FRESKO e.V.

Verein für Bildungs- und Kulturarbeit

17. Mai 2019
von Wencke Strauss
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FRESKO im Fokus: Wie funktioniert die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)?

In unserer neuen Reihe „FRESKO im Fokus“ kommen Menschen zu Wort, die – jeder auf eine besondere, individuelle Art – mit FRESKO e.V. und dessen Projekten verbunden sind.

Nico ist 23 Jahre alt und Auszubildender im Beruf Kaufmann für Büromanagement in der Verwaltung von FRESKO e.V.  Nico ist außerdem Teilnehmer im Projekt „Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen“, kurz: BaE, das im Auftrag der Landeshauptstadt Wiesbaden junge Menschen unter 25 Jahren beim Start ihrer Ausbildung begleitet – und bei Bedarf auch bis zum Berufsabschluss. Der FRESKO e.V.-Onlineredaktion hat Nico erzählt, wie er zur Ausbildung mit BaE gekommen ist, was das Projekt für ihn bedeutet und warum der BaE-Stützunterricht einmalige Klasse ist.

Redaktion: Nico, wie kam es eigentlich, dass du eine Ausbildung bei FRESKO e.V. angefangen hast?

Nico: Ich wohne noch gar nicht so lange in Wiesbaden und FRESKO war mir auch nach meinem Umzug hierher gewissermaßen noch gar kein Begriff, bis ich mit BaE in meine jetzige Ausbildung eingestiegen bin. In meiner Heimatstadt habe ich nach meinem Realschulabschluss eine Ausbildung begonnen, ich musste die aber nach einem Unfall wegen gesundheitlicher Schwierigkeiten abbrechen. Das war eine Ausbildung, in der ich auch körperlich stark gefordert war, und das ging dann einfach nicht mehr, ich musste mich erst einmal in der Physiotherapie wieder an viele Bewegungen und Aktivitäten heranarbeiten. Im Büro zu arbeiten, konnte ich mir damals schon vorstellen, viele meiner Freunde haben Ausbildungen im Büro gemacht. Aber ich habe mich vielleicht einfach nicht getraut, etwas vollkommen Neues zu beginnen. Nachher ist mir natürlich klargeworden, dass man mit einer Ausbildung immer auch neue Dinge lernt, mit denen man vorher nicht zu tun hatte, dafür ist eine Ausbildung da.

Ich wollte in den Verkauf gehen, weil ich da schon Erfahrungen hatte. Ich habe Freude an Zahlen, ich habe zum Beispiel mal zum Spaß meinen Stromverbrauch bis auf die Kilowattstunde berechnet. Ich setze auch Haushaltspläne auf, damit ich zum Beispiel weiß, wie viel Geld ich für was ausgebe. Ich mag es auch, mit und für Menschen zu arbeiten, ich wollte also erst einmal in den Kundenservice und wollte eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann aufnehmen. Da passen ja die Sympathie für Zahlen und der Kundenkontakt einfach gut zusammen. Ich habe dann eine „Betriebliche Eingliederung nach längerer Krankheit“ gemacht, das ist ein Programm für Menschen wie mich, dass wir Schritt für Schritt ins Arbeitsleben zurückkehren können. Da war eine Arbeitserprobung im Verkauf dabei und da habe ich festgestellt: Das ist wohl doch nichts für mich.

Ich wollte auch eigentlich schneller vorankommen, als das bei der Betrieblichen Eingliederung vorgesehen ist, ich hatte ja schon so viel Zeit wegen dieses Unfalls verloren und wollte endlich mit meiner Ausbildung durchstarten. Ich wollte auch möglichst gleich in eine Vollzeitausbildung, Teilzeit hat mich nicht interessiert, obwohl ich auch in Teilzeit hätte verbleiben können. Ich bin aktiv geworden und habe mich selbst beworben, diesmal für eine Ausbildung im Büro. Ich habe jede Menge Bewerbungen versendet und auch probegearbeitet. Das alles hat aber erst einmal nicht zum Erfolg geführt und ich war ganz schön enttäuscht. Und dann kam der Vorschlag, es mit BaE bei FRESKO e.V. zu probieren. Das habe ich dann gemacht, obwohl ich am Anfang sehr skeptisch war, ja sogar Vorbehalte gegen BaE hatte.

Redaktion: Was waren das für Vorbehalte?

Nico: Naja, BaE ist eben eine geförderte Ausbildung und man bekommt weiter ALG II, also das Arbeitslosengeld II als Grundsicherungsleistung vom Staat, und nicht die ‚normale‘ Ausbildungsvergütung. Und am ersten Tag in der Berufsschule, als ‚wir BaE-ler‘ uns in der Klasse vorgestellt haben, kam das auch zur Sprache, nicht das mit dem ALG II, aber schon die Umstände unserer Ausbildung. Denn die anderen Azubis sind ja bei ihrem Ausbildungsbetrieb angestellt und wir BaE-ler eben nicht, also mindestens nicht im ersten Jahr der Ausbildung. Und alle kamen wir von FRESKO e.V. , da hebt man sich schon von den anderen Azubis ab. Das Wort „außerbetrieblich“ klang für mich zuerst auch schlimm, ich habe mir am Anfang viele Gedanken gemacht: Vielleicht denken andere, ich lerne nicht so viel, wie ein ‚normaler‘ Auszubildender, meine Ausbildung hat nicht dieselbe Wertigkeit und ich kann nicht so viel wie jemand, der nicht in BaE war? Diese Gedanken haben bei meinem Start in BaE im August, zum Beginn des Ausbildungsjahrs, schwer auf mir gewogen und ich hatte echt mit Motivationsproblemen zu kämpfen, jeden Tag weiter dabeizubleiben. Ich wollte ja so gern den Anschluss schaffen, ich wollte eine Aufgabe. Und ich hatte zuerst den Eindruck, dass das mit so einer außerbetrieblichen Sache nicht gelingen kann.

Redaktion: Aber jetzt machst du deine Ausbildung bei FRESKO e.V. und bist damit ganz zufrieden, wie wir so als FRESKO-Kolleginnen und -Kollegen mitbekommen. Da hat sich also vieles zum Positiven gewendet in deinen Ansichten?

