher sind die Workshops mit den Erzieher:innen wichtige Auftaktveranstaltungen, die das IQ-Team Hans-Peter Wilka und Kathrin Giebeler mit Herzblut gestaltet haben. Was aber daraus wird, liegt bei den Teams der jeweiligen Kita. „Wir begeistern für das Thema und pflanzen damit den Gedanken ein wie ein Saatkorn. Ich finde immer, dass das Thema in einem weiterwächst, wenn man erst einmal damit begonnen hat. Ständig fallen einem neue Aspekte dazu ein“, so Kathrin Giebeler.

„Am Anfang steht immer die Selbstreflektion. Ich muss mich selbst verorten“, davon ist Hans-Peter Wilka überzeugt. Und so beginnen die intensiven Tage mit den Erzieher:innen auch immer sehr persönlich mit einem Austausch über individuelle Erfahrungen, vor allem auch in Bezug auf den Arbeitsalltag. Wichtig war es den beiden IQ-Mitarbeitenden, das Thema Diversity in seiner ganzen Vielfalt darzustellen. So wurde gefragt, welche Themen konkret in die Kita passen und wie eine Beschäftigung damit ganz praktisch aussehen könne. Sehr schnell waren die Erzieher:innen über Aspekte wie Herkunft, sexuelle Identität oder auch Alter im praxisnahen Austausch und entwickelten Ideen für ihre Arbeit in der Kita.

Das Thema Sprache, die Wertschätzung von Mehrsprachigkeit, der Familiensprachen, das Empowern der Eltern, diskriminierungskritische Sprache … all diese Themen spielen natürlich auch im Kita-Alltag eine wesentliche Rolle. Daher wurde dem Thema Sprache eine eigene Veranstaltung gewidmet. Die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch ergänzte den Workshop mit einer offenen Veranstaltung für alle Kitas im Wetteraukreis. Ein wichtiger Gedanke dieser Veranstaltung war es, Sprache als Werkzeug zu erkennen und die Macht der Sprache zu verdeutlichen. Schließlich erfolgte auch in diesem Rahmen wieder die Anbindung an die Praxis im Kita-Alltag. Die Teilnehmer:innen hatten so viele Fragen und Ideen, dass die Veranstaltung spontan eine Stunde verlängert wurde. Hier Engagement und Interesse abzuwürgen, wäre einfach zu schade gewesen. Auch die Referentinnen dieses Tages, Dott. Silvia Miglio und Dott. Matilde Grünhage-Monetti, waren ebenso begeistert und würden gerne sofort die nächste Veranstaltung dieser Art anbieten.

Und natürlich ist der Fachkräftemangel neben dem bunten Kindergartenalltag ein wichtiger Antrieb, sich mit dem Thema Diversity auseinanderzusetzen. Daher wird das Thema nicht nur in den Kitas und ihren Teams selbst, sondern auch in den Kommunen als Träger und Arbeitgeber im Tagesgeschäft immer wichtiger. Auch dazu war das IQ Teilprojekt im Austausch mit Kommunen im Kreis.

Und am Ende des Tages stellt sich ganz konkret die Frage, wie es jetzt weitergeht. Die Veranstaltung war nur ein Auftakt und es wurden viele Impulse gegeben und viele Ideen gesammelt. Jetzt muss in den jeweiligen Teams und Kommunen geschaut werden, an was wer weiterarbeitet, sodass nach einem Prozess des Nachdenkens und Diskutierens mit konkreten Maßnahmen begonnen werden kann. Wir wünschen dabei viel Erfolg – und natürlich hoffen wir, dass wir auch nach dem Ende der Förderperiode in Form einer im Aufbau begriffenen Akademie noch unterstützen können.

Kontaktieren Sie uns gerne unter s.miglio@fresko.org und h.wilka@fresko.org

12. Dezember 2022
von Wencke Strauss
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Eine Schulwoche voller Ereignisse! Die PUSCH-Klasse in Aktion in Taunusstein und Wiesbaden

Die Schülerinnen und Schüler der PUSCH-Klasse an der IGS Obere Aar in Taunusstein, in sozialpädagogischer Begleitung durch eine erfahrene FRESKO e.V.-Pädagogin, haben hinter sich eine November-Woche voller toller Ereignisse. Die Klasse – die einfach klasse ist! – setzt sich zusammen aus vielen sehr ideenreichen und engagierten jungen Menschen, die den Sinn der Gemeinschaft leben, zusammen lernen und als Menschen wachsen. Damit der Wunsch, eine Klassenfahrt nach Berlin durchzuführen, in Erfüllung gehen kann, hatten die Mädchen und Jungen der PUSCH-Klasse schon im Herbst den Entschluss gefasst, zum Auffüllen der Klassenfahrtkasse verschiedene Aktionen an ihrer Schule zu starten.