Nico: Absolut! Als ich erfahren habe, dass FRESKO mich im Haupthaus in der Rheinstraße 36 als Azubi aufnehmen wird, im Bereich Büromanagement, habe ich mich sehr darüber gefreut. Ich bin Mitte August in die Ausbildung eingestiegen. Und zwischenzeitlich haben sich meine Bedenken zerstreut. Ich lerne wirklich viel, ich habe viel zu tun jeden Tag, ich fühle mich als Mitarbeiter wertgeschätzt. Wenn ich nach eineinhalb Ausbildungsjahren eine sehr gute Zwischenprüfung ablege, was ich hoffe, dann könnte ich um ein halbes Jahr verkürzen. Das will ich aber nicht, das habe ich jetzt schon entschieden, ich will mir Zeit geben und die drei vollen Jahre mitnehmen.

Redaktion: Du bist jetzt im ersten Ausbildungsjahr, genauer: fast am Ende von dem Jahr. Was lernst du im Moment?

Nico: Im Moment arbeite ich sehr viel mit Microsoft Excel, zum Beispiel, um optimale Bestellmengen zu errechnen. FRESKO e.V. braucht ja Büromaterial und viele Dinge mehr. Da sind also wieder die Zahlen, die mir so gefallen. Ich lerne aber auch viel zu rechtlichen Aspekten: Arbeitsrecht, Vertragsrecht, welche Rechte und Pflichten haben Auszubildende. Ich lerne, Geschäftskorrespondenz zu schreiben. Dafür braucht man natürlich auch gutes Deutsch, das gibt es an meiner Berufsschule, also an der Schulze-Delitzsch-Schule, noch zusätzlich zum Ausbildungsprogramm. Englisch habe ich auch, ich verstehe gut, wenn ich etwas lese, aber schreiben kann ich nicht so gut. Englisch brauche ich aber voraussichtlich später nicht so unbedingt. Was noch? Buchhaltung und Rechnungswesen kommen dann ab dem zweiten Ausbildungsjahr, darauf freue ich mich schon. Ich begleite die beiden Mitarbeiterinnen der Verwaltung auch viel zu den Projekten, da bekomme ich also mit, wie vielfältig FRESKO e.V. so ist, welche verschiedenen Projekte es gibt. Jedes Projekt hat seine spezifischen Anforderungen und wir von der Verwaltung unterstützen die Projekt-Kolleginnen und -Kollegen, damit alles reibungslos läuft, da haben wir viele Aufgaben.

Was ich noch besonders sagen möchte: Der Stützunterricht in BaE, einmal die Woche etwas mehr als zwei Zeitstunden, ist wirklich toll! Ich habe einen Super-Lehrer, der gut erklären kann, der mich fordert und der mir immer genau so schwere Aufgaben gibt, wie ich bewältigen kann. Der Stützunterricht in BaE ist etwas, was man in einer ‚normalen‘ Ausbildung nicht bekommt, also wirklich einmalig, und der hilft sehr. Wir simulieren zum Beispiel Prüfungen, das trainiert mein Wissen und nimmt gleichzeitig die Nervosität weg für die echte Prüfung. Und da kann ich dann wirklich zeigen, was ich kann.

BaE in Kürze

Wer darf mitmachen?
Die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die einen Ausbildungsplatz suchen. Teilnehmen können junge Menschen, die Leistungen nach SGB II beziehen oder in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRESKO e.V. unterstützen die jungen Menschen dabei, einen Ausbildungsplatz in einem Beruf des Dualen Systems zu finden, und begleiten sie im ersten Ausbildungsjahr. Während dieses ersten Jahres übernimmt FRESKO e.V. die Vergütung der Auszubildenden und alle anfallenden Verwaltungstätigkeiten.

BaE-Mitarbeiterinnen Gisela Schmidt und Sarah Schmitt (v.l.)

Wie läuft die Ausbildung?
Der praktische Anteil der Ausbildung findet in Wiesbadener Betrieben aus unterschiedlichen Branchen statt. Ziel ist es, dass die Jugendlichen nach einem Jahr vom Kooperationsbetrieb in ein reguläres Ausbildungsverhältnis übernommen werden und schließlich einen anerkannten Berufsabschluss erwerben.

Der sogenannte Stützunterricht ist neben der Betreuung durch die FRESKO e.V.-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter das zweite wichtige Fundament, das das Projekt den jungen Auszubildenden bietet. Im Stützunterricht werden je nach Bedarf des Azubi Themen aus der Berufsschule oder aus der Praxis bearbeitet.

Wer bezahlt das?
Auftraggeber des Projekts, das FRESKO e.V. seit dem Jahr 2001 durchführt, ist die Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge. Finanziert wird das Projekt über das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Wenn die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die Zuweisung durch die Fallmanagerinnen und Fallmanager der Ausbildungsagentur der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Noch Fragen?
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie weitere Informationen? Ansprechpartner und Kontaktdaten finden Sie auf der BaE-Projektseite.

4. April 2019
von Wencke Strauss
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Neu bei FRESKO e.V. gestartet: Qualifizierung für Kursleitende in Berufssprachkursen nach der DeuFöV A2/B1

Die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch bei FRESKO e.V. bietet seit März 2019 die dreimodulige „Qualifizierung für Kursleitende in Berufssprachkursen nach der DeuFöV A2/B1“ an. Die Qualifizierung orientiert sich an einem Fortbildungsformat, das von der Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ erarbeitet wurde, und richtet sich an Kursleitende, die in den Berufssprachkursen gemäß § 45 a Aufenthaltsgesetz unterrichten bzw. zukünftig unterrichten wollen. Die durch das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ geförderte und daher kostenlose Qualifizierung ermöglicht Dozierenden für Deutsch als Zweitsprache eine Erweiterung ihres Portfolios über die Zusatzqualifizierung für Kursleitende in Integrationskursen hinaus.

Großer Fortbildungsbedarf – hohe Nachfrage nach Qualifizierungsangeboten

Das Interesse ist beträchtlich, der erste Durchgang mit Beginn am 29. März ist bis auf den letzten Teilnehmerplatz ausgebucht. Susan Kaufmann, Projektleiterin der IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch und selbst Dozierende in der Qualifizierung, kennt viele Teilnehmende schon, denn sie haben an verschiedenen hessischen Standorten bereits an der „Qualifizierung für Kursleitende in Berufssprachkursen nach der DeuFöV B1/C1“ teilgenommen, die seit 2017 von FRESKO e.V. durchgeführt wird. „Mit unserer modularen Fortbildungsreihe wollen die Kursleiterinnen und Kursleiter ihre Einsatzmöglichkeiten im berufsbezogenen Deutsch als Zweitsprache auf die Niveaus A2 und B1 ausdehnen“, so Kaufmann.

„Wir registrieren einen hohen Fortbildungsbedarf und daraus resultierend eine hohe Nachfrage nach unserem Qualifizierungsangebot. Die Berufsbezogenen Sprachkurse mit den Zielsprachniveaus A2 und B1 stellen eine besondere Herausforderung für Kursleitende dar: Die Kurse sollen diejenigen DaZ-Lernenden zu einer erfolgreichen Zertifizierung auf A2 bzw. B1 Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) führen, denen es im Integrationskurs auch nach Absolvieren eines Wiederholungskurses nicht gelungen ist, die Prüfung ‚Deutsch-Test für Zuwanderer‘ mit dem B1-Zertifikat abzuschließen.

Kursleitende stehen also vor der Herausforderung, Teilnehmende, die schon über einen langen Zeitraum ohne den gewünschten Prüfungserfolg Deutsch gelernt haben, erneut auf eine Prüfung und zugleich auf Kommunikationssituationen im Beruf vorzubereiten.

Wir wollen die Kursleiterinnen und Kursleiter, die in den Berufsbezogenen Sprachkurse mit den Zielsprachniveaus A2 und B1 unterrichten oder sich auf eine Tätigkeit in diesem Kurssegment vorbereiten, mit didaktisch-methodischem Handwerkszeug versorgen. Die Fortbildung will einen Überblick über Konzepte und Rahmenbedingungen der Berufssprachkurse geben, Impulse und Methoden für die Durchführung des berufsbezogenen DaZ-Unterrichts anbieten, die Möglichkeit geben, relevante Materialien kennenzulernen und einzuschätzen, Anregungen geben, wie der Spagat zwischen Prüfungsvorbereitung und berufsbezogenem Unterricht gelingen kann und nicht zuletzt den kollegialen Austausch fördern.“

Didaktisches Handwerkszeug für den Unterricht für Kursteilnehmende mit unterbrochener oder geringer Schulbildung

„Es gibt verschiedene Gründe, warum jemand den Integrationskurs nicht geschafft hat“, so Kaufmann. „Viele der Kursteilnehmenden haben selbst nur eine eingeschränkte oder unterbrochene Schulbildung und daher Mühe, mit den Anforderungen eines intensiven lernziel- und prüfungsorientierten Deutschkurses zurechtzukommen. Kursleitende können das an vielen Verhaltensweisen beobachten, z. B. wenn Lernende einen Satz nur bis zum Zeilenende lesen, obwohl er mit einem Umbruch in der nächsten Zeile weitergeht, von Sonderzeichen wie Doppelpunkt oder Anführungszeichen verwirrt sind, mit dem Lernmaterial, den Büchern, nicht zweckgemäß umgehen können oder nicht das richtige oder gar kein Schreibzeug dabeihaben.

Oft bringen die Lernenden auch andere Erfahrungen mit Unterricht und andere Erwartungen an die Dozierenden nach Deutschland mit: ‚Die wissen alles und nehmen mich an der Hand, führen mich‘. Das kollidiert mit dem deutschen Verständnis von Lehren und Lernen, das beim Teilnehmenden die aktive, gestalterische Rolle, die Verantwortung für den eigenen Lernprozess sieht.

Kursleitende müssen sensibilisiert sein für diese besondere Lernsituation und ihren Unterricht mit viel Einfühlsamkeit gestalten. So ist es z. B. wichtig, dass sie mit ihren Kurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern Lerntechniken und den effizienten Umgang mit Lern-Hilfsmitteln einüben: Die Lernenden sollen sich idealerweise irgendwann auch selbst behelfen, selbst weiterlernen können – denn der größte Teil des Lernens findet nicht in formalisierten, strukturierten Situationen wie den Sprachkursen statt, sondern im ganz alltäglichen Leben.“

22. März 2019
von Wencke Strauss
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Zwei neue Berufsbezogene Sprachkurse „Zielsprachniveau B1“ mit 400 und „Zielsprachniveau B2“ mit 500 Unterrichtsstunden gestartet

Die Berufssprachkurse gem. § 45 a Aufenthaltsgesetz sind auch im dritten Programmjahr eines der teilnehmerstärksten und gefragtesten Deutschförderangebote bei FRESKO e.V.  Zusätzlich zu den B2-Kursen sind im vergangenen Jahr die Berufsbezogenen Sprachkurse mit Zielsprachniveau B1 neu ins Programm gekommen, in der zweiten Märzwoche konnte jetzt bereits der dritte dieser B1-Kurse starten. Auf die bisher sehr gute Erfahrung mit diesem Format zurückblickend, erwartet Fachbereichsleiterin Maia Oschmann auch mit diesem Kursstart wieder eine zielstrebige Lerngruppe.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Berufsbezogenen Sprachkurses mit Zielsprachniveau B1

Anschluss an den Integrationskurs

„Der Kurs ist eine einmalige Gelegenheit für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, innerhalb einer staatlichen Förderung – und damit kostenlos – das B1-Sprachniveau zu erreichen und die Zertifikatsprüfung abzulegen. Außerhalb der Berufssprachkurse existiert eine solche Förderung im Anschluss an die Integrationskurse nicht. Man muss dazu wissen: Wenn sie zu uns kommen, haben unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits entweder die 900 Unterrichtsstunden, die im Integrationskurs maximal vorgesehen sind, voll ausgeschöpft, haben aber nicht das B1-Zertifikat erreichen können.

Fachbereichsleiterin Maia Oschmann im Unterricht

Oder sie haben zwar den Integrationskurs erfolgreich mit der Zertifikatsprüfung beendet, konnten danach aber aus verschiedenen Gründen keine weiteren Kurse besuchen und ihr Sprachniveau hat sich wieder von dem damals erreichten B1 entfernt. Sie haben aufgrund ihrer geringeren Sprachkompetenzen kaum Möglichkeiten, sich sinnvoll und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Eine große Gruppe unter unseren Teilnehmenden sind Frauen, die durch Kindererziehungszeiten nach dem Integrationskurs den Anschluss beim Deutschlernen verloren haben. Sie sehen in dem B1-Kurs ganz klar eine Chance für ihre Entwicklung. Den Berufsbezogene Sprachkurs mit Zielsprachniveau B1 nun erfolgreich zu absolvieren, ist natürlich auch Voraussetzung für den Zugang zur weiterführenden Deutschförderung auf dem Niveau B2.