Zum einen gab es am 15. November 2022 eine große Aktion mit Kuchen-, Waffel- und Getränkeverkauf während der Prüfung der Jahrgangstufe 10. Die Eltern hatten leckeren Kuchen und den Waffelteig gespendet, Frau Hakimi von der IGS Obere Aar und die PUSCH-Pädagogin von FRESKO e.V., Ewa Hartmann, hatten für die Getränke gesorgt. Die Vorbereitung für den Verkauf und alle Verkaufsdienste wurden bravourös durchgeführt und die PUSCH-Schülerinnen und -Schüler konnten an diesem Tag mehr als 100,- Euro einnehmen!

Am 18. November dann gab es eine Schülerdisko für die 9. und 10. Klassen der IGS Ober Aar in der Schulmensa. Auch hierbei hat die PUSCH-Klasse ihre Orgatalente gezeigt und die Disko mit Bravour ‚geschmissen‘. Der Spaßfaktor erreichte den höchsten Pegel! Die Disko wird wohl sicher in die Schullegenden eingehen. Und schön war es auch, alle PUSCH-Schülerinnen und -Schüler dabei zu erleben, wie sie die Veranstaltung nicht nur sehr professionell vorbereiteten und nach ihrem Plan präzise umsetzten. Sondern durch Verkauf der Getränke und Snacks auch einiges an Geld für ihre Klassenfahrt einnehmen konnten. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön für die Unterstützung an den PUSCH-Klassenlehrer Herrn Schneckenbühl! Die Klasse plant schon weitere derartige Aktionen und man kann sich sicher sein, dass sie ebenso so gut gelingen werden.

PUSCH-Schülerinnen und Klassensprecherinnen Roxana und Ayten bei der Schülerdisko in der IGS Obere Aar

In derselben arbeits- und ereignisreichen Woche, am 16. November, nahmen die PUSCH-Schülerinnen und Schüler am Tag der Offenen Tür der Kerschensteinerschule im Berufsschulzentrum in Wiesbaden teil – diesmal als Besucherinnen und Besucher, die genießen konnten, was wiederum andere sich ausgedacht und vorbereitet hatten und präsentierten. Zu Beginn der Führung navigierten die Mediengestalterinnen und -gestalter, also die Auszubildenden auf dem Weg zu einem beruflichen Abschluss im Berufsfeld Druck- und Medientechnik, durch ihre Angebote.

Die Schülerinnen und Schüler der PUSCH-Klasse waren besonders von der Siebdrucktechnik und von der Arbeit mit Licht in einem professionellen Fotostudio beeindruckt, haben die Glaswerkstatt erlebt und haben Animationstechniken mit dem Programm Photoshop kennengelernt. Spannend war auch der Besuch bei anderen Gestalterinnen und Gestaltern, nämlich solchen, die einen Abschluss im Berufsfeld Körperpflege anstreben: Die Friseurinnen und Friseure stellten Frisuren aus verschiedenen Epochen zur Schau. Und berieten auch dazu, welche Farben zu welchem Typ und welcher Person passen.

Die Klasse hat auch Angebote der InteA-Klassen wahrgenommen, die ebenfalls von FRESKO e.V.-Pädagoginnen und -pädagogen begleitet werden und die bunt-international aus Schülerinnen und Schülern mit Einwanderungshintergrund zusammengesetzt sind. Man probierte internationale Speisen. Und einzelne Schülerinnen bzw. Schüler haben sich sogar Henna-Tattoos malen lassen, einen traditionellen und mit der Zeit vergänglichen Körperschmuck.

PUSCH-Schülerin Batoul beim Tag der Offenen Tür der Kerschensteinerschule Wiesbaden

Das Angebot der Barmer-Krankenkasse zum Thema Ausbildung und Suchtprävention kam bei den PUSCH-Schülerinnen und -Schülern an diesem gelungenen Tag der Offenen Tür der Kerschensteinerschule ebenso sehr gut an. Somit hat sich also der Tagesausflug nach Wiesbaden wirklich gelohnt!

Die für die PUSCH-Klasse zuständige FRESKO e.V.-Sozialpädagogin Ewa Hartmann begleitete und unterstützte mit großer Freude die Ereignisse der Woche und kann aus vollem Herzen das Klassenmotto der Klasse 2022/2023 bestätigen: „PUSCH, die beste!“ Diese Woche wird allen sicher lange in Erinnerung bleiben. Nicht zuletzt die zufriedenen und stolzen Gesichter der PUSCH-Schülerinnen und -Schüler bieten davon ein bleibendes Zeugnis.

Ewa Hartmann, Sozialpädagogin der PUSCH-Klasse