Ziele: Arbeit oder Ausbildung und mehr soziale Kontakte

Das ist nachvollziehbarerweise für viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer das nächste Ziel: Sprachkenntnisse auf einem guten Niveau, dem B2, zu erwerben, um eine Arbeit aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen zu können, um mit anderen Menschen in der Zielsprache Deutsch in Kontakt treten zu können und ihr soziales Umfeld zu erweitern, um sich vielleicht in Kindergarten und Schule für die eigenen Kinder stärker einbringen zu können und vieles mehr. Das B1 legt da eine wichtige Basis und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind erfahrungsgemäß hochmotiviert, nach Misserfolgserfahrungen diese Sprachstufe endlich zu schaffen.“

Der Berufsbezogene Sprachkurs mit Zielsprachniveau B1 ist aber keine bloße Wiederholung des Integrationskurses. Das liegt schon daran, dass das Format der Zertifikatsprüfung ein anderes ist und man Deutsch-Kenntnisse auf einem höheren Niveau auf dem Punkt zusammenbringen muss. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben auch über die Zeit, in denen sie keine strukturierte Förderung erhalten haben, viele Fähigkeiten und Kenntnisse, zum Beispiel bei den grammatischen Strukturen, wieder verlernt. Oder es haben sich Gewohnheiten entwickelt, die sie durch den Alltag bringen, die aber fern vom richtigen Sprachgebrauch sind, ohne dass sie selbst und ohne Unterstützung gegensteuern können. Deshalb gibt es auch in dem über 400 Unterrichtsstunden angelegten B1-Kurs, wie in allen Berufssprachkursen, eine sozialpädagogische Betreuung, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Lernschwierigkeiten helfen kann zu erkennen, wie sie lernförderliche Bedingungen für sich schaffen können.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Berufsbezogenen Sprachkurses mit Zielsprachniveau B2 mit Lehrerin Petra Gandor

B2-Sprachkurs mit deutlichem Berufsbezug

Ein Novum im Berufssprachkurs-Angebot bei FRESKO e.V. ist der ebenfalls in der zweiten Märzwoche gestartete Berufsbezogene Sprachkurs mit Zielsprachniveau B2 mit 500 Unterrichtsstunden. Die hohe Stundenzahl soll den Ausgleich von Defiziten ermöglichen, wenn die B1-Zertifikatsprüfung, die Voraussetzung für die Aufnahme in den B2-Kurs ist, schon länger zurückliegt. Oder wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht in allen Prüfungsteilen sicher ein B1 erreicht, sondern Prüfungsteile wie Lesen oder Schreiben mit A2 abgeschlossen haben, was unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Mit einer Reihe von Themen wie „Kommunikation am Arbeitsplatz“ oder „Darstellung der eigenen Qualifikationen und Kompetenzen“ hat dieser längere B2-Kurs außerdem einen deutlichen, unmittelbaren Berufsbezug und soll die Deutsch-Sprachkenntnisse für Arbeit, Arbeitssuche, Aus- und Weiterbildung stärken.

„Diese Erweiterung der Inhalte bei den Berufsbezogenen Sprachkursen mit Zielsprachniveau B2 und allein schon die Länge des Kurses verlangen natürlich von unseren Lehrkräften eine besonders strukturierte, nachhaltige Planung, sie müssen ihre ganze Expertise in die Waagschale werfen“, so Fachbereichsleiterin Maia Oschmann. „Wir freuen uns aber auf die Herausforderung, weil wir wissen, dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur profitieren können, wenn FRESKO e.V. sie bei diesem wichtigen sprachlichen Entwicklungsschritt begleitet.“

20. Februar 2019
von Wencke Strauss
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Für junge Geflüchtete geht was! QuABB-Beraterinnen auf Infomesse „Was geht? Ausbildung – Studium – Arbeit: Perspektiven für Geflüchtete“ im Wiesbadener Rathaus

Die Beraterinnen des FRESKO-Projekts „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)“ unterstützen Auszubildende, Betriebe, Berufsschulen und Eltern dabei, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen, und helfen durch professionelle Beratung und Begleitung, drohende Abbrüche abzuwenden und Anschlussperspektiven zu erarbeiten. Auf der Infomesse „Was geht?“ des Wiesbadener Netzwerks „Gemeinsam in Wiesbaden – Tandemprogramme mit Geflüchteten“ waren die QuABB-Beraterinnen mit einem eigenen Stand vertreten. Die Infomesse für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Hauptamtliche bot verschiedenen Akteuren aus der Ausbildungs- und Arbeitswelt die Möglichkeit, an Gesprächstischen ihre Angebote vorzustellen, Fragen zu beantworten und sich mit den Besuchern austauschen.

„Unser Team hat sich an der Infomesse beteiligt, weil wir seit Projektstart mehr und mehr auch geflüchtete Menschen in Ausbildung in unseren Beratungen sehen“, so Petra Gandor, QuABB-Beraterin. „Überwiegend kommen sie wegen Sprachförderbedarfen, aber auch andere Problematiken spielen bei vielen eine Rolle: die Wohnsituation ohne Familienanschluss, denn die Familien sind oft im Herkunftsland unserer ratsuchenden Azubis verblieben; die Unkenntnis der Abläufe bei den deutschen Ämtern und Behörden. Auszubildende mit Fluchthintergrund sind also ganz klar eine Personengruppe, die wir mit unseren Beratungsangeboten erreichen möchten. Wir wollten mit unserer Präsenz auf der Infomesse die Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule bei ihren noch bekannter machen.

Und es hat sich gelohnt, die Resonanz war sehr gut, meine Kolleginnen und ich waren an dem Abend durchweg im Gespräch. Es gab wirklich viele Anfragen an uns von jungen Geflüchteten, die oft mit ihren Paten bzw. Tandempartnern auf die Infomesse gekommen waren. Sicher auch deshalb, weil bald wieder ein Ausbildungsjahr beginnt. Viele, die auf uns zukamen, wollten wissen, wie sie sich im Bedarfsfall bei QuABB und bei uns Beraterinnen melden können. Wie also der Zugang zur Beratung funktioniert und wer sie in welchen Fällen in Anspruch nehmen kann.“

Sehr wertvoll war es für die QuABB-Beraterinnen zudem, den Abend nutzen zu können, um mit bereits bekannten und auch mit neuen Netzwerkpartnern in Kontakt zu treten, sich über Möglichkeiten einer neuartigen bzw. zukünftigen Zusammenarbeit auszutauschen und von den Partnern aktuelle Informationen aus deren Projektbereichen zu erhalten. Netzwerkpartner, die Auszubildende begleiten, konnten das QuABB-Angebot im persönlichen Gespräch kennen lernen. Die Beraterinnen wiederum hatten die Gelegenheit, mit Akteuren in Weiterbildung und Beratung, mit Verantwortlichen des Amts für Zuwanderung und Integration der Landeshauptstadt Wiesbaden und anderen in Dialog zu treten.

15. Februar 2019
von Wencke Strauss
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„Sprache und interkulturelle Kommunikation“ – Dritter IQ Workshop für Ehrenamtliche in der Begleitung von Geflüchteten auf dem Weg in die Arbeitswelt

Ehrenamtliche sind nach wie vor ein tragender Erfolgsfaktor für Teilhabe und Integration von Menschen mit Migrations- und vor allem für Menschen mit Fluchthintergrund. Die Aufgaben im Ehrenamt haben sich im Lauf des Engagements jedoch gewandelt: Die Zeiten der „Ersten Hilfe“ sind vorbei. Heute benennen viele Ehrenamtliche die Begleitung der Geflüchteten in die Arbeitswelt als wichtigstes Anliegen.

Im Projekt „Qualifizierung und Vernetzung von Ehrenamtlichen und Gemeinden zur Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit“ der Robert-Bosch-Stiftung hat FRESKO e.V. bereits im vergangenen Jahr Bedarfe erfasst und 2018 sowie zu Beginn des Jahres 2019 in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landesnetzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ Workshops zu verschiedenen Fragestellungen ausgerichtet, die den Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund unmittelbar und tagtäglich begegnen.

© Netzwerk IQ / Kathrin Jegen

Am Beginn der Workshop-Planung hatte eine Abfrage gestanden, welche Themen die ehrenamtlich Engagierten besonders interessieren. Und die Planung reflektierte im Folgenden diese Bedarfe als roten Faden, sodass sich über die einzelnen Workshops hinweg der Austausch vertiefte und intensivierte: Themen konnten erneut aufgegriffen, fortgesetzt, um Aspekte erweitert werden. Auch die Vernetzung der Ehrenamtlichen untereinander wurde so gefördert, weil die Veranstaltungsreihe der thematischen Workshops eine kontinuierliche Plattform schuf und damit Möglichkeiten, sich zu treffen und gemeinsam zu arbeiten.

Fachliche Begleitung und Raum für Vernetzung

Mit der Robert-Bosch-Stiftung hat das Projekt „Qualifizierung und Vernetzung“ einen verlässlichen Förderpartner, der sich gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen stellt und gemeinsam mit regionalen und lokalen Partnern zukunftsfähige Lösungen entwickeln möchte. Das Projekt hat den Auftrag, die ehrenamtlich Engagierten im Rheingau-Taunus-Kreis in ihrer wichtigen Arbeit eng fachlich zu begleiten und Raum für Vernetzung untereinander entstehen zu lassen.

Im dritten und letzten Workshop am 11. Februar im ZEBRA-Büro in Geisenheim ging es um die Grundlagen der interkulturellen Kommunikation. Die breitgefächerte Veranstaltung bot theoretisches Fachwissen und führte die Teilnehmenden in die Thematik ein. Die Trainerinnen des IQ Teilprojekts „Interkulturelle Öffnung“ bei FRESKO e.V. stellten gezielt den Bezug zur Arbeitswelt her und verbanden die Theorie mit dem Alltag der Ehrenamtlichen.

Austausch zu Erfahrungen und Lösungsstrategien

Mit Übungen und praktischen Tipps gestalteten die Trainerinnen den Workshop authentisch als einen Raum, in dem die Engagierten Erfahrungen und Erlebnisse berichten, ihr eigenes Erleben reflektieren und Rückmeldungen der Anwesenden erhalten konnten.

Der vorangegangene zweite Workshop zum Thema „Konflikte und Missverständnisse vor und während der Beschäftigung vermeiden“ am 21. Januar hatte eine Reflexion darüber ermöglicht, wie die eigene Arbeitswelt erlebt wird und wie sie wohl auf Geflüchtete wirkt, um schließlich gemeinsam Besonderheiten oder gar Hürden zu erkennen und Lösungsideen zu diskutieren. Daneben hatte der Abend auch Raum zum Austausch der eigenen Erfahrungen geboten. Es hatte reichlich Gesprächsstoff und großes Interesse bei den engagierten Ehrenamtlichen gegeben. Das Thema Arbeitsmarktintegration war mit diesem Workshop nicht abgeschlossen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten den Wunsch geäußert, verschiedene Fragen beim Workshop am 11. Februar noch einmal aufzugreifen.

7. Februar 2019
von Wencke Strauss
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Sprache und Arbeit für Flüchtlinge: FRESKO e.V. macht Asylbewerber*innen fit in Deutsch

Nicht jeder Mensch mit Migrationshintergrund, der in Deutschland lebt, hat Zugang zu den Integrationskuren des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und damit zu kostenlosem, gefördertem Sprachunterricht vom ersten Kontakt mit der deutschen Sprache bis zum mittleren Sprachniveau B1. Klar ist aber, dass das Deutschlernen mit der Alphabetisierung, also mit dem Erlernen der deutschen Schriftsprache, nicht aufhört. Und dass diejenigen, die keinen Integrationskurs besuchen können, auch selbst gern weiter lernen möchten – bis sie sich selbständig mit Muttersprachlern und anderen Zweitsprechern auf Deutsch in Wort und Schrift verständigen können.

Deutsch-Sprachförderung und Berufsbezug

Um den Deutschförderbedarf derjenigen Migrantinnen und Migranten in Wiesbaden zu decken, die nicht in einem Integrationskurs Deutsch lesen und schreiben lernen und dann weitergehen bis zum B1 und die auch absehbar keinen Kurs besuchen können, hatte die Landeshauptstadt FRESKO e.V. bereits im Jahr 2018 damit beauftragt, den Sprachkurs Sprache und Arbeit für Flüchtlinge zu konzipieren und durchzuführen, gefördert aus Mitteln des Ausbildung- und Qualifizierungsbudgets des Landes Hessen.

Der zweite Durchlauf des Programms bietet ab Februar 2019 eine Sprachförderung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber ab 18 Jahren, die im Anschluss an den Erwerb der Schriftsprache einen weiterbestehenden, hohen Förderbedarf beim Deutschlernen haben.

Zusätzlich können auch Menschen gefördert werden, die die deutsche Schriftsprache noch nicht sicher erworben haben. Die Teilnehmenden werden FRESKO e.V. vom Sozialdienst Asyl zugeleitet.

Der Kurs hat neben dem Deutsch-Sprachunterricht berufsbezogene Elemente, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die alle parallel noch an einer Arbeitsgelegenheit für Flüchtlinge (FIM bzw. AGH) teilnehmen, einen ersten Einblick in das deutsche Arbeitsleben ermöglichen sollen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählen sich kurz nach Kursbeginn in eine dieser Arbeitsgelegenheiten ein, zum Beispiel im Gastservice, in der Großküche, in der Park- und Spielplatzpflege oder im Hausmeisterservice.

Unterstützung erhalten die beiden FRESKO-Projektmitarbeiterinnen von MigraMundi e.V.: Mehrsprachige Sprachmittler können bei komplexeren Themen, z.B. bei der Entscheidungsfindung für eine passende FIM oder AGH, hinzugezogen werden und helfen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der einen und den FRESKO-Projektverantwortlichen und -Lehrkräften auf der anderen Seite bei der Verständigung miteinander.

Verschiedene Lernvoraussetzungen – ein Ziel: Deutsch lernen für Alltag und Beruf

Die Menschen, die in Sprache und Arbeit für Flüchtlinge zusammen lernen und arbeiten, haben eigentlich grundverschiedene Voraussetzungen.

„Manche unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei Kursbeginn Bedenken geäußert, ob sie den Sprachkurs zusammen mit der FIM bzw. der AGH schaffen können“, so die Projektleiterin Dorothee Hansen-Stoffels. „Sie haben noch nie einen geregelten Kursbetrieb bzw. täglichen Deutschunterricht erlebt und bringen zum Teil aus ihren Herkunftsländern auch nur geringe Schulbesuchszeiten mit, viele haben keinen formalen Berufsabschluss. Andere wiederum haben sogar studiert, die Spanne geht also weit auseinander. Die Schwellenängste abzubauen und für alle eine gute Lernatmosphäre, eine dem Lernen förderliche Lerngruppe zu schaffen, das ist unser Anspruch.

Sprache und Arbeit für Flüchtlinge schließt nicht mit einer Zertifikatsprüfung ab. Sondern wir wollen erreichen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer uns so verlassen, dass sie – individuell auf ihrem Niveau, angemessen und ausreichend – kommunizieren können.

Sprachkompetenz hilft, den Horizont zu erweitern

Wir wollen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich auch aktivieren, das ist unser Auftrag. Deshalb gibt es die FIM und die AGH im Programm. Viele wissen erst mal nicht: Was bedeutet überhaupt Beruf, was bedeutet Ausbildung? Was meinen die Deutschen, wenn sie davon sprechen oder mich fragen, welchen Beruf ich in meinem Heimatland gelernt und ausgeübt habe? Welche Arbeit kann ich mit meinen Fähigkeiten hier in Deutschland aufnehmen?

Die berufsbezogenen Themen im Kurs sind das Pfund, mit dem wir wuchern können. Das kommt besonders gut bei unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern an, davon profitieren sie ganz klar. Zusätzlich zum Deutschlernen mit dem Lehrbuch und dem Erreichen einer größeren Sprachkompetenz, die sie mehr und mehr befähigt, mit anderen Menschen auf Deutsch in Kontakt zu treten – für jede und jeden einzelnen spürbar jeden Tag im Alltag.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen Sprachbausteine und Strategien, die sie direkt am nächsten Tag in ihrer Arbeitsgelegenheit anwenden können: Wie verstehe ich eine Arbeitsanweisung? Wie lese ich einen Schichtplan? Wie melde ich mich formal richtig krank? Wie stelle ich mich meinen Kolleginnen und Kollegen vor, wie komme ich mit ihnen ins Gespräch? Das sind natürlich die Themen, die unsere Teilnehmenden motivieren weiterzulernen.“

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1. Februar 2019
von Wencke Strauss
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Spezialberufssprachkurse für Berufstätige in der Pflege und für Verkaufspersonal und Azubis im Einzelhandel

Zwei verschiedene Berufsfelder – unterschiedliche Herausforderungen für die Deutsch-Sprachförderung

Pflege und Einzelhandel sind Berufsfelder, in denen gerade im Rhein-Main-Gebiet viele Menschen mit Migrationshintergrund Beschäftigung finden.

Sei es, dass sie sich in jungen Jahren für die einschlägige Ausbildung in der Pflege entschieden und bereits im Herkunftsland diesen Beruf ausgeübt haben. Dann nach Deutschland zugewandert sind und hier an ihren ausländischen Abschluss und die Liebe zu ihrem Beruf anknüpfen und diesen wieder ausüben möchten. Es fehlt ihnen für die vollwertige Tätigkeit als Fachkraft aber noch die staatliche Berufsanerkennung und sie arbeiten zurzeit erst einmal im Helferbereich.

Sei es, dass sie – was das Berufsfeld Einzelhandel angeht – zwar keinen einschlägigen Berufsabschluss vorweisen können. Oder dass die Unterschiede zwischen den Ausbildungssystemen so groß sind, dass eine Berufsanerkennung durch die Industrie- und Handelskammer unerreichbar ist. Dass sie aber weiterhin ein Herz für den Service am Kunden haben, niederschwellig über Helfertätigkeiten (wieder) in den Handel gekommen sind und jetzt nach qualifizierterer Tätigkeit streben.

Seien es die ganz jungen Menschen mit Migrationshintergrund zum Beispiel aus den Intensivklassen für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Schulsystem. Die sich nach Schnupperpraktika oder anderen Einblicken in das Berufsfeld gut eine der möglichen Ausbildungen im Einzelhandel vorstellen können. Aber deren Deutschkenntnisse für den erfolgreichen Besuch der Berufsschule und für den Sprach-Kontakt mit Kunden, Vorgesetzten und Kollegen schon während der dreijährigen Ausbildungszeit nicht ausreichen.

Berufssbezogene Deutsch-Sprachförderung mit Praxisbezug

Für alle diese Menschen mit ihren sehr unterschiedlichen Lern-Voraussetzungen und -Bedarfen und mit ihren unterschiedlichen Zielen bietet FRESKO e.V. eine Deutsch-Sprachförderung nicht nur für das Erreichen eines für die beiden Berufsbereiche angemessenen Sprachniveaus, sondern mit hohem Praxisbezug.

Die Berufssprachkurse gem. § 45 a AufenthG und damit auch die Spezialberufssprachkurse sind ein Sprachlernangebot für Menschen mit Migrationshintergrund, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern wollen. Sie werden im Rahmen der Deutschsprachförderverordnung (DeuFöV) aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge koordiniert.

Berufsfeld Einzelhandel

Der Spezialberufssprachkurs „Berufsfeld Einzelhandel“ bei FRESKO e.V. bietet eine berufsbezogene Sprachförderung mit einer spezifischen Ausrichtung auf Verkaufsberufe und Qualifizierungen im Berufsfeld Einzelhandel: Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel, Verkäuferin/Verkäufer, Kassiererin/Kassierer, Fachverkäuferin/Fachverkäufer u.a. – in verschiedenen Betriebsformen und mit verschiedenen Warensortimenten.

Dieser Spezialberufssprachkurs setzt das Deutschsprachniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) voraus. Nach dem Spezialberufssprachkurs haben die Teilnehmenden ihr bereits gutes allgemeines Deutsch weiter verbessert und berufsspezifisch ausgebaut. Ihr Wortschatz ist größer, sie können sicherer in ihrer Arbeitswelt kommunizieren und ihren Beruf besser ausüben.

Deutschförderung für Pflegerinnen und Pfleger in der Berufsanerkennung: die Spezialberufssprachkurse „Nichtakademische Gesundheitsberufe“

FRESKO e.V. unterstützt mit dem „Pflege-Sprachkurs basic“ Menschen mit einem ausländischen Berufsabschluss in Gesundheitsfachberufen, die schon das Sprachniveau B1 haben, beim berufsbezogenen Deutschlernen und bereitet sie auf die Sprach-Zertifikatsprüfung „telc Deutsch B1-B2 Pflege“ vor.

„telc Deutsch B1 Pflege“ (oder „B2 Pflege“) ist bei Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/Gesundheits- und Krankenpflegern, Altenpflegerinnen/Altenpflegern, Krankenpflegehelferinnen/Krankenpflegehelfern und Altenpflegehelferinnen/Altenpflegehelfern für die Feststellung der vollen Gleichwertigkeit in Hessen anerkannt.

Nur bei FRESKO e.V. in Wiesbaden gibt es zusätzlich den „Pflege-Sprachkurs plus“: Dieser Kurs führt ebenfalls zu „telc Deutsch B1-B2 Pflege“ und ist zusätzlich spezifisch auf den Vorbereitungslehrgang auf die Kenntnisprüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege am Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden abgestimmt.

Das Team der Spezialberufssprachkurse „Nichtakademische Gesundheitsberufe“ und „Berufsfeld Einzelhandel“ berät gern berufstätige Interessenten wie auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber: per E-Mail, telefonisch und persönlich.

31. Juli 2018
von Wencke Strauss
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FRESKO-Projekt Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB) bei „Handwerk live“ am Tag des Handwerks 15. September bei der Handwerkskammer Wiesbaden

Vom Augenoptiker bis zur Zweiradmechatronikerin: Jungen Menschen bietet sich nach ihrem Schulabschluss im Handwerk ein breites Spektrum unterschiedlichster Ausbildungsberufe. Viele entscheiden sich bei der Ausbildungssuche bewusst für einen Handwerksberuf. Was aber, wenn man nach einer kürzeren oder längeren Ausbildungszeit feststellt: Das ist vielleicht doch nicht der richtige Beruf. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Oder: Es fehlt mir etwas – an eigener Motivation, an Unterstützung, an zusätzlicher Lernbetreuung – um meinen Wunsch nach einem Abschluss in diesem Beruf verwirklichen zu können.

Für Jugendliche und junge Erwachsene ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung ein wichtiger Grundstein für das weitere Berufsleben. Aber auch Betriebe haben aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels ein großes Interesse daran, den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Daher unterstützen die Ausbildungsbegleiterinnen von FRESKO e.V. bei Konflikten in der Ausbildung und bieten in Zusammenarbeit mit Betrieben, Berufsschulen, Kammern und ggf. weiteren Unterstützungsangeboten eine Begleitung für Auszubildende an.

Damit sie diese Begleitung wirksam leisten können, brauchen die QuABB-Ausbildungsbegleiterinnen möglichst autentische Einblicke in das Spektrum der Handwerksberufe. Sie müssen sich auf dem Laufenden halten: Was steckt hinter den Berufen? Vor welchem Hintergrund spielt sich das, was die Ratsuchenden berichten, ab? Wo kann es Ansatzpunkte für Unterstützung geben?

Am 15. September 2018 wird daher die QuABB-Ausbildungsbegleiterin Petra Gandor die Veranstaltung „Handwerk live“ der Handwerkskammer Wiesbaden besuchen.

„Der Besuch dieser Veranstaltung hat für unser Projekt der Ausbildungsbegleitung eine große Bedeutung“, so Gandor. „Die QuABB-Ausbildungsbegleitung unterstützt die Ratsuchenden nicht nur bei Konflikten während ihrer Ausbildung. Auch im Falle eines Ausbildungsabbruchs begleiten wir bei der beruflichen Neuorientierung und unterstützen bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz.“

Und sie empfiehlt den Besuch der Veranstaltung auch den QuABB-Ratsuchenden: „Handwerk live kann ein wichtiger Baustein auch bei der beruflichen Neuorientierung sein, wenn sie feststellen, dass die bisherige Ausbildung wirklich nicht mehr weitergeführt werden kann.“

Und natürlich geht es auch um die Pflege und Erweiterung des Netzwerks, auf das die Ausbildungsbegleiterinnen bei ihrer Arbeit angewiesen sind. Petra Gandor: „Wir freuen uns darauf, am 15.09.2018 unsere Netzwerkpartner der Handwerkskammer Wiesbaden und andere Netzwerkpartner aus der Region zu treffen! Außerdem ist es für uns eine Gelegenheit, noch mehr Betriebe auf die Ausbildungsbegleitung durch QuABB aufmerksam zu machen.“

11. Juni 2018
von Wencke Strauss
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FRESKO e.V. ist vielfältig! Wir feiern den Deutschen Diversity-Tag 2018

Mit Spiel und viel Spaß, mit lebensechten kniffligen Beispielen, mit Selbstironie und kreativen Ideen beleuchtete das Team bei FRESKO e.V. den Arbeitsalltag und nutze den Diversity-Tag 2018 für neue Impulse: ein gelungener Auftakt!

Im Rahmen des 6. Deutschen Diversity-Tags lud die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt im IQ Landesnetzwerk Hessen „Sprach- und kultursensible Beratung“ alle FRESKO e.V.-Mitarbeitenden ein, Vielfalt und Interkulturelles Arbeiten in einem Workshop zu stärken. Der Tag bildete den Auftakt zur internen Weiterbildungsreihe „Interkulturelles Arbeiten“, die auf eine Bedarfserhebung unter den Mitarbeitenden hin konzipiert wurde.

Das Team machte sich über ein Diversity-Bingo spielerisch und mit viel Freude die Vielfalt im Kollegium bewusst – und erlebte, dass sich ein vielfältiges Team nicht nur durch Herkunft oder Sprache, sondern auch durch physische Eigenschaften, Wertehaltungen und sozialen Hintergrund bildet. Mit dem Blick auf die Vielfalt ausgestattet, wurden Beispielsituationen, die typische Hürden im Arbeitsalltag darstellen, untersucht und Perspektivvielfalt angewendet.

Wie eine Situation erlebt wird, liegt nicht nur in der Kultur, sondern auch in der Person sowie in der Situation, in der sich die beteiligten Personen befinden.

So wurde das Team in Kleingruppen aufgeteilt und aufgefordert, Hintergründe für das jeweilige Verhalten der Beteiligten in den Beispielsituationen zu erarbeiten: Die Mitarbeiterin M., die immer wieder im Arbeitsablauf gestört wird, obwohl keine Sprechzeit ist. Die Kursleiterin K., deren Teilnehmende politische Konflikte im Kurs austragen. Der Vater V., der dem Sohn die Ausbildung ausreden möchte, oder der Teilnehmende T., der plötzlich nicht mehr in den Kurs kommt.

Im Anschluss diskutierte das Team passgenaue Strategien im Plenum und erhob dabei neben personenbezogenen Handlungskompetenzen auch strukturelle Bedarfe zur Stärkung von Vielfalt bei FRESKO e.V. – so unter anderem die Einhaltung von Grenzen zum Selbstschutz, transparente Kommunikationsabläufe sowie Strategien der Familienberatung bis hin zur Vereinbarkeit von Zielgruppenorientierung und Wirtschaftlichkeit. Die FRESKO e.V.-Kolleginnen und -Kollegen äußerten sich zum Abschluss positiv zu den neuen Anstößen für die Arbeit und zur Schulungsreihe insgesamt.

Weitere interkulturelle Schulungen geplant

Die Schulungsreihe wird 2018 mit zwei thematischen Weiterbildungen zu den Themen Interkulturelle Kommunikation sowie Achtsamkeit und Selbstschutz in der eigenen Arbeit weitergeführt. Abgerundet wird die Reihe durch zwei weitere Treffen zum kollegialen Austausch mit Fallbesprechungen zur Interkulturellen Konfliktlösung.

1. März 2018
von Wencke Strauss
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Initiative VerA: Fachleute im Ruhestand helfen Auszubildenden – Erfahrungsaustausch in der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach

Im Folgenden veröffentlichen wir eine Pressemittelung der Initiative VerA

v.l.n.r.: VerA Koordinatorin Stefanie Köpping, Dr. Karin Wullenweber von FRESKO e.V. und Regionalkoordinator Michael Lenzen

Bad Kreuznach/Bonn, 01.03.2018 – Die Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen stand im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustauschs in der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. Zu dem Treffen am 1. März kamen rund 20 der im Raum Bad Kreuznach aktiven VerA-Coaches zusammen. Zu Gast war zudem Dr. Karin Wullenweber, Leiterin des Bereichs „Deutsch und Integration“ beim Wiesbadener FRESKO e.V. Verein für Bildungs- und Kulturarbeit.

VerA ist ein bundesweites Mentorenprogramm des Senior Experten Service (SES) für junge Menschen in der Berufsausbildung und -vorbereitung.

In Bad Kreuznach und Umgebung engagieren sich rund 30 ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand für die Initiative. Weitere Unterstützung wird dringend gesucht.

„Wir können uns vor Anfragen kaum retten“, sagt VerA-Koordinatorin Stefanie Köpping. „Die Nachfrage ist so hoch, dass wir händeringend neue Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter suchen.“ Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte Berufs- und Lebenserfahrung mitbringen und im Ruhestand oder mindestens 45 Jahre alt sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Registrierung als Senior Expertin oder Experte beim SES und die Teilnahme an einer zweitägigen Schulung. Beides ist selbstverständlich kostenlos.

Treffen wie das in Bad Kreuznach finden mehrmals im Jahr in allen Regionen Deutschlands statt. Diskutiert werden Themen wie der richtige Umgang mit Lernschwierigkeiten, Konflikten in Berufsschule, Ausbildungsbetrieb oder im privaten Umfeld der Auszubildenden. Im Rahmen der Veranstaltung nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch an einem Workshop zum Thema „Sprachförderung für Flüchtlinge in der Ausbildung“ teil, der von Dr. Karin Wullenweber vom Verein FRESKO e.V. organisiert worden war.

Die Initiative VerA ist ein überaus erfolgreiches Angebot für Auszubildende, die sich Unterstützung durch einen persönlichen Coach wünschen.

Es ist für alle kostenfrei. Seit Ende 2008 haben bundesweit mehr als 10.000 junge Menschen eine Ausbildungsbegleitung in Anspruch genommen – über 80 Prozent von ihnen mit Erfolg.

Der Senior Experten Service (SES) – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – ist die größte deutsche Ehrenamtsorganisation für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand oder in einer beruflichen Auszeit (Weltdienst 30+). Seit 1983 gibt die Bonner Organisation weltweit Hilfe zur Selbsthilfe. In Deutschland unterstützt der SES insbesondere junge Menschen in Schule und Ausbildung.

Partner des SES bei VerA sind der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Freien Berufe (BFB). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert VerA im Rahmen der Initiative Bildungsketten. Das bundesweite Angebot ist für Auszubildende, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe kostenfrei.

Für weitere Informationen und Kontakt klicken Sie auf diesen Link Initiative VerA , rufen Sie an unter 0228 26090-40 oder schreiben Sie eine E-Mail direkt an vera[a]ses-bonn.